Der AMV wünscht einen Guten Rutsch ins Jahr 2018!
Archiv der Kategorie: Verschiedenes
AMV in eigener Sache:
Aus der Rubrik “Stadtentwicklung”:
Berliner Morgenpost am 11.12.2017: Grundstücke – Behördenchaos stoppt Wohnungsbau in Berlin
Grundstücke des Bundes werden nicht bebaut, weil Senat und Bezirke sich nicht auf eine Nutzung einigen können.
Nach dem überarbeiteten “Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030” , den Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) kürzlich vorgelegt hat, müssen bis 2030 insgesamt 194.000 neue Wohnungen entstehen, um die bereits jetzt vorhandene Wohnungsnot sowie das weitere Bevölkerungswachstum zu verkraften. Doch geeignetes Bauland ist knapp und teuer. Umso erschreckender, dass riesige Potenzialflächen im Besitz des Bundes nicht bebaut werden, weil Senat und Bezirke seit Jahren nicht in der Lage sind, ein Nutzungskonzept vorzulegen. Das belegen Protokolle, die den Verhandlungsstand zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und dem Land Berlin wiedergeben.
https://www.morgenpost.de/berlin/article212796503/Berlin-plant-langsamer-als-Baeume-wachsen.html
Aus der Rubrik “Mieterbefragungen”:
Spandauer Volksblatt am 08.12.2017: Deutsche Wohnen präsentiert Ergebnisse ihrer Mieterbefragung
Die Deutsche Wohnen hat von Mitte August bis Ende September 2017 eine Mieterbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen und am 07.12.2017 präsentiert wurden.
Befragt wurden alle Mieter (ohne Gewerbe) in ganz Deutschland. Fast 20 %, d. h. 29.000 Mieter, beteiligten sich an dieser ersten Mieterbefragung der Deutsche Wohnen.
80 % der Befragten mit ihrer Wohnung zufrieden bis sehr zufrieden
„Wir haben jetzt klare Rückmeldung von einer sehr großen Anzahl unserer Kunden zu Kundenservice, Wohnumfeld und Durchführung von Sanierungsmaßnahmen”, so Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen SE. „Über alle Regionen hinweg seien 80 % der Befragten mit ihrer Wohnung zufrieden bis sehr zufrieden, lediglich 4 % seien überhaupt nicht zufrieden”, kommentiert Zahn das Ergebnis der Mieterbefragung. „Es sei sehr wertvoll, nun die Perspektive unserer Mieter zu kennen”, meint Zahn. „Gleichzeitig legten die Ergebnisse auch Schwächen offen. Natürlich kann unsere Strategie, die Kundenorientierung weiter auszubauen, immer noch verbessert werden, indem wir z. B. die Präsenz im Quartier erhöhen”, sagte Zahn.
Reine Charmeoffensive zur Imagepflege oder tatsächliche Verbesserungen?
Es bleibt abzuwarten, ob die Deutsche Wohnen ausschließlich in ihrem ureigensten Interesse sowie für ihre Aktionäre Imagepflege betreiben will und es sich um eine reine Charmeoffensive handelt oder ob tatsächlich Verbesserungen in Zukunft eintreten werden. Der AMV – Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V. ist in seiner Einschätzung äußerst skeptisch, ob es der Deutschen Wohnen tatsächlich um eine Verbesserung ihres Kundenservice geht oder ob die Mieterbefragung und ihre Auswertung nicht nach dem Motto erfolgt sind: „Seht her, uns ist von der Politik, den Mietervereinen und den Medien in den letzten Jahren Unrecht zugefügt worden, unser Unternehmen ist viel besser als unser vermeintlicher Ruf. Unsere Mieter sind mit uns mehr als zufrieden. Das hat eine aktuelle Mieterbefragung ergeben.”
Mieterzufriedenheit bemisst sich nicht allein am Kundenservice
Die Deutsche Wohnen sollte nicht allein an einer Verbesserung ihres Kundenservice arbeiten, sondern ihre soziale Verantwortung als Berlins größter Vermieter wahrnehmen. Hierzu gehört insbesondere die Einhaltung der Mietpreisbremse bei Neuvermietungen, die Anerkennung des Berliner Mietspiegels bei Mieterhöhungen, die Wahrnehmung der Instandhaltungs- und Instandsetzungspflicht sowie der Verzicht auf teure Modernisierungen.
http://www.berliner-woche.de/falkenhagener-feld/bauen/deutsche-wohnen-praesentiert-ergebnisse-ihrer-mieterbefragung-d138872.html
Aus der Rubrik “Klimaschutzpolitik”:
focus.de am 07.12.2017: Vorschrift zu Sanierung – Massiver Widerstand: Was EU gerade plant, wird deutsche Mieter Milliarden kosten
Die EU will die energetische Sanierung in ihren Mitgliedsländern mit einer neuen Vorschrift voran treiben. Doch gerade in Deutschland wäre nicht der Staat, sondern die Mieter betroffen – sie müssten Milliarden für Sanierungen zahlen, die ihnen kaum etwas bringen.
Das europäische Parlament will die EU-Mitgliedsländer mit noch strengeren Sanierungsvorschriften dazu bringen, jährlich drei Prozent aller öffentlichen Wohnungen energetisch und umfassend zu sanieren. Die Wohnungswirtschaft schlägt Alarm: Die neue Regel würde 1,4 Milliarden Euro zusätzlich kosten.
http://www.focus.de/immobilien/mieten/vorschrift-zu-sanierung-massiver-widerstand-was-eu-gerade-plant-wird-deutsche-mieter-milliarden-kosten_id_7952062.html
Aus der Rubrik “Klimaschutzpolitik”:
welt.de am 07.12.2017: Sanierungen – Dieser neue EU-Plan kann für Millionen Mieter teuer werden
Das EU-Parlament will energetische Sanierung zwingend vorschreiben. In Deutschland wären knapp fünf Millionen Mieter betroffen. Eine seltene Allianz will das Vorhaben noch stoppen.
Der zuständige Parlamentsausschuss entschied bereits Ende November, dass künftig jedes Jahr drei Prozent aller öffentlichen Wohnungen, hierzulande also auch die Bestände kommunaler Wohnungsgesellschaften, energetisch umfassend saniert werden sollen. Im Januar soll das Parlament über einen Änderungsantrag für die entsprechende Richtlinie abstimmen.
In einer seltenen Allianz mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) schickte der GdW am Mittwoch einen Brandbrief nach Straßburg mit dem Aufruf an die EU-Parlamentarier, dem entsprechenden Antrag nicht zuzustimmen. In dem Brief, der der WELT vorliegt, heißt es: „In Deutschland könnten die 750 kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen mit 2,3 Millionen Wohnungen von der geplanten verpflichtenden Sanierungsrate betroffen sein.“
Aus der Rubrik “Mieterbefragung”:
Berliner Morgenpost am 07.12.2017 – Berliner Mietmarkt – Deutsche Wohnen-Chef: “Es wird niemand rausmodernisiert”
Die Deutsche Wohnen ist Berlins größter und umstrittenster Vermieter. Im Interview wehrt sich Chef Michael Zahn gegen das Image.
Mit einer groß angelegten Befragung, die das Unternehmen von Mitte August bis Mitte September durchführte, hat das Unternehmen nun die Meinung seiner Mieter abgefragt – mit überraschend positivem Ergebnis. 80 Prozent der Berliner Mieter sind demnach zufrieden mit ihrer Wohnung, immerhin 67 Prozent auch mit der Deutschen Wohnen als Vermieter. An der Befragung haben knapp 20 Prozent der Mieter teilgenommen.
https://www.morgenpost.de/berlin/article212760063/Es-wird-niemand-rausmodernisiert.html
Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:
Berliner Morgenpost am 07.12.2017: Wohnungsmangel – Bausenatorin kämpft für Wohnungen statt Büros in Mitte
Die WBM wollte 160 Wohnungen bauen – wegen Auflagen des Bezirks Mitte plant sie dort jetzt Büros. Die Bausenatorin will das verhindern.
Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) macht sich für ein Wohnhochhaus stark, das die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBM an der Köpenicker Straße plant. Dabei geht es wie so oft in Fragen des Wohnungsbaus um einen Konflikt mit dem Bezirk.
“Wir brauchen die Wohnungsbaugesellschaften als Bauträger für Wohnungen und nicht für Büros”, sagte die Senatorin am 06.12.2017. Der Senat werde sich in die Diskussion einschalten. Die WBM wollte ursprünglich auf einem 40 Meter breiten Streifen vor dem langgestreckten 12-geschossigen Plattenbau östlich der Brückenstraße insgesamt 160 Wohnungen realisieren. Neben einem dreigeschossigen Riegel entlang der Köpenicker Straße ist an der Grundstücksecke ein Punkthochhaus geplant.




