Archiv der Kategorie: Verschiedenes
Aus der Rubrik “Verbraucherstudien”:
Aus der Rubrik “Stadtentwicklungspolitik”:
Berliner Zeitung am 25.10.2018: Verdrängung – Wo im Milieuschutzgebiet Gefahren für Mieter lauern
In den Berliner Milieuschutzgebieten sollen Mieter vor Verdrängung besonders geschützt werden – zum Beispiel dadurch, dass die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erschwert wird. Doch das bundesweite Mietrecht hält für findige Geschäftemacher eine Hintertür offen: Wenn sich Hauseigentümer verpflichten, die Wohnungen innerhalb von sieben Jahren nur den Mietern zum Kauf anzubieten, ist ihnen die Umwandlung zu genehmigen. In der Praxis führt dies dazu, dass Mietwohnungen selbst in Milieuschutzgebieten tausendfach in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.
Aus der Rubrik “Mieterproteste”:
hallo deutschland am 22.10.2018: Luxussanierung und Entmietung in Berlin
Die Hauseigentümer wollen Wohnung für Wohnung im Haus luxussanieren und verkaufen, doch dagegen wehren sich die Mieter. Vor Gericht haben die verbliebenen Mieter alle Klagen gegen ihre Vermieter gewonnen. Für sie steht fest: Sie wollen bleiben.
https://www.zdf.de/nachrichten/hallo-deutschland/luxussanierung-und-entmietung-in-berlin-100.html
Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:
Berliner Zeitung am 22.10.2018: Wohnpreisspiegel – Neubau-Mieten in Berlin bundesweit mit am höchsten
Trotz des anziehenden Wohnungsneubaus in Berlin steigen die Mieten in der Bundeshauptstadt weiter an. Wohnungen mit gutem Wohnwert, die ab 1949 fertiggestellt wurden, verteuerten sich bei der Neuvermietung von 2017 bis zum dritten Quartal 2018 um fünf Prozent auf 10,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche (kalt). Für Neubauten mit gutem Wohnwert kletterten die Mieten beim Abschluss neuer Verträge sogar auf durchschnittlich 14 Euro je Quadratmeter.
Die bis 1948 errichteten Altbauwohnungen, die wegen hoher Räume, Parkettfußböden und Stuck besonders beliebt sind, kosten derzeit im Schnitt rund 10,40 Euro je Quadratmeter. Das geht aus dem am Montag präsentierten Wohnpreisspiegel 2018/2019 des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) hervor.
Aus der Rubrik “Stadtentwicklungspolitik”:
Berliner Morgenpost am 19.10.2018: Gegen Verdrängung – Mitte bekommt drei weitere Milieuschutzgebiete
Im Kampf gegen Verdrängung von Anwohnern aus ihren Kiezen hat der Bezirk Mitte die Einführung weiterer Milieuschutzgebiete beschlossen. Dafür stimmte die Bezirksverordnetenversammlung am Donnerstagabend. Bei den drei neuen Gebieten handelt es sich um den Bereich „Tiergarten-Süd“ zwischen Landwehrkanal und Kurfürstenstraße, den Abschnitt zwischen der Paul- und Thomasiusstraße in Moabit, sowie das Gebiet um die Soldiner Straße zwischen Drontheimer Straße und Grüntaler Straße in Gesundbrunnen. Insgesamt verfügt der Bezirk Mitte nun über zehn Milieuschutzgebiete. Neben den neuen sind dies die Bereiche Birkenstraße und Waldstraße in Moabit. Im Wedding zählen zu den Milieuschutzgebieten die Gegenden um die Kattegatstraße, den Leopoldplatz, die Reinickendorfer Straße, die Seestraße sowie den Sparrplatz.
Aus der Rubrik “Datenschutz”:
Ein Name an der Türe – ist das aus Datenschutzgründen überhaupt noch erlaubt? Diese Frage versetzte Berliner Vermieter am Donnerstag in Panik.
Aus der Rubrik “Stadtentwicklungspolitik”:
Berliner Morgenpost am 17.10.2018 – Klausenerplatz: Milieuschutz soll jetzt beschlossen werden
Nach jahrelanger Diskussion legen die Grünen einen Beschluss für den Milieuschutz vor. Gegen den Willen ihres eigenen Stadtrats.
Obgleich politisch gewollt, begründete Charlottenburg-Wilmersdorfs Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) die Verzögerungen beim Milieuschutz stets mit fehlendem Personal und ausstehenden Untersuchungen. Bevor einzelne Gebiete bestimmt werden, solle zunächst der gesamte Bezirk erneut im Rahmen eines Grobscreenings untersucht werden, sagte er im Mai. Nun kommt allerdings doch schneller Bewegung in die Sache. Auf der kommenden BVV-Sitzung am 18. Oktober soll ein Aufstellungsbeschluss für eine soziale Erhaltungsverordnung eingebracht werden – allerdings nicht wie üblich vom Bezirksamt, sondern von der grünen BVV-Fraktion.
Grüne wollen Umsetzung des Einwohnerantrags vorantreiben
„Der Klausenerplatz Kiez und die angrenzenden Gebiete erfüllen heute auf jeden Fall die Vorgaben für ein Milieuschutzgebiet“, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Grundlage für den Aufstellungsbeschluss seien zum einen die Daten des Grobscreenings von 2013, aber auch die Entwicklung des Wohnungsmarkts, etwa was Anstiege von Miet- und Bodenpreisen betrifft, sagt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Ansgar Gusy. Er will den Vorstoß dabei aber nicht als Handeln gegen den eigenen Stadtrat verstanden wissen. „Die Fraktion wartet nicht und legt den Beschluss vor, weil sie damit die Umsetzung des Einwohnerantrags vorantreiben will, der aufgrund der personellen Situation der Verwaltung noch nicht entsprechend verarbeitet wurde.“
AMV im Radio:
Spreeradio deckt auf am 17.10.2018: «Mietspiegel verteidigen»
https://www.spreeradio.de/jochen-trus-am-morgen/spreeradio-deckt-auf-id184892.html
Aus der Rubrik “Modernisierung”:
Berliner Zeitung am 16.10.2018: Kissingenviertel – Mieter sehen Denkmalschutz durch Modernisierung verletzt
Eine Gruppe Mieter aus dem Kissingenviertel in Pankow ist angetreten, ihre denkmalgeschützte Wohnanlage zu retten. Sie wehren sich gegen eine Modernisierung, die in ihren Augen das Erbe des Schweizer Architekten Otto Rudolf Salvisberg gefährdet.
