Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Aus der Rubrik „Mietenentwicklung“:

Berliner Zeitung am 18.08.2017: Neue Zahlen – Mieten steigen in Berlin um fast zehn Prozent

Wer im ersten Halbjahr 2017 eine Wohnung in Berlin mieten wollte, sollte dafür im Schnitt 9,95 Euro je Quadratmeter (kalt) zahlen – 9,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/neue-zahlen-mieten-steigen-in-berlin-um-fast-zehn-prozent-28191410

Aus der Rubrik „Berliner Wohnungsmarkt“:

welt.de am 11.08.2017: Berliner Wohnungsmarkt – „Dreckig wie Sau“, Staffelmiete, ein Bett im Flur für 200 Euro

Massenbesichtigungen mit 200 Leuten sind Normalität: Wer in Berlin nach einer bezahlbaren Wohnung sucht, erlebt absurde Situationen. Was Bewerber über sich ergehen lassen – und wie sie ihre Chancen verbessern.

„In Berlin gibt es nach wie vor zu wenig bezahlbaren Wohnraum“, sagt der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Reiner Wild. „Die meisten Neubauten, die in Berlin entstehen, gehören zum höherpreisigen Segment.“ In ganz Deutschland seien im Jahr 2016 nur 25.000 Sozialwohnungen fertiggestellt worden, in Berlin waren es 108.

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article167363768/Dreckig-wie-Sau-Staffelmiete-ein-Bett-im-Flur-fuer-200-Euro.html

Aus der Rubrik „Wohnungsneubau“:

sueddeutsche.de am 10.08.2017: Serielles Bauen – Neue Platte

Berlins sechs landeseigene Wohnungsbaugesellschaften wollen schneller und günstiger bauen. Sie haben dafür neue Konzepte für standardisierte Module entwickelt, mit denen sich alte Plattenbauten aufstocken lassen.

„Der Typus ‚Dachaufbauten‘ hat mit der Möglichkeit, bestehende Quartiere vertikal weiterzuentwickeln, eine Sonderstellung“, sagt WBM-Geschäftsführer Jan Robert Kowalewski. „Aufstockung ist selbst in bestehenden innerstädtischen Quartieren in größerem Maßstab möglich.“

http://www.sueddeutsche.de/geld/serielles-bauen-neue-platte-1.3620894

Aus der Rubrik „Energiepolitik“:

GESOBAU am 01.08.2017: Mieterstromanlage stärkt soziale Energiewende in Berlin

Solaranlagen im Pankeviertel

Einen Monat nachdem der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ verabschiedet hat, zeigten die GESOBAU AG und die Berliner Stadtwerke heute am Beispiel der Solaranlagen im Pankeviertel, wie Mieterstrom in Mietshäusern erfolgreich zum Einsatz kommen kann.

Auf 14 Dächern im Ortsteil Pankow sind 4.800 m² Solaranlagen installiert worden, die 1.120 GESOBAU-Haushalte kostengünstig mit rund 520.000 kWh Strom im Jahr versorgen. Damit werden rund 50 Prozent des Bedarfs mit klimafreundlichem Strom vom Dach gedeckt und 290 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Das neue Gesetz sieht eine staatliche Förderung vor, wenn Vermieter den lokal erzeugten Solarstrom vom eigenen oder einem benachbarten Dach direkt an die Bewohner weitergeben. Eine Verpflichtung zur Nutzung des Solarstroms besteht für die Bewohner nicht.

https://www.gesobau.de/unternehmen/presse/aktuelle-pressemitteilungen/artikel/mieterstromanlage-staerkt-soziale-energiewende-in-berlin/

Aus der Rubrik „Liegenschaftspolitik“:

DER TAGESSPIEGEL am 07.08.2017: Berlin-Friedrichshain – Senat und Deutsche Bahn streiten um Grundstück am Markgrafendamm

Die Bahn möchte ein Grundstück am Markgrafendamm an den Höchstbietenden verkaufen. Verhandlungen mit dem Bezirk sind gescheitert – nun könnte getrickst werden.

„Die Gespräche sind gescheitert, aber wir brauchen das Grundstück“, sagt der Baustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg Florian Schmidt (Grüne). Das Interesse des Landes ist der Bahn zwar bekannt. Doch beim Konzern heißt es auf Anfrage: „Der Höchstbietende kommt zum Zug“. Die Deutsche Bahn sei „ein wirtschaftliches Unternehmen und handelt danach“.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-friedrichshain-senat-und-deutsche-bahn-streiten-um-grundstueck-am-markgrafendamm/20153546.html

Aus der Rubrik „Wohnsituation“:

zdf.de am 19.07.2017: Obdachlos trotz Arbeit – Versagt unsere Wohnungspolitik?

Die Zahl der Menschen ohne Wohnung wächst stetig. Von den über 330.000 Betroffenen leben mehr als 40.000 auf der Straße und gelten damit als obdachlos. Eine Zahl, die sich seit 2012 um mindestens 50 Prozent erhöht hat. Vor allem in den Städten werden Wohnungen immer teurer. Und immer mehr hart arbeitende Menschen bekommen Probleme, ihre Miete zu bezahlen. Dass es Menschen gibt wie Thomas Schulz, die 1100 Euro netto im Monat verdienen und trotzdem obdachlos sind, das hätte ich nicht erwartet. Er erzählt mir, dass es viele wie ihn gibt. Dass er auf der Straße immer wieder Leuten begegnet, die arbeiten gehen wie er. Ich frage mich, was da falsch läuft in unserem reichen Land.

https://www.zdf.de/politik/dunja-hayali/wohnungspolitik-obdachlos-trotz-arbeit-100.html

Aus der Rubrik „Wohnungsneubau“:

DER TAGESSPIEGEL am 25.07.2017: Gentrifizierung in Berlin – Schluss mit dem Stillstand im Wohnungsbau!

In Berlin kommen viele Projekte nur langsam voran, weil die Landespolitik unentschlossen handelt. Ein Gastbeitrag.

Andreas R. Becher ist Vorsitzender des Landesverbands Berlin beim Bund Deutscher Architekten (BDA)

Überall in der Stadt werden große Wohnungsbauprojekte gebremst, auf Eis gelegt oder gleich gestoppt. Bei vielen dieser Vorhaben handelt es sich nicht etwa um private Bauträger, die bei der Herstellung und Veräußerung von Eigentumswohnungen im durchaus gehobenen Preissegment Gewinne erzielen wollen. Nein, es geht vor allem um städtische Wohnungsbaugesellschaften, die Hunderte von Wohnungen nicht bauen dürfen, weil die Nachbarn protestieren. Die Landespolitik lässt nicht erkennen, dass sie die Realisierung dringend benötigter Sozialwohnungen unterstützt, sondern schiebt die Verantwortung über Wohnungsbauvorhaben an strittigen Standorten in die Bezirke.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gentrifizierung-in-berlin-schluss-mit-dem-stillstand-im-wohnungsbau/20101182.html

Aus der Rubrik „Wohnsituation“:

Spandauer Volksblatt am 25.07.2017: In Spandau leben 659 Bedarfsgemeinschaften ohne eigene Wohnung

Unterbringung in Hostels statt eigener Wohnung

Auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grünen) vom 29.06.2017 teilte die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales am 10.07.2017 mit, dass per Stand Dezember 2016 in Spandau 659 Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II eine Kostenübernahme über den Kostenübernahmeschein für Unterkunftskosten bei der Unterbringung von Wohnungslosen erhielten. Da bei einer Bedarfsgemeinschaft im Durchschnitt von 1,8 Personen ausgegangen wird, leben in Spandau ca. 1186 Leistungsberechtigte nach SGB II ohne eigene Wohnung und sind in Hostels, Pensionen, einfachen Unterkünften und ähnlichen Quartieren untergebracht.

Monatliche Unterbringungskosten von 686.154 €

Das Jobcenter Spandau muss für die Unterbringung monatlich 686.154 € aufwenden. Im Januar 2012 waren es noch 94.192 € pro Monat. Dies entspricht einer Zunahme von 628 %.
Berlinweit sind es 11.391.800 € im Monat.

http://www.berliner-woche.de/falkenhagener-feld/soziales/in-spandau-leben-659-bedarfsgemeinschaften-ohne-eigene-wohnung-d129720.html

Aus der Rubrik „Wohnsituation“:

B.Z. am 22.07.2017: Weil Berlins Wohnungen zu teuer sind – In Berlin müssen 10.000 Hartz-IV-Familien im Hostel wohnen

Weil es keine Wohnungen gibt, zahlten die Berliner Jobcenter jeden Monat mehr als 11 Millionen Euro für den Hostel-Aufenthalt von Hartz-IV-Empfängern.

Inzwischen leben 10.212 Bedarfsgemeinschaften in solchen Quartieren und es werden dafür im Monat 11.391.800 Euro fällig.

Spitzenreiter bei den Hartz-IV-Familien ohne Wohnung sind die Bezirke Mitte (1382 Bedarfsgemeinschaften), Tempelhof-Schöneberg (1088), Neukölln (1067). „Es ist eine deutliche Steigerung der Fallzahlen und entsprechend der damit zusammenhängenden Kosten festzustellen“, bestätigt Sozial-Staatssekretär Alexander Fischer (43, Linke).

http://www.bz-berlin.de/berlin/in-berlin-muessen-10-000-hartz-iv-familien-im-hostel-wohnen