Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Aus der Rubrik “Wohnungspolitik”:

 

DER TAGESSPIEGEL am 20.11.2018: Bezirk prüft erweitertes Vorkaufsrecht für die Karl-Marx-Allee

Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) schlägt ein Vorkaufsrecht für einzelne Wohnungen vor. Das neue Treuhandmodell könnte an der Karl-Marx-Allee erprobt werden.

Das Vorkaufsrecht für Häuser funktioniert schon ganz passabel, jetzt geht Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, noch einen Schritt weiter: Auch beim Verkauf einzelner Wohnungen könnte der Bezirk aktiv werden und einen „treuhänderischen Kauf“ durch eine Wohnungsbaugesellschaft vermitteln. Ob das rechtlich Bestand hat, ist umstritten, aber Schmidt möchte das Verfahren am Beispiel Karl-Marx-Allee durchexerzieren.

Dort hat die Deutsche Wohnen vier Blöcke mit 700 Mietwohnungen gekauft, ein Block steht im Milieuschutzgebiet, dort kann der Bezirk das Vorkaufsrecht ausüben. Die übrigen drei Blöcke wurden bereits in Eigentumswohnungen aufgeteilt, dort besteht nur für die einzelnen Mieter ein Vorkaufsrecht. Ein entsprechendes Kaufangebot haben sie bereits erhalten. Wenn Mieter ihre Wohnungen nicht innerhalb einer kurzen Frist kaufen können oder wollen, verfällt das Vorkaufsrecht, die Wohnungen können dann meistbietend verkauft werden – oder bleiben im Bestand der Deutsche Wohnen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-friedrichshain-bezirk-prueft-erweitertes-vorkaufsrecht-fuer-die-karl-marx-allee/23659922.html

Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:

 

Berliner Zeitung am 19.11.2018: Modulbau – Neuer Haustyp für die Großsiedlung

Knapp sieben Monate nach der Grundsteinlegung hat die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land am Montag in Marzahn-Hellersdorf das Richtfest für 165 Mietwohnungen gefeiert. Bei dem Vorhaben an der Schkeuditzer Straße handelt es sich um den Bau einessogenannten Typenhauses.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/modulbau-neuer-haustyp-fuer-die-grosssiedlung-31616846

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:

 

BZ am 20.11.2018: Mietenwahnsinn geht weiter – Berliner Mieten explodieren auch in den alten Arbeiterbezirken

Von 4,30 Euro pro Quadratmeter 1998 auf 9,70 Euro 2018 – die Mietpreise in Berlin haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.

Wie neue Zahlen des Online-Marktplatzes ImmobilienScout24 belegen, sind Friedrichshain, Mitte, Prenzlauer Berg und Grunewald Berlins teuerste Pflaster – mit durchschnittlich mehr als 12 Euro für den Quadratmeter Wohnraum.

Doch die früheren Arbeiterbezirke Neukölln, Wedding, Kreuzberg, Treptow und Tiergarten holen auf. In diesen fünf Ortsteilen stiegen die Mieten in nur einem Jahr um mehr als zehn Prozent. Rekord in der Stadt!

https://www.bz-berlin.de/berlin/berliner-mieten-explodieren-auch-in-den-alten-arbeiterbezirken

Aus der Rubrik “Mieterproteste”:

DER TAGESSPIEGEL am 16.11.2018: Mieter der Karl-Marx-Allee fürchten “Horrorszenario”

Die Deutsche Wohnen bietet den Mietern der 700 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee ihre Wohnungen zum Kauf an – gerne in bar. Der Mieterbeirat lud zum Krisengespräch.

Vor wenigen Tagen fanden etliche Mieter in der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain überraschend ein Kaufangebot für ihre Wohnungen im Briefkasten. Rund 700 Wohnungen werden von der Deutsche Wohnen übernommen. Die vier betroffenen Wohnblöcke befinden sich östlich des Strausberger Platzes. Verkäufer sind Immobilienfonds-Gesellschaften, die von der Predac Immobilien Management verwaltet werden. Der gewählte Mieterbeirat lud eilig zu einer Versammlung ein. Wer in dem Verwaltungsgebäude in der Koppenstraße am Dienstag nun allerdings wütende Proteste erwartet hatte, wurde enttäuscht. Bei der Info-Veranstaltung ging es betont sachlich zu.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/berlin-friedrichshain-kreuzberg-mieter-der-karl-marx-allee-fuerchten-horrorszenario/23641430.html

Aus der Rubrik “Modernisierungen”:

BZ am 10.11.2018: Anwohner fürchten um ihre Existenz

75 Prozent mehr Miete! Wieder Wucher, wieder die Deutsche Wohnen!

Erneut soll ein Berliner Wohnhaus so modernisiert werden, dass die Mieten extrem ansteigen. Die Anwohner fürchten um ihre Existenz. Dieses Mal ist der Häuserblock zwischen Tops- und Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg betroffen.
Und was sagt die Deutsche Wohnen? „Wir haben mit dem Bezirk eine Vereinbarung über den sozialverträglichen Ablauf der Modernisierung getroffen“, sagt Sprecherin Manuela Damianakis. „Die Mieten liegen nach der Maßnahme nicht über 30 Prozent des Einkommens.“ Wer weniger verdient, könne eine Härtefallregelung beantragen.

Aus der Rubrik “Mieterproteste”:

rbb24.de am 09.11.2018: Mietaktivist verteidigt Enteignungskampagne“Die Großkonzerne pressen die Leute aus wie Zitronen”
Wohnungspolitische Aktivisten in Kreuzberg fordern die Enteignung großer Konzerne. Wenn die Wohnungen wieder dem Land gehörten, würden weniger Menschen aus ihren Kiezen verdrängt. Im rbb erklärte Aktivisten-Sprecher Michael Prütz die drastische Maßnahme.Die Berliner Mieterinitiative “Deutsche Wohnen und Co. enteignen” hat ihre Forderung verteidigt, Unternehmen, die mehr als 3.000 Wohnungen besitzen, zu enteignen. “Das sind die Wohnungen, die verschiedene Landesregierungen an internationale Raubritter verscherbelt haben”, sagte Kampagnen-Sprecher Michael Prütz am Donnerstag dem rbb.

Bei der Kampagne “Deutsche Wohnen und Co. enteignen” gehe es darum, dass rund 200.000 Wohnungen wieder in die öffentliche Hand kommen sollten, so Prütz. Die “Deutsche Wohnen” steht im Fokus der Kampagne, weil sie die größte Zahl an Wohnungen in Berlin hält. Der geplante Volksentscheid zielt aber auch auf weitere Unternehmen, die 3.000 oder mehr Wohnungen besitzen.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/11/berlin-kreuzberg-aktivisten-wollen-deutsche-wohnen-enteignen.html

Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:

DER TAGESSPIEGEL am 09.11.2018: Wohnungsbau – Neubauzahlen in Berlin sinken

Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen im Jahr 2017 wurden dieses Jahr weniger Bauanträge genehmigt. Woran liegt das?

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres haben die Berliner Bezirke Anträge für den Bau von 17157 Wohnungen bewilligt. Das sind 3,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei den Neubauten war der Rückgang mit 5,6 Prozent sogar noch höher. Bei den anderen Anträgen handelt es sich nicht um Neubauten, sondern um Umbauten von bereits bestehenden Gebäuden.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnungsbau-neubauzahlen-in-berlin-sinken/23596940.html

Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:

Berliner Zeitung am 08.11.2018: Neubauprojekte – Weniger neue Wohnungen in Berlin genehmigt

In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist in Berlin die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen leicht zurückgegangen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 08.11.2018 mitteilte, wurden von Januar bis Ende September 17.157 Wohnungen genehmigt – das entspricht einem Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Konkret wurden 660 Wohnungen weniger genehmigt.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/neubauprojekte-weniger-neue-wohnungen-in-berlin-genehmigt-31562206

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:

Berliner Morgenpost am 09.11.2018: Preise – Teure Mieten: Menschen fliehen an den Stadtrand
Immer mehr Berliner können sich die Wohnungen in der Innenstadt wegen steigender Mieten nicht mehr leisten.

Und weil angesichts der teuren Preise in der City viele an den Stadtrand und ins Umland ausweichen, steigen nun auch dort die Preise kräftig.

Während es im vergangenen Jahr noch in Neukölln, Marzahn-Hellersdorf und Spandau mit jeweils 7,75 Euro je Quadratmeter und Monat noch drei Bezirke gab, in denen zumindest in einfachen und mittleren Lagen noch unter acht Euro verlangt wurden, liegen die günstigsten Neuvertragsmieten jetzt bei acht Euro. Und das auch nur noch in zwei Bezirken, in Spandau und Neukölln. Marzahn-Hellersdorf hat sich aus dem Kreis der günstigsten Bezirke endgültig verabschiedet. Inzwischen werden dort auch in einfachen Lagen durchschnittlich 8,25 Euro je Quadratmeter und Monat verlangt und gezahlt – 6,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

https://www.morgenpost.de/berlin/article215753365/Steigende-Mieten-Menschen-fliehen-an-den-Stadtrand.html

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:

 

Berliner Morgenpost am 09.11.2018: Wohnungsmarkt – Mieten in Berlin steigen ungebremst

Ein neuer Preisvergleich zeigt: In einfachen und mittleren Wohnlagen kostet der Quadratmeter im Durchschnitt neun Euro.

Seit nunmehr zehn Jahren kennen die Preise am Berliner Wohnimmobilienmarkt nur eine Richtung: steil nach oben. Gegenüber dem Vorjahr sind die Durchschnittsmieten dabei in einfachen und mittleren Wohnlagen um 5,9 Prozent auf neun Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und in besseren Wohnlagen um 5,2 Prozent auf 10,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gestiegen. Das geht aus dem Immobilienpreisservice des IVD Berlin-Brandenburg hervor, der am 08.11.2018 veröffentlicht wurde.

Am günstigsten werden Mietwohnungen aktuell in den einfachen und mittleren Wohnlagen der Bezirke Spandau und Neukölln angeboten – mit jeweils acht Euro je Quadratmeter und Monat.

„In den IVD-Immobilienpreisservice fließen nur Mieten ein, die auch tatsächlich vertraglich vereinbart wurden“, erläutert IVD-Wertermittlerin Katja Giller.

https://www.morgenpost.de/berlin/article215752519/Mieten-in-Berlin-steigen-ungebremst.html