Archiv der Kategorie: AMV im Lichte der Presse

AMV im Lichte der Presse:

Berliner Abendblatt am 30.10.2019 – Berlin-Staaken: Protest gegen Mieterhöhungen
 
Gewobag will vom Voreigentümer ADO festgelegten Steigerungen beibehalten.Kurz vor dem Verkauf von rund 5.800 Wohneinheiten in Spandau und Reinickendorf durch die ADO Properties S.A. an die landeseigene Gewobag hatten Staakener Mieter einen Brief erhalten. Darin kündigte die ADO an, die Miete zum 1. November, also einen Monat vor der Übernahme durch die Gewobag, zu erhöhen. Der Vorstand des landeseigenen Wohnungsunternehmens erklärte nun, die Steigerung beizubehalten. Die Ankündigung stößt auf Kritik.

Mietendeckel missachtet„Es kann moralisch nicht sein, dass die Gewobag bei den ADO-Objekten in den Genuss von Mieten kommt, die nach dem Beschluss vom Juni über den Berliner Mietendeckel wirksam werden und diesen damit unterlaufen“, sagt Marcel Eupen, 1. Vorsitzender des AMV. Hier komme es zu einer nicht hinnehmbaren Schlechterstellung der „Gewobag-Neumieter“ im Vergleich zu den „Gewobag-Altmietern“. Eupen: „Wir erwarten von der Gewobag die unverzügliche Rücknahme aller Mieterhöhungen, damit Neumieter von Anfang an in den Genuss der Vorteile kommen, die die Altmieter wegen der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land und den sechs städtischen Wohnungsunternehmen sowie des Mietendeckelbeschlusses haben.“

Der von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) mit der Gewobag vereinbarte Kompromiss, auf Klageverfahren zu verzichten, helfe nur den Mietern, die dem Mieterhöhungsverlangen widersprochen haben“, so die Bundestagsabgeordnete Helin Evrim Sommer (Die Linke). Eine Gewobag-Sprecherin erklärte, maßgeblich seien die zum 1. Dezember „rechtswirksamen Mieten“. Verlässliche Aussagen über die Anzahl der Mieterhöhungen seien erst in den kommenden Monaten möglich, hieß es.

AMV im Lichte der Presse:

 

Berliner Morgenpost am 24.10.2019: Streit um Mieterhöhungen an der Heerstraße Nord

Vor dem Verkauf der Ado-Wohnungen an die Gewobag wurden bei einigen Bewohnern die Mieten erhöht. Auch Asbest sorgt für Diskussionen.

Nur wenige Wochen, bevor bekannt wurde, dass das landeseigene Wohnungsbauunternehmen Gewobag rund 3400 Wohnungen im Kiez Heerstraße Nord in Spandau kauft, haben dort einige Mieter unerfreuliche Post bekommen.

Anfang August forderte der bisherige Besitzer, Ado Properties, von einem Teil der Bewohner eine höhere Miete – und das nach dem eigentlichen Mietenstopp am 18. Juni, als der Senat die Eckpunkte für den Mietendeckel beschlossen hatte.

Zudem sorgt nun ein weiteres Thema für Diskussionen: die Asbest-Belastung der gekauften Wohnungen. Auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Otto erklärte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, es sei damit zu rechnen, dass die angekauften Bestände baujahresbedingt zumindest teilweise asbestbelastet sind, genaue Informationen zum Anteil lägen dem Senat aber noch nicht vor.

Anwohner an der Heerstraße Nord wussten bereits seit 2013 von Asbest

Im Kiez Heerstraße Nord wurden die Bewohner der – damals noch zur GSW gehörenden – Wohnungen, aber schon 2013 in einem Schreiben über asbesthaltige Bodenbeläge und Kleber informiert. Freiwerdende Wohnungen sowie Wohnungen, wo Mieter es verlangen, würden seither zudem asbestsaniert.

„Dass das eine Asbest-Siedlung ist, wissen viele“, sagt Marcel Eupen, Sprecher des Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbunds (AMV). Ein Telefonat hätte genügt, um genaue Auskünfte zu erhalten.

Ado forderte im August 15 Prozent mehr Miete

Mit Unverständnis reagiert Eupen auch auf die ausgesprochenen Mieterhöhungen. Anfang August wurde einigen Anwohnern aus dem Viertel von der Ado mitgeteilt, dass ihre Miete unter der ortsüblichen liege, sodass eine Mieterhöhung gerechtfertigt sei. Der„Tagesspiegel“ hatte zuerst darüber berichtet.

In einem Schreiben, das auch der Berliner Morgenpost vorliegt, soll eine Bewohnerin aus einem Ado-Wohnhaus an der Heerstraße ab dem 1. November 15 Prozent mehr bezahlen, sofern sie nicht bis Ende Oktober widerspricht.

Da der AMV in der Großwohnsiedlung auch eine vom Bezirk beauftragte, kostenlose Mieterberatung anbietet, berichtet Eupen, dass zu ihm bislang 40 bis 50 Anwohner gekommen seien, mit ähnlichen Schreiben und Forderungen für Mieterhöhungen. Und tatsächlich würden viele ab November die höhere Miete bezahlen. „Wir haben das ganz normal anhand des Mietspiegels geprüft“, sagt Eupen. „Zwar gibt es einen Beschluss für den Mietendeckel, aber es gibt noch kein Gesetz.“

Dennoch fordert Eupen, dass die Gewobag die Mieterhöhungen – auch die, denen die Mieter nicht widersprochen haben – zurücknimmt, wenn sie im Dezember die Wohnungen übernimmt. „Ansonsten kommt es zu einer Ungleichbehandlung zwischen den ,Gewobag-Neumietern’ und den ,Gewobag-Altmietern’“, sagt er. Denn die Altmieter sind nach dem 18. Juni von Mieterhöhungen verschont geblieben.

https://www.morgenpost.de/bezirke/spandau/article227453941/Streit-um-Mieterhoehungen-an-der-Heerstrasse-Nord.html

AMV im Lichte der Presse:

DER TAGESSPIEGEL am 22.10.2019: Mietenpolitik des Senats – Streit um Mieterhöhungen bei der Gewobag

SPD-Fraktionschef Saleh und Bundespolitiker fordern vom Senat, Mieterhöhungen bei künftig landeseigenen Gewobag-Wohnungen zurückzunehmen.

Die jüngst erteilten Mieterhöhungen bei Wohnungen der Ado, die von der landeseigenen Gewobag gekauft wurden, haben den Senat am 22.10.2019 beschäftigt. SPD-Fraktionschef Raed Saleh, der selbst in einer dieser Wohnungen aufwuchs, hat im Senat „Lösungen“ zugunsten der Mieter angemahnt. Wie am Montag berichtet, will die Gewobag an den Mieterhöhungen festhalten, die vor der mutmaßlichen förmlichen Übergabe am 1. Dezember ausgesprochen wurden und rechtmäßig sind. Die Firma ADO ist von der Rechtmäßigkeit der Mieterhöhungen überzeugt. Saleh dagegen meint, diese verstoßen gegen den Beschluss zum Mietendeckel des Senats, der seit Juni gilt. Besonders brisant ist der Fall, weil Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) bisher nur versicherte, rechtliche Maßnahmen gegen solche Mieter nicht durchzuführen, die der vor Wochen ausgesprochenen Mieterhöhung nicht zustimmten. Wer sich dagegen nicht wehrte, müsste die höhere Miete bezahlen.

„Wer aus Angst zustimmte, darf nicht bestraft werden“

SPD-Fraktionschef Raed Saleh brachte die Mieterhöhungen der ADO im Gewobag-Bestand, von denen er aus dem Tagesspiegel erfuhr, am Dienstag im Senat zur Sprache. Dem Vernehmen nach wurde kontrovers über das Thema diskutiert. „Für Mieter, die der Erhöhung schon zugestimmt haben, erwarte ich von der Gewobag und dem Senat eine mieterfreundliche Regelung, das kann nur eine Rücknahme der Mieterhöhung aus Kulanz oder wegen Härtefällen der Fall sein“. Im Übrigen unterstütze er „den Weg der Senatorin“. Wie berichtet hatte Lompscher auf Tagesspiegel-Anfrage die Mieter dazu aufgefordert, die Mieterhöhungen nicht zu unterschrieben. Zurücknehmen wollte die Linken-Politikerin diese aber nicht. Saleh sieht das anders: „Wer aus Angst vor den Anwälten der Vermieter schon unterschrieben hatte, darf dafür nicht bestraft werden“. Denn „am Ende sind das unsere Hütten.“. Saleh wies ferner darauf hin, dass seit 18. Juni mit dem Senats-Beschluss zum Mietendeckel-Gesetz ein Verbot für die Erhöhung von Mieten gelte. Die Erhöhung sei daher ein „Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot“.

Bundestagsabgeordneter Schulz fordert „schnelle Korrektur“

„Die Gewobag muss ihre Haltung ganz schnell korrigieren – oder zur Not vom Senat dazu angewiesen werden“, forderte auch Swen Schulz, gewählter SPD-Bundestagsabgeordnete aus Spandau. Natürlich müsse es auch in diesem Quartier eine Gleichbehandlung aller Mieter geben, erst recht bei einer bald landeseigenen Siedlung. Diejenigen, die der Mieterhöhung schnell zugestimmt haben, „weil sie nicht so wehrhaft sind oder den juristischen Kenntnisstand haben, sind eher die braven Bürger, die den meisten Schutz brauchen“. Genau das sei einer der Gründe, warum die Wohnungen in öffentlichen Besitz geholt würden. Daher „muss es natürlich eine rechtliche Lösung geben, damit die höheren Mieten nicht gezahlt werden müssen.

Linke Sommer warnt vor „Unterlaufen des Mietendeckels“

Auch aus der eigenen Partei gab es Kritik an dem von Katrin Lompscher (Linke) vorgeschlagenen Kompromiss, wonach lediglich auf Klagen verzichtet wird, aber die Mieterhöhung nicht zurückgenommen wird: Dann werde es „Mieter 1. und 2. Klasse geben. Das darf nicht sein“, sagte Helin Evrim Sommer, für die Linke im Bundestag. Sommer weiter: „Ich fordere die Geschäftsführung der Gewobag nachdrücklich dazu auf, die ausgesprochenen Mieterhöhungen für unwirksam zu erklären und zurückzunehmen. Das habe ich auch in einem Brief an den Vorstand der Gewobag verlangt.“ Von einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft, die dem Gemeinwohl verpflichtet sei, erwarte sie ein entsprechendes Handeln „und nicht, dass sie das anstehende Gesetz zum Mietendeckel unterläuft.“

„Politisch instinktlos“ nennt der AMV die Mieterhöhungen

„Politisch instinktlos“ nannte Marcel Eupen vom Alternativen Mieter und Verbraucherschutzverein „das Festhalten an den ADO-Mieterhöhungen“. An den Verein hatten sich zahlreiche Mieter gewandt, die im August Mieterhöhungen erhalten hatten, denen sie bis Ende des Monats schriftlich zustimmen sollen – unter Androhung rechtlicher Schritte im Falle von Weigerung. Eupen zufolge „wurden die Mieterhöhungen von der ADO zum 1.November 2019 ausgesprochen. Die Übernahme durch die Gewobag soll zum 1. Dezember 2019 erfolgen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/mietenpolitik-des-senats-streit-um-mieterhoehungen-bei-der-gewobag/25142528.html

AMV im Lichte der Presse:

DER TAGESSPIEGEL am 21.10.2019: Senatorin Lompscher duldet Mietsteigerung

Ado erhöhte Mieten kurz vor dem umstrittenen Immobilienverkauf an Gewobag. Senatorin Lompscher belässt es dabei.

Viel Geld bezahlt – und jetzt noch niedrigere Mieteinnahmen als geplant? Der umstrittene Deal der Gewobag, die der privaten Firma Ado knapp 6.000 Wohnungen abkaufte und dafür 920 Millionen Euro bezahlte, bringt nun die Mieter der Objekte und die Senatorin für Stadtentwicklung auf.

Kurz vor der förmlichen Übergabe der Immobilien in kommunalen Besitz treten zahlreiche Mieterhöhungen in Kraft. Erhöht wurden die Mieten trotz Mietenstopp, den der Senat per Mietendeckel-Beschluss im Juni herbeiführte.

Mehr Miete zahlen soll etwa Regina V. aus der Heerstraße 364. Sie erhielt am 2. August ein Schreiben von der Ado Immobilien Management, wonach sie „seit 15 Monaten unverändert“ dasselbe zahle und weniger als die „ortsübliche Vergleichsmiete“. Als Grundlage wird der im Mai beschlossene „Mietspiegel 2019“ genannt. Dieser rechtfertige im Fall der Wohnung an der Heerstraße eine „Mieterhöhung um 15 Prozent“.

Auch Mieter anderer Häuser im Quartier „Heerstraße Nord“, das ursprünglich der landeseigenen GSW gehörte, erhielten Mieterhöhungen. Die Heerstraße Nord gilt als sozialer Brennpunkt mit niedrigen Einkommen. Die Mieterhöhungen treten am 1. November in Kraft, bis Ende diesen Monats müssen die Mieter zustimmen.

Bei der landeseigenen Firma hieß es auf Anfrage: „Diese Mieterhöhungen waren der Gewobag nicht bekannt.“ Geplant sei die Übernahme für den 1. Dezember. Dann werde „die rechtliche Wirksamkeit vereinbarter Mieterhöhungen“ geprüft.

Gewobag-Chefin Szena Michaelis hatte sich aber in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ festgelegt: „Wenn der Mieter der Erhöhung zugestimmt hat und sie ist rechtswirksam, dann gilt diese Miete auch. Für uns ist maßgeblich, was am 1. Dezember 2019 wirksam ist.“ Sie bleibe dabei, hieß es auf Anfrage.

Auf Konfliktkurs geht sie damit zur Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher. Die Linken-Politikerin sagte auf Tagesspiegel-Anfrage: „Die von der Ado Properties ausgesprochenen Mieterhöhungsverlangen laufen den Zielen des Gesetzesvorhabens für einen Mietendeckel zuwider.“

Wer Mieterhöhung ignorierte, muss auch nicht zahlen

Lompschers Kompromiss: „Mit der Geschäftsführung der Gewobag wurde vereinbart, dass bei Mietern, die den Erhöhungen bis zur Übernahme der Bestände am 1. Dezember nicht zugestimmt haben, kein Verfahren eingeleitet und die Mieterhöhungen somit nicht wirksam werden“.

Schlechte Nachrichten sind das für die vielen Haushalte, deren Mieter aus Angst wegen der Drohung der Ado-Geschäftsführung, sie vor Gericht zu zerren, die Mieterhöhung hingenommen haben. Nur wer das Risiko des Widerspruchs auf sich nahm, wird belohnt.

Nicht mal der Berater beim Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbund, Marcel Eupen, der viele Fälle bearbeitet, riet Mietern bisher zum harten Kurs: „Wir können Mietern nicht das Risiko von Gerichts- und Anwaltskosten aussetzen, wenn diese Mieterhöhungen nach dem Mietspiegel gültig sind.“ Mit der Erklärung der Senatorin sei das nun anders, doch diese komme für die meisten Mieter zu spät.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/senatorin-lompscher-duldet-mietsteigerung-auch-gewobag-erhoeht-mieten/25139646.html

AMV im Lichte der Presse:

 

Spandauer Volksblatt am 09.10.2019: AMV erweitert seine Beratung

Falkenhagener Feld. Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) hat sein Beratungsangebot um eine Versicherungssprechstunde erweitert. Diese findet ab dem 21. Oktober immer montags von 18 bis 19 Uhr im Bürgerbüro an der Westerwaldstraße 9A statt. Ein Versicherungsexperte informiert zu allen Problemen rund um die Rechtsschutzversicherung, private Haftpflicht, Hausrats-, Unfall- und Krankenversicherungen, zur Altersvorsorge und zur Gruppenmietrechtsschutzversicherung.

https://www.berliner-woche.de/falkenhagener-feld/c-soziales/amv-erweitert-seine-beratung_a235132

AMV im Lichte der Presse:

 

Spandauer Volksblatt am 07.10.2019: Stammtisch zu stabilen Mieten

Wilhelmstadt. Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) lädt wieder zum Mieter- und Verbraucherstammtisch ein. Der findet am Mittwoch, 16. Oktober, um 19.30 Uhr im Stadtteilladen an der Adamstraße 39 statt. Diesmal geht es um „Stabile Mieten und bezahlbares Wohnen für Berlin“. Der Spandauer Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Kai Wegner, wird zum Thema referieren, den „Masterplan Wohnen“ seiner Partei für mehr Wohnungsneubau vorstellen und Fragen beantworten. Außerdem will die CDU ein Berliner Mietergeld einführen. Konkret soll das Wohngeld auf Mieter mit mittleren Einkommen wie Polizisten oder Krankenschwestern ausgeweitet werden. Ein Singlehaushalt soll dann den Zuschuss bis zu einem Monatseinkommen von 1800 Euro beziehen können. Bisher liegt die Obergrenze je nach Fall zwischen 1000 und 1400 Euro. Auch darüber wird am Stammtisch informiert.

https://www.berliner-woche.de/wilhelmstadt/c-politik/stammtisch-zu-stabilen-mieten_a234577

AMV im Lichte der Presse:

 

Spandauer Volksblatt am 27.08.2019: AMV feiert Geburtstag

28. September 2019

10:00 – 13:00 Uhr

Klubhaus Falkenhagener Feld in Spandau, Westerwaldstraße 13, 13589 Berlin 

Falkenhagener Feld. Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) wird im September fünf Jahre alt. Ein Grund zum Feiern also. Deshalb lädt der Mieterverein alle Spandauer am 28. September ins Klubhaus an der Westerwaldstraße 13 ein. Der Geburtstag steht unter dem Motto „Für sozial gerechtes Wohnen und Leben“. In diesem Sinne stellt sich der Verein näher vor, gibt Einblicke in seine Arbeit, zieht Bilanz und schaut nach vorne. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich ebenfalls angekündigt. Los geht es um 10 Uhr. Für Speis und Trank ist gesorgt.

https://www.berliner-woche.de/event/falkenhagener-feld/c-information/amv-feiert-geburtstag_e83260

AMV im Lichte der Presse:

 

Spandauer Volksblatt am 10.09.2019: Bis Oktober keine Mieterberatung

Hakenfelde. Im Seniorentreff am Hohenzollernring 105 dauern die Bauarbeiten länger als geplant. Deshalb fallen die Mietersprechstunden des Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbundes (AMV) dort bis zum 2. Oktober ersatzlos aus. Denn so lange dürften sich die Bauarbeiten wohl noch hinziehen. Die Maßnahme sollte eigentlich Mitte August beendet sein. Die Malerfirma muss aber noch ausbessern. Der AMV berät Mieter im Seniorentreff im Auftrag des Bezirksamts kostenfrei und ohne Mitgliedschaft.

https://www.berliner-woche.de/hakenfelde/c-soziales/bis-oktober-keine-mieterberatung_a231610

AMV im Lichte der Presse:

 

staaken.info am 03.09.2019 – Abrechnungen überprüfen lohnt sich:

Satt Geld zurück von Gewobag …

… gibt es für alle 317 Wohneinheiten des großen Gewobag-Wohnblocks von der Heerstraße Ecke Semmelländerweg bis einschließlich der 128 Wohnungen des Seniorenwohnhauses Heerstraße 455 am Südwestende der Großwohnsiedlung, kurz vor Amalienhof und dem neuen Hahneberg.

Wie der Spandauer Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund AMV mitteilt, wurde die Gesamtrechnung der Verbrauchskosten 2018 für die Nachtspeicheröfen im Wohnblock Heerstraße 435-453 bzw. Semmelländerweg 10-18 um sage und schreibe 109.500 Euro und 19 Cent bzw, um 28.620,53 EUR beim Seniorenwohnhaus nach unten korrigiert. Schuld sind fehlerhafte Berechnungen von Vattenfall für den Nachtspeicherstromverbrauch in dem 1974 fertiggestellten Gebäuderiegel der Gewobag, auf der Südseite der Heerstraße.

In den Genuss der Gutschriften kommen übrigens sämtliche betroffene Mieter*innen der Gewobag in dem Gebiet, nicht nur diejenigen, die z.B. nach Besuch der vom Bezirksamt unterstützten Mieterberatung des AMV – immer montags von 16-18 Uhr im Stadtteilzentrum Obstallee 22 E – einen entsprechenden Widerspruch eingelegt haben.

https://www.staaken.info/2019/09/satt-geld-zurueck-von-gewobag/

AMV im Lichte der Presse:

 

taz.de am 13.08.2019: Berlins Asbest bleibt länger

Schneckentempo: Das Ziel des Senats, bis ins Jahr 2030 asbestfrei zu sein, droht zu scheitern.

Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) hat die schleppende Umsetzung der Asbeststrategie durch den Senat kritisiert. In einer Mitteilung vom Montag hieß es, der Bearbeitungsstand der Strategie „Gesund und asbestfrei wohnen in Berlin“ sei „absolut ungenügend“. Mache der Senat in diesem „Schneckentempo“ weiter, werde Berlin „im Jahr 2030 nicht asbestfrei sein“.

Hintergrund ist das in der rot-rot-grünen Koalitionsvereinbarung gegebene Versprechen, eine Strategie „Asbestfreie Hauptstadt 2030“ zur schrittweisen Asbestsanierung zu erarbeiten und umzusetzen. Die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen richteten im März 2018 konkrete Forderungen an den Senat: Der solle eine Typologie asbestbelasteter Gebäude erarbeiten, alle betroffenen Gebäude in einem Register erfassen, Sanierungsstrategien entwickeln und eine zentrale Anlaufstelle für BürgerInnen und EigentümerInnen schaffen.

Am letzten Dienstag beschloss der Senat seinen zweiten (Pflicht-)Bericht an das Abgeordnetenhaus. Dieser liegt noch nicht öffentlich vor, laut Pressemitteilung der Senatskanzlei wurde jedoch bereits ein „interdisziplinäres Arbeitsgremium unter der Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gebildet“. Derzeit würden zudem „rechtliche und organisatorische Möglichkeiten zur Einrichtung einer ersten Anlaufstelle für allgemeine Auskünfte rund um das Thema Asbest in Gebäuden geprüft“. Bis diese zustande komme, solle eine Internetseite der zuständigen Berliner Behörden an leicht auffindbarer Stelle online gehen“. Eine Machbarkeitsstudie für ein Asbestregister sei beauftragt.

Der AMV-Vorsitzende Marcel Eupen kritisierte, dass „umsetzbare Ergebnisse“ weiterhin fehlten. „Bedenkt man, dass die Gesundheitsgefährdung beim Austritt von Asbestfasern sehr hoch ist, da bereits eine einzelne Faser die Gesundheit schädigen und zu einer tödlichen Erkrankung führen kann, ist der momentane Umgang des Senats mit dem Asbestproblem zu zögerlich.“

Der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto, der das Thema maßgeblich vorangetrieben hat, sagte der taz, er teile den Eindruck, dass es „zu langsam vorangeht“. Schon im letzten Doppelhaushalt habe die Koalition Geld für eine Beratungsstelle eingestellt – die sei bis heute nicht gegründet. „Ich kriege jede Woche Zuschriften von Leuten, die nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen.“

Auch die Arbeit am Asbestregister nehme zu viel Zeit in Anspruch, so Otto. „In zwei Jahren ist die nächste Wahl, und ich habe Sorge, dass wir bis dahin nichts vorzuweisen haben.“ Deshalb werde seine Fraktion die Umsetzung der Asbeststrategie in den anstehenden Haushaltsverhandlungen thematisieren.

https://taz.de/!5614693/