Aus der Rubrik „Prognosen“:

Berliner Zeitung am 10.12.2019: Mietendeckel verhindert 12.000 neue Wohnungen

Der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) warnt vor deutlichem Einbruch beim Wohnungsbau.

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) erwartet, dass wegen des vom Senat vorgesehenen Mietendeckels rund 12.000 Wohnungen weniger gebaut werden als geplant.

BBU-Vorstand Maren Kern sagte am Dienstag bei der Vorstellung des Marktmonitors 2019, dass der Deckel, der rückwirkend vom 18. Juni 2019 für fünf Jahre gelten soll, rund 1,1 Milliarden Euro weniger Einnahmen für die Mitgliedsunternehmen bedeute. Erfahrungsgemäß ziehe ein eigener Euro Einnahmen vier Euro Fremdkapital nach sich, so dass aus 1,1 Milliarden Euro Mindereinnahmen 5,5 Milliarden weniger Ausgaben nach sich ziehen.

Mangelnder Neubau

Deshalb hätten die privaten Mitgliedsunternehmen des BBU ihre Pläne, 8200 Wohnungen zu errichten, auf nahezu Null reduziert, wie eine Umfrage ergab. Die Genossenschaften wollten nur noch 2000 statt 6000 neue Wohnungen bauen. Die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, gleichfalls vom BBU vertreten, wollten weiter bauen, müssten sich aber laut Kern bei Sanierungen einschränken oder sich stärker verschulden.

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