Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Aus der Rubrik “Online-Petitionen”:

Spandauer Volksblatt am 23.11.2017: AMV unterstützt Online-Petition „Mieterhöhungen stoppen – BImA darf Preisspirale nicht künstlich nach oben drücken”

Mieterprotest und Online-Petition

Mieterinnen und Mieter der BImA-Wohnanlagen um die Sundgauer-/Mühlen-Straße und die Lissabon-/Lindenthaler Allee in Berlin Steglitz-Zehlendorf wandten sich am 12.10.2017 in einem Offenen Brief an das Bundesministerium der Finanzen und starteten die Online-Petition „Mieterhöhungen stoppen – BImA darf Preisspirale nicht künstlich nach oben drücken” (https://www.openpetition.de/petition/online/mieter…). Sie fordern angesichts der bundesweiten Wohnungskrise, dass die BIma für ihren Wohnungsbestand nicht die Preisspirale weitertreiben, sondern mit niedrigen Mieten und Verkaufspreisen an Kommunen gezielt gegen die grassierende Wohnungsnot in den Ballungsräumen ankämpfen solle.

AMV fordert Umdenken auf Bundesebene und neue Mietenpolitik

Der AMV – Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V. unterstützt die Forderung der Mieterinnen und Mieter der BImA-Wohnanlagen. Der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen für untere und mittlere Einkommensgruppen in Berlin und anderen Ballungsstädten ist extrem hoch und erfordert ein Umdenken auf Bundesebene und eine neue Mietenpolitik. Mit seinem Wohnungsbestand kann der Bund zumindest dazu beitragen, den momentan angespannten Wohnungsmarkt nicht noch mehr aufzuheizen, indem er auf Mieterhöhungen, die die ortsübliche Vergleichsmiete überschreiten, verzichtet. Die alleinige Orientierung an den gesetzlichen Regelungen entspricht nicht dem Gemeinwohl, der sozialen Verantwortung sowie der Vorbildfunktion, die der Bund haben sollte. Wenn Zwecke des Gemeinwohls – angespannte Wohnungsmärkte – es erfordern, darf sich der Bund nicht verschließen, sondern muss kooperativ und solidarisch sein. Die BIma sollte sich unverzüglich der Kooperationsvereinbarung “Leistbare Mieten, Wohnungsneubau und soziale Wohnraumversorgung” anschließen. Die Bestandsmieten in den 4.817 Wohnungen der BIma sollten künftig um nicht mehr als 2 % pro Jahr steigen. Mieterhöhungen, die in diesem Jahr wirksam wurden, sollten rückwirkend korrigiert werden. Die Modernisierungsumlage sollte auf 6 % begrenzt werden.

http://www.berliner-woche.de/falkenhagener-feld/bauen/amv-unterstuetzt-online-petition-mieterhoehungen-stoppen-bima-darf-preisspirale-nicht-kuenstlich-nach-oben-druecken-d137853.html

Berliner Zeitung am 18.11.2017: Verdrängung – Auch Sozialwohnungen sind vor drastischen Mieterhöhungen nicht sicher

Der Vermieter setzt auf einmal höhere Kosten an als noch vor zwei Jahren. Die zulässige Durchschnittsmiete für die 99 Wohnungen erhöht sich danach von bisher knapp 7,43 Euro pro Quadratmeter auf rund 9,82 Euro pro Quadratmeter kalt.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verdraengung-auch-sozialwohnungen-sind-vor-drastischen-mieterhoehungen-nicht-sicher-28869350

Berliner Zeitung am 17.11.2017: Wohnungsgesellschaften – Hunderte Räumungen wegen Mietschulden

Die rot-rot-grüne Koalition will zwar Wohnungsräumungen wegen Mietschulden bei den landeseigenen Unternehmen vermeiden, doch trotzdem hat es in diesem Jahr bereits 349 Räumungen bei den städtischen Vermietern gegeben.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/wohnungsgesellschaften-hunderte-raeumungen-wegen-mietschulden-28863318

Aus der Rubrik “Liegenschaftspolitik”:

Deutschlandfunk am 14.11.2017: Grundstücksverkäufe und Wohnungsmangel – Wie der Bund an steigenden Mieten mitverdient

Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware in Berlin. Der Stadt fehlt es an geeignetem Bauland für neue Sozialwohnungen, auch weil Bund und Deutsche Bahn ihre Grundstücke zu Höchstpreisen verkaufen.

Die Instone Real Estate GmbH muss Rendite machen. Für knapp 30 Millionen Euro hatte der Investor das Grundstück 2016 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz Bima, gekauft. Das war der Höchstpreis, den der Bund dafür erzielen konnte. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBM wollte das Grundstück ebenfalls kaufen, um darauf Sozialwohnungen zu bauen, unterlag im Bieterverfahren aber deutlich.

Da es in Berlin massiv an bezahlbarem Wohnraum mangelt, sei das Verhalten des Bundes unverantwortlich, sagt die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Lisa Paus:

“Es ist überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum der Bund wie jeder gemeine Privatinvestor nur zu Höchstpreisen verkauft, der Bund hat andere Aufgaben, er hat auch das Gemeinwohl mit zu berücksichtigen. Stattdessen müssen wir erleben, dass der Bund zentraler Mitpreistreiber ist. Dieser Kiez wird umkippen und Schuld daran trägt der Bund mit seiner Höchstpreispolitik.

http://www.deutschlandfunk.de/grundstuecksverkaeufe-und-wohnungsmangel-wie-der-bund-an.1769.de.html?dram:article_id=400637

Aus der Rubrik “Mieterverdrängung”:

Berliner Morgenpost am 15.11.2017: “Es gibt keine Sicherheit mehr”

Furcht vor Verdrängung: Was es für alte Menschen bedeutet, wenn ihre sicher geglaubte Mietwohnung in teures Eigentum umgewandelt werden soll

Seit 40 Jahren und damit sein halbes Leben lang wohnt Wolfgang Hoth in dem Gebäudekomplex Genthiner Straße Ecke Lützowstraße mit rund 100 Wohnungen. Das schmucklose Gebäude, Ende der 70er-Jahre als Sozialbau mit Fördermitteln des Landes Berlin errichtet, ist in den vergangenen Jahren gleich mehrfach verkauft worden, die Sozialbindung ist im vergangenen Jahr ausgelaufen. Seit 2016 ist die Bluerock Ltd. mit Sitz in Manchester Eigentümerin des Gebäudes mit seinen rund 100 Wohnungen. “Seitdem gibt es keine Sicherheit mehr in meinem Leben”, sagt der 80-Jährige, “die Sicherheit, dass meine Frau und ich hier unseren Lebensabend beschließen können.”

https://www.morgenpost.de/berlin/article212546881/Es-gibt-keine-Sicherheit-mehr.html

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:

DER TAGESSPIEGEL am 13.11.2017: Berliner Wohnungsmarkt – Der Stadtrand boomt

Wer im Stadtzentrum keine Wohnung zum Mieten oder Kaufen findet, muss an den Stadtrand ziehen. Doch gerade da steigen die Mieten zur Zeit am meisten.

Mit einem Plus von fast elf Prozent in Spandau kletterten die Mieten von freien Wohnungen dort stadtweit am schnellsten und betragen 7,75 Euro je Quadratmeter und Monat. Dies geht aus dem Marktbericht des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) hervor.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-wohnungsmarkt-der-stadtrand-boomt/20577918.html

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:

Berliner Zeitung am 13.11.2017: Die Mieten steigen und steigen – Neubauziele werden verfehlt

Auf dem Berliner Immobilienmarkt ist auch in diesem Jahr kein Ende des Preisanstiegs festzustellen. Nach Angaben des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) zogen die Mieten für Wohnungen in Standardlagen um 6,3 Prozent auf 8,50 Euro je Quadratmeter an. Wohnungen in Vorzugslagen verteuerten sich um 5,2 Prozent auf zehn Euro je Quadratmeter.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/wohnungsmarkt-die-mieten-steigen-und-steigen—neubauziele-werden-verfehlt-28840016

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:


Berliner Morgenpost am 13.11.2017: Mieten in Berlin
 – Wo Wohnen immer teurer wird

Spitzenreiter bei den Mietzuwächsen ist Spandau. Eigentumswohnungen sind besonders teuer in Mitte. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Für Wohnungssuchende sind dies keine guten Nachrichten: Die Preisrallye auf dem Berliner Wohnungsmarkt hat sich im Jahr 2017 nahezu mit unverminderter Geschwindigkeit fortgesetzt – und eine Entspannung ist auch für 2018 nicht in Sicht. Das geht aus dem aktuellen Bericht 2017/2018 des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) hervor, der am Montag vorgestellt wurde.

Gegenüber dem Vorjahr sind demnach die Angebotsmieten, also die Mieten von auf dem Berliner Markt angebotenen Wohnungen, in einfachen und mittleren Lagen im Durchschnitt um 6,3 Prozent auf 8,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt gestiegen. In guten bis sehr guten Lagen fiel die Steigerung mit 5,2 Prozent auf zehn Euro etwas geringer aus, liegt aber noch deutlich über der allgemeinen Preisentwicklung.

Wie schon in den vergangenen Jahren wiesen die Miethöhen in den zwölf Berliner Bezirken große Unterschiede auf. So müssen Charlottenburg-Wilmersdorfer am tiefsten in die Tasche greifen, wenn sie eine Wohnung anmieten wollen. In den sogenannten Vorzugslagen (gut bis sehr gut) werden durchschnittlich zwölf Euro je Quadratmeter und Monat (nettokalt) aufgerufen. In den Standardlagen (einfach bis mittel) sind es durchschnittlich zehn Euro. Auf Platz zwei folgt Mitte mit zwölf beziehungsweise 9,50 Euro. Am günstigsten werden Mietwohnungen aktuell in Spandau und Marzahn-Hellersdorf angeboten – mit jeweils 8,75 beziehungsweise 7,75 Euro je Quadratmeter und Monat.

Die vergleichsweise günstigen Mietpreise an der Peripherie sind jedoch erheblich unter Druck geraten. Denn die Spitzenreiter bei den Zuwächsen sind laut IVD-Preisspiegel ausgerechnet die einfachen Lagen am Rande der Stadt. In Spandau sind die Mietkosten im Durchschnitt um fast elf Prozent gestiegen, dicht gefolgt von den einfachen bis mittleren Lagen in Reinickendorf und Treptow-Köpenick mit einem Plus von jeweils rund zehn Prozent auf 8,25 Euro.

https://www.morgenpost.de/berlin/article212531473/Wo-Wohnen-immer-teurer-wird.html

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:

Berliner Morgenpost am 13.11.2017: Mieten in Berlin – Drei Zimmer, Küche, Bad – Für viele Familien unerreichbar

Drei Zimmer, Küche, Bad – das wollen viele Familien in Berlin. Doch schon bei der Besichtigung herrscht Massenandrang.

https://www.morgenpost.de/berlin/article212522181/Drei-Zimmer-Kueche-Bad-Fuer-viele-Familien-unerreichbar.html

Aus der Rubrik “Mietenentwicklung”:

Deutschlandfunk am 10.11.2017: Berlin bleibt Rekordstadt bei Mieten-Wachstum

Die Mieten steigen in Berlin weiterhin rasant – deutlich stärker als in anderen großen deutschen Städten.

Für eine Wohnung mittleren Wohnwerts, die nach 1949 erbaut wurde, zahlten Neumieter dieses Jahr im Schnitt 8,75 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter – 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Immobilienverband Deutschland (IVD) mitteilte. Auch bei Altbauten stieg der Neumietpreis in Berlin deutschlandweit am höchsten: Pro Quadratmeter wurden dort nun 7,50 Euro fällig, 5,8 Prozent mehr als 2016.

http://www.deutschlandfunk.de/immobilien-berlin-bleibt-rekordstadt-bei-mieten-wachstum.1939.de.html?drn:news_id=814119