Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:

Berliner Morgenpost am 09.01.2019: Quartier “Waterkant” in Spandau wird ausgebaut

Der Baustadtrat fordert eine Entscheidung über die Verkehrsanbindung der “Waterkant” – sonst droht er, kein Baurecht zu vergeben.

Stadtrat Bewig fordert Entscheidungen über Verkehrsanbindung

“Wir wollen ein Gesamtquartier”, sagte Spandaus zuständiger Baustadtrat Frank Bewig (CDU). Deshalb soll neben Wohnungen auch die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Größtes Thema bleibt dabei die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Und die könnte durchaus zum Knackpunkt werden. Denn ob und wann tatsächlich eine Straßenbahn zur “Waterkant” fahren wird oder die nahe Siemensbahn wieder in Betrieb genommen wird, das ist noch nicht abschließend geklärt.

Er warte jeden Tag darauf, dass die Senatsverkehrsverwaltung einen Beschluss verkünde, wie das Entwicklungsgebiet mit den Tausenden neuen Wohnungen angeschlossen werden soll, so Bewig. “Wenn da nicht in den nächsten Monaten Entscheidungen getroffen werden, kann man das nicht verantworten”, sagte der Stadtrat weiter und kündigte an, er werde kein Baurecht schaffen, wenn die Fragen zur notwendigen Verkehrsinfrastruktur nicht geklärt seien. “Dann werde ich die Reißleine ziehen.”

https://www.morgenpost.de/bezirke/spandau/article216163145/Quartier-Waterkant-in-Spandau-wird-weiterentwickelt.html

Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:

 

Berliner Morgenpost am 07.01.2018: 182 neue Mietwohnungen entstehen an der Mudrastraße

Die Wohnungsbaugesellschaft Degewo investiert 27 Millionen Euro an dem Standort. Einzug Ende 2021 geplant

Die Degewo will an dem Standort 182 neue Wohnungen errichten, die Ende 2021 fertig sein sollen. Auf dem 11.400 Quadratmeter großen Grundstück entstehen insgesamt sieben Mehrfamilienhäuser, die jeweils vier Geschosse hoch sind. Die Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 37 und 80 Quadratmeter groß. Die Degewo investiert etwa 27 Millionen Euro in das Neubauprojekt.

Etwas mehr als die Hälfte der Wohnungen werden zu Mieten von 6,50 Euro pro Quadratmeter nettokalt angeboten. Das wird durch den Einsatz von Wohnungsbaufördermitteln des Landes Berlin möglich. Die frei finanzierten Wohnungen werden durchschnittlich unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Alle Wohnungen sind weitgehend barrierefrei gestaltet. Um den Austausch zu fördern und Nachbarschaften zu stärken, gibt es einen Begegnungsraum für Quartiersaktivitäten. Die Außenanlagen werden mit Spielflächen und Sitzgelegenheiten neu gestaltet.

https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article216154093/182-neue-Mietwohnungen-entstehen-an-der-Mudrastrasse.html

Aus der Rubrik “Meinungsumfragen”:

DER TAGESSPIEGEL am 08.01.2018: Civey-Umfrage für den Tagesspiegel
Mehrheit der Berliner für Enteignung von Großvermietern

Eine Umfrage für den Tagesspiegel zeigt große Sympathien für eine Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen – vor allem bei Wählern von SPD, Linken und Grünen.

Ein Volksbegehren zur Enteignung der Deutschen Wohnen und anderer Immobilienkonzerne in Berlin, das im Frühjahr mit einer Unterschriftensammlung starten soll, wird von den Berlinern mehrheitlich unterstützt. 54,8 Prozent der Bevölkerung finden es richtig, „dass es Bestrebungen gibt, Großvermieter gegen Entschädigung zu enteignen“. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des Tagesspiegels. Die wurden vom 21. Dezember bis 7. Januar erhoben.

Besonders große Sympathien für die Initiative gibt es bei den Wählern der Berliner Koalitionsparteien Linke, SPD und Grüne. Im Osten der Stadt ist die Zustimmung höher als im Westen. Von Studierenden und Rentnern, also Menschen mit oft schmalem Geldbeutel, wird die Enteignungsaktion besonders unterstützt. Gleiches gilt für die Bevölkerung in den dicht besiedelten Stadtgebieten.

Vor zwei Monaten hatte die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ihren Vorschlag für ein „Vergesellschaftungsgesetz“ der Senatsinnenverwaltung vorgelegt, die für Volksbegehren zuständig ist. Die Behörde ist nun verpflichtet, eine Kostenschätzung für die geforderte Enteignung aller privaten Wohnungsunternehmen vorzulegen, die mindestens 3000 Wohnungen besitzen.

Sobald diese Schätzung vorliegt, kann die Sammlung von mindestens 20.000 Unterschriften – als erste Stufe einer Volksabstimmung – starten. „Anfang April wollen wir beginnen“, sagte ein Sprecher der Initiative, Rouzbeh Taheri, dem Tagesspiegel. Bis zum März sollen Gespräche mit weiteren Mietervereinen, mit Gewerkschaften und Parteien geführt werden.

Aus der Rubrik “Prognosen”:

 

Berliner Zeitung am 02.01.2019: Prognose für den Wohnungsmarkt – Das kommt auf die Berliner Mieter 2019 zu

Die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt bleibt auch im neuen Jahr angespannt. Die Mieten für freie Wohnungen steigen unvermindert an. Und mit dem neuen Mietspiegel, der im Frühsommer dieses Jahres erscheinen soll, müssen sich auch Haushalte in bestehenden Mietverhältnissen auf weitere Kostensteigerungen einstellen. Immerhin bringt die Novelle des bundesweiten Mietrechts, die zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, auch ein paar Verbesserungen für Mieter.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/prognose-fuer-den-wohnungsmarkt-das-kommt-auf-die-berliner-mieter-2019-zu–31813638

Aus der Rubrik “Stadtplanungspolitik”:

 

Berliner Morgenpost am 12.12.2018: Mitte verschärft Mieterschutz beim Vorkaufsrecht

Mitte hat für zwei Häuser in Wedding Abwendungsvereinbarungen mit Mietpreisbremse geschlossen. Ein Signal an die Immobilienbranche.

Der Bezirk Mitte hat mit dem Käufer zweier Wohnhäuser im Wedding Abwendungsvereinbarungen geschlossen. Zuvor hatte das Bezirksamt beschlossen, für die Gebäude auf dem Grundstück Antonstraße 26/Maxstraße26 und an der Triftstraße 56 das Vorkaufsrecht auszuüben, nachdem das Immobilienunternehmen Akelius diese erworben hatte.

Die Abschlüsse bedeuten ein Novum für Berlin: Erstmals hat eine Immobilienfirma in der Abwendungsvereinbarung vertraglich zugesagt, in Zukunft die Regelungen der Mietpreisbremse bei der Neuvermietung einzuhalten. Danach darf die Miete höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Bisher war diese Regelung in den Abwendungsvereinbarungen in Berlin nicht vorgesehen. Besitzer konnten dann nach einem Mieterwechsel die Miete beliebig hoch ansetzen.

https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article215999485/Mitte-wendet-beim-Mieterschutz-schaerfere-Regeln-an.html

Aus der Rubrik “Stadtentwicklungspolitik”:

 

Spandauer Volksblatt am 10.12.2018: Wieder weniger Mietwohnungen

Abgeordnete fordert erneut Milieuschutzgebiete in Spandauer Wilhelmstadt

Das Risiko für steigende Mieten ist in der Neustadt und Wilhelmstadt unverändert hoch. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen auf eine Anfrage der Spandauer SPD-Abgeordneten Bettina Domer hervor.

67 Mietwohnungen wurden dort neuerlich in Eigentum umgewandelt. Spandau hat seit Jahresbeginn weitere 110 Mietwohnungen verloren, weil sie zu Eigentum wurden. Für 643 Wohnungen wurden sogenannte Abgeschlossenheitsbescheinigungen beantragt. Diese sind nötig, wenn ein Hausbesitzer etwa ein vermietetes Mehrfamilienhaus in Eigentumswohnungen aufteilen will. Spitzenreiter bei den Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen sind die Adamstraße in der Wilhelmstadt (43) und die Kurstraße in der Neustadt (24).

Mehr Umwandlung in Eigentum

Die neuerlichen Zahlen zeigen, dass das Interesse an Eigentumswohnungen in Spandau steigt. 2017 lagen wie berichtet lediglich 51 Umwandlungsanträge vor. Für Bettina Domer ist der Anstieg alarmierend. Weshalb die Abgeordnete erneut Milieuschutzgebiete für die Wilhelmstadt und Neustadt fordert. „Damit Luxussanierungen und drastische Mietsteigerungen verhindert werden können.“

Die Sorge um Gentrifizierung aufgrund drastischer Mieterhöhungen und dem weiteren Verlust von Mietwohnungen treibt die Spandauer schon länger um. Zu Recht, denn selbst in einfachen Wohnlagen sind die Mieten hier laut Immobilienverband IVD Berlin-Brandenburg zuletzt um fast elf Prozent auf 7,75 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Die Linksfraktion forderte darum bereits im Februar 2017 in der BVV ein Grobscreening vom Bezirksamt zur Ermittlung potenzieller Milieuschutzgebiete in Spandau.

Runder Tisch Milieuschutz

Anfang 2018 gründete sich dann der „Runde Tisch Milieuschutz“. Das Grobscreening lässt derweil auf sich warten. Vorliegen sollten die Prüfergebnisse bis Ende dieses Jahres. Nun soll es erst im Januar einen Zwischenbericht im Stadtentwicklungsausschuss geben. „Wir rechnen damit, dass uns dann im März die Untersuchungsergebnisse vorliegen“, sagt Ausschussvorsitzende Ina Bittroff. „Zeit wird’s“.

https://www.berliner-woche.de/spandau/c-bauen/abgeordnete-fordert-erneut-milieuschutzgebiete-in-spandauer-wilhelmstadt_a192367

Aus der Rubrik “Immobilienspekulation”:

 

Berliner Morgenpost am 10.12.2018: Kampf um die Karl-Marx-Allee

Im Internet wird die erste Wohnung für knapp eine Million Euro zum Kauf angeboten. Unklar ist, wer sie verkauft. Hunderte protestieren.

Am Sonntag demonstrierten mehrere Hundert Menschen vor der SPD-Parteizentrale für die Rekommunalisierung. Gleichzeitig tauchte das erste Angebot auf. „Einmalige Paradewohnung in beliebtem Stalinbau mit beeindruckender 120 qm großer Terrasse“, lautet der Titel. Die Wohnung selbst soll 137 Quadratmeter groß sein und 988.000 Euro kosten. Hinzu kommen Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Kosten für den Notar sowie für den Grundbucheintrag. Der gesamte Kaufpreis liegt bei 1,14 Millionen Euro.

Deutsche Wohnen will nicht hinter dem Angebot stecken

Laut Exposé wurde die Wohnung im zweiten Stock der Karl-Marx-Allee 91 im vergangenen Jahr saniert und soll sofort bezugsfertig sein. Unklar ist aber, wer sie verkauft. Das Maklerbüro „Fantastic Frank“ war am Sonntag unter der angegebenen Telefonnummer nicht erreichbar. Eine Sprecherin der Deutsche Wohnen teilte hingegen mit: „Wir haben das nicht im Vertrieb.“ Auch sie wisse nicht, wer der Verkäufer sei. Entweder sei es kein ernsthaftes Angebot oder ein Mieter habe von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und verkaufe nun weiter.

https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article215978573/Kampf-um-die-Karl-Marx-Allee.html

Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:

 

Berliner Zeitung am 26.11.2018: Neue Studie – Wohnungsbauprogramm droht an Baukräftemangel zu scheitern

Das ehrgeizige Wohnungsbauprogramm Berlins droht an fehlenden Baukapazitäten zu scheitern. Das geht aus einer Studie hervor, die die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften in Auftrag gegeben haben. Selbst wenn die Baufirmen die Zahl der Beschäftigten jährlich um fünf bis zehn Prozent erhöhen sollten, reiche das lediglich aus, um die Zahl der neu errichteten Wohnungen von rund 15.700 im vergangenen Jahr auf etwas mehr als 17.000 in diesem Jahr zu steigern, heißt es in der Untersuchung, die vom Analysehaus Bulwiengesa und dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer erarbeitet wurde.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/neue-studie-wohnungsbauprogramm-droht-an-baukraeftemangel-zu-scheitern-31652332

Aus der Rubrik “Modernisierung”:

Berliner Morgenpost am 22.11.2018: Mieten in Prenzlauer Berg
75 Prozent teurer: Deutsche Wohnen saniert Mauerpark-Häuser

Die Siedlung an der Topsstraße soll 2019 modernisiert werden. Anwohner befürchten drastisch steigende Mieten und Verdrängung.

Leben statt Luxus! Hände weg vom Hof! Wir bleiben! Die Botschaften auf den selbst gebastelten Protestplakaten sind kurz – die Ängste der Menschen, die sie nach oben halten, groß. Eine Mieterinitiative aus der Wohnanlage an der Topsstraße hat einem Sanierungsprojekt im kommenden Jahr den Kampf angesagt. Es geht um 256 Wohnungen aus den 30er-Jahren im Block zwischen Topsstraße, Schönhauser Allee und Eberswalder Straße im Besitz der Deutsche Wohnen. Ein Ensemble, das eine Modernisierung durchaus vertragen kann – da kommen die Bewohner und die Eigentümergesellschaft durchaus überein. „Aber das Ergebnis ist für die jetzigen Mieter kaum bezahlbar“, befürchtet Anwohnersprecher Rolf Gruber.

https://www.morgenpost.de/bezirke/pankow/article215843293/75-Prozent-teurer-Deutsche-Wohnen-saniert-Mauerpark-Haeuser.html

Aus der Rubrik “Wohnungsbau”:

Berliner Morgenpost am 22.11.2018: Wohnungsbau – Streit um Anzahl der geförderten Wohnungen in Lichterfelde

Verzögerung beim Bauprojekt zwischen Osdorfer Straße und den Bahngleisen in Lichterfelde Süd – Bausenatorin zieht das Projekt an sich.

Der städtebauliche Vertrag für etwa 2000 Wohnungen und 420 Reihen- und Doppelhäuser in Lichterfelde Süd ist unterschrieben. Die Groth-Gruppe, die das Grundstück zwischen Osdorfer Straße und den Bahngleisen 2012 erworben hat, wollte in die Realisierung des Bauprojekts gehen. Jetzt kommt es offenbar zu neuen Verzögerungen. Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) wolle das Bauprojekt an sich ziehen, heißt es in einer am 21.11.2018 veröffentlichten Erklärung der CDU-Abgeordneten Cornelia Seibeld und Christian Gräff.

Das habe die Senatorin in der vergangenen Parlamentssitzung in der Fragestunde angekündigt, erläutert Gräff. Hintergrund sei ein Beschluss der Bezirksverordneten, die Zahl der Eigenheime auf 650 zu erhöhen. Das wolle die Senatorin nicht. „Frau Lompscher möchte dagegen eine an die Thermometersiedlung grenzende und für die Region nicht verträgliche zweite Hochhaussiedlung mit der Brechstange durchsetzen“, erklären Seibeld und Gräff.

https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article215847157/Streit-um-Anzahl-der-gefoerderten-Wohnungen-in-Lichterfelde.html