Archiv für den Monat: Juni 2015

Aus der Rubrik “Wohnungsneubaupolitik”:

Wie sieht die Zukunft des Flughafens Tegel aus?

Berliner Zeitung am 31.05.2015: Nachnutzung des Flughafen Tegel – Lieber Industrie statt Wohnungen in Tegel!

Was passiert mit Tegel, wenn der BER fertig ist? Die CDU-Fraktion löst eine neue Debatte über die Nachnutzung des Flughafen Tegel aus. Die industrielle Nutzung müsse “unbedingte Priorität” genießen, heißt es. Die Stadtentwicklungsbehörde hat hingegen andere Pläne.

Die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat sich auf ihrer Klausurtagung am Wochenende dafür ausgesprochen, dass die industrielle Nachnutzung des Areals nach Einstellung des Flugbetriebs „unbedingte Priorität“ genießen muss. Zwar könnten in Tegel auch neue Wohnungen entstehen, wie bisher geplant. „Prioritär“ sollten aber die vorhandenen Wohnungsbaupotenziale „im Umfeld von Berlin TXL“ entwickelt werden.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/nachnutzung-des-flughafen-tegel-lieber-industrie-statt-wohnungen-in-tegel,10809148,30831726.html

Aus der Rubrik “Wohnungsneubaupolitik”:

Der Tagesspiegel am 01.06.2015: Baupläne auf der Berliner Elisabethaue – Pankower buhen Bausenator Andreas Geisel aus!

Andreas Geisel spricht von einer “großen Chance” für bezahlbare Wohnungen, seine Gegner protestieren mit Trillerpfeifen und viel Wut im Bauch: Die Elisabethaue in Pankow soll bebaut werden, auch gegen den Willen des Bezirks, der die Absichtserklärung nicht unterschrieb.

Mit Trillerpfeifen und Buhrufen empfingen Gegner der Baupläne des Senats in der Elisabethaue in Pankow. 5000 “bezahlbare Wohnungen” sollen dort nach dem Willen des Senats entstehen, doch der Bezirk hat sich gegen das Vorhaben ausgesprochen – und deshalb sehen die Gegner Bezirksbürgermeister Matthias Köhne “in Geiselhaft”. Bei der gemeinsamen Pressevorstellung der Pläne sprach Bausenator Andreas Geisel (SPD) von einer “großen Chance”. Die Neubauten entstünden auf landeseigenen Flächen und Berlin benötige “dringend Wohnraum”.
“Ich weiß, dass das Bauvorhaben nicht unumstritten ist”, sagte Geisel, der sich den Weg ins Rathaus durch ein Spalier aus Trillerpfeifenden Protestlers gebahnt hatte. Es gehe aber nicht, dasss in der Mitte der Stadt nicht gebaut werden darf. Das Projekt sei eine Frage des Gemeinwohls. “Wir wollen die Entwicklung gemeinsam mit dem Bezirk Pankow voranbringen.” Er forderte den Bezirk auf, sich an dem Stadtentwicklungskonzept zu beteiligen. Er wolle nicht ohne oder gegen Pankow planen, sondern mit den Anwohnern.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/pankow/bauplaene-auf-der-berliner-elisabethaue-pankower-buhen-bausenator-andreas-geisel-aus/11851868.html

Aus der Rubrik “Mietenpolitik”:

rbb exklusiv am 29.05.2015 Vermieter-Verband ruft zu Boykott der Mietpreisbremse auf!

Der Vorsitzende des Verbands Haus&Grund Berlin Carsten Brückner sagte dem rbb: “Wir können unseren Mitgliedern nicht empfehlen, die Vorgaben der Mietpreisbremse zu berücksichtigen, solange nicht geklärt ist, ob die Regelung verfassungsgemäß ist oder nicht.” Die Dachorganisation Haus&Grund Deutschland habe bereits angekündigt, eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe einzulegen mit der Begründung, dass das Eigentumsrecht Artikel 14 durch die Regelung verletzt wird.

Der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins Reiner Wild zeigte sich empört. Es sei ein Skandal, dass die Vermieter hier dazu aufforderten, gesetzliche Bestimmungen zu missachten, sagte er dem rbb. “Das ist unerhört aus meiner Sicht. Das kann nicht das letzte Wort sein.”

http://www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/2015/05/vermieter-verband-ruft-zu-boykott-von-mietpreisbremse-auf.html

Aus der Rubrik “Wissenswertes”:

Gehört die Möglichkeit, an den Wänden in der Küche Hängeschränke anzubringen, in der Regel zur vertragsgemäßen Beschaffenheit einer Wohnung?

Die Antwort des Landgerichts Berlin (LG Berlin – 67 S 355/14, Urteil vom 24.02.2015) lautet: Ja!

Zur Begründung führt das LG Berlin in seiner vorgenannten Entscheidung unter II. 2. wie folgt aus: “Das Amtsgericht geht rechtsfehlerfrei davon aus, dass der diesbezügliche Antrag zu 3) zulässig und begründet war. Hinsichtlich der in dem Tenor zu 3) des amtsgerichtlichen Urteils bezeichneten Wände in der Küche, die wegen ihrer einfachen Gipsplattenbeplankung nicht geeignet waren, die Befestigung von Wandschränken zu ermöglichen, bestand ein Anspruch auf Verstärkung der Wand, wie zwischenzeitlich erfolgt, da die Wände nicht die zum vertragsgemäßen Gebrauch geeignete Beschaffenheit im Sinne des § 535 Abs. 1 S. 2 BGB aufwiesen.

Mangels einer ausdrücklichen vertraglichen Vereinbarung wird der zum vertragsgemäßen Gebrauch geeignete Zustand im Sinne des § 535 Abs. 1 S. 2 BGB durch den vereinbarten Nutzungszweck bestimmt. Der Mieter einer Wohnung kann nach der allgemeinen Verkehrsanschauung erwarten, dass die von ihm angemieteten Räume einen Mindest-Wohnstandard aufweisen, der der üblichen Ausstattung vergleichbarer Wohnung entspricht. Hierbei sind insbesondere die Ausstattung und die Art des Gebäudes sowie die Höhe des Mietzinses und eine eventuelle Ortssitte zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urt. v. 26. Juli 2004 – VIII ZR 281/03 -; LG Berlin, Urt. v. 20. März 2014 – 67 S 490/11). Gemessen an diesen Grundsätzen konnten die Kläger erwarten, dass sie zur Aufbewahrung ihrer Küchenutensilien als normale, zeitgemäße Nutzung Hängeschränke an den dafür infrage kommenden Wänden befestigen können. Wegen der Begründung im einzelnen wird auf die überzeugenden, detaillierten Ausführungen des Amtsgerichtes Bezug genommen.”

Aus der Rubrik “Mietenpolitik”:

Berliner Abendschau am Fr 29.05.2015 | 19:30 Uhr – Serie Mietenentscheid: Ausblick!

Laut dem Bündnis für mehr bezahlbaren Wohnraum haben innerhalb weniger Wochen über 30000 Berliner für einen Mietenvolksentscheid unterschrieben – deutlich mehr, als bisher nötig waren. Zum Abschluss unserer Serie zeigen wir, wie es jetzt weiter geht.

Um auf den Gesetzentwurf zu reagieren, haben Senat und Parlament ab jetzt vier Monate Zeit. Die Politik muss sich bis September festlegen, wie sie mit dem Mietenvolksentscheid umgehen will.

https://www.rbb-online.de/abendschau/7plus/serie-mietenentscheid-ausblick.html

Aus der Rubrik “Mietenpolitik”:

Berliner Zeitung am 31.05.2015: Verstoß gegen die Verfassung? Geisel will Mietenvolksentscheid juristisch prüfen!

Greift der Mietenvolksentscheid in Berlin zu tief in das Budgetrecht des Parlaments ein? Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel will das vom Verfassungsgericht prüfen lassen.

„Ich denke, es ist sinnvoll, das Anliegen verfassungsmäßig zu prüfen, zumal auch weitere Volksbegehren auf dem Weg sind, die tief in das Recht des Parlaments eingreifen“, sagte der SPD-Politiker dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (Sonntag). Geisel fügte hinzu, ein Erfolg des Mietenvolksentscheids ginge zulasten anderer politischer Bereiche

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verstoss-gegen-die-verfassung–geisel-will-mietenvolksentscheid-juristisch-pruefen,10809148,30834678.html

Aus der Rubrik “Mietenpolitik”:

immowelt.de am 28.05.2015 – Mietpreisbremse tritt in Berlin in Kraft: Das wird aus den Mieten in der Hauptstadt!

Berlin war besonders schnell: Das Land führt als erstes pünktlich zum 1. Juni 2015 die Mietpreisbremse ein und zwar im ganzen Stadtgebiet. In der Hauptstadt sind die Mietpreise in den vergangenen fünf Jahren um satte 45 Prozent gestiegen. Das zeigt der Fünf-Jahresvergleich von immowelt.de.

Für eine Wohnung in Top-Lage mit bestmöglicher Ausstattung und 65 Quadratmetern Wohnfläche beläuft sich die ortsübliche Vergleichsmiete laut Mietspiegel auf 9,68 Euro pro Quadratmeter. Durch die Mietpreisbremse darf der Vermieter bei einer Neuvermietung maximal zehn Prozent aufschlagen. Demnach liegt die maximal zulässige Miete bei 10,65 Euro pro Quadratmeter.

http://news.immowelt.de/mietpreise/artikel/3003-mietpreisbremse-tritt-in-berlin-in-kraft-das-wird-aus-den-mieten-in-der-hauptstadt.html

Aus der Rubrik “Gesetzesvorhaben”:

FAZ am 28.05.2015: EU-Richtlinie – Mehr Schutz bei Online-Reisen!

Wer eine Pauschalreise online bucht, dürfen sich auf einen besseren Rechtsschutz durch den Gesetzgeber freuen. Der EU-Ministerrat hat sich auf eine neue Richtlinie geeinigt, die die Position der Urlauber stärkt.

Reisende können sich nach Angaben des Verbraucherministeriums auf mehr Rechtsschutz bei Pauschalreisen einstellen. Die neue EU-Richtlinie, über die am 28.05.2015 im EU-Ministerrat eine Einigung erzielt wurde, stärke die Position der Verbraucher „insbesondere bei Online-Buchungen“, sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, Gerd Billen, in Brüssel. Nach der Einigung im Kreis der Mitgliedstaaten muss nun noch das Europaparlament zustimmen.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/versichern-und-schuetzen/mehr-rechtsschutz-bei-online-pauschalreisen-fuer-urlauber-13616283.html

 

Aus der Rubrik “Mietenpolitik”:

Zahl des Tages: 48.541!!!

Heute, am 1. Juni 2015 um 15:00 Uhr, hat die Initiative „Mietenvolksentscheid Berlin“ 48.541 Unterschriften bei der Senatsverwaltung für Inneres abgeben.

Stephan Junker, Mitglied des Koordinationskreises der Initiative, erklärt: „Wir haben in den letzten Wochen eine unglaubliche Unterstützung und Zuspruch erlebt. So sind am Ende sensationelle 48.541 Unterschriften gesammelt worden. Damit haben die Berliner*innen in wenigen Wochen den nötigen Druck aufgebaut, damit die Frage der sozialen Wohnraumversorgung wieder ganz oben auf der Tagesordnung steht“

https://mietenvolksentscheidberlin.de/

Der AMV gratuliert zu diesem Wahnsinns-Erfolg!!!

Aus der Rubrik “Mietenpolitik”:

Berliner Abendschau am 28.05.2015: Zukunft der landeseigenen Wohnungsgesellschaften!

Innerhalb weniger Wochen haben über 30.000 Berliner für einen Mietenvolksentscheid unterschrieben. Das erklärte Ziel: mehr bezahlbarer Wohnraum in der Stadt. Doch was steht eigentlich drin im Gesetzentwurf der Initiative? Die Abendschau zeigt es in einer Serie. Am Donnerstag geht es um die Zukunft der landeseigenen Wohnungsgesellschaften.

Der Plan: Die sechs landeseigenen Wohnungsgesellschaften sollen “gemeinwohlorientiert arbeiten”, Gewinne sollen also nicht mehr an das Land Berlin fließen. Außerdem sollen die Gesellschaften Tochterunternehmen gründen. Die sollen zukaufen, neu bauen und modernisieren – ohen die Mieter zu belasten.

https://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20150528_1930/serie-mietenentscheid-plaene-mit-landeseigenen-wohnungsunternehmen.html