Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Aus der Rubrik „Stadtentwicklungspolitik“:

 

Spandauer Volksblatt am 10.12.2018: Wieder weniger Mietwohnungen

Abgeordnete fordert erneut Milieuschutzgebiete in Spandauer Wilhelmstadt

Das Risiko für steigende Mieten ist in der Neustadt und Wilhelmstadt unverändert hoch. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen auf eine Anfrage der Spandauer SPD-Abgeordneten Bettina Domer hervor.

67 Mietwohnungen wurden dort neuerlich in Eigentum umgewandelt. Spandau hat seit Jahresbeginn weitere 110 Mietwohnungen verloren, weil sie zu Eigentum wurden. Für 643 Wohnungen wurden sogenannte Abgeschlossenheitsbescheinigungen beantragt. Diese sind nötig, wenn ein Hausbesitzer etwa ein vermietetes Mehrfamilienhaus in Eigentumswohnungen aufteilen will. Spitzenreiter bei den Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen sind die Adamstraße in der Wilhelmstadt (43) und die Kurstraße in der Neustadt (24).

Mehr Umwandlung in Eigentum

Die neuerlichen Zahlen zeigen, dass das Interesse an Eigentumswohnungen in Spandau steigt. 2017 lagen wie berichtet lediglich 51 Umwandlungsanträge vor. Für Bettina Domer ist der Anstieg alarmierend. Weshalb die Abgeordnete erneut Milieuschutzgebiete für die Wilhelmstadt und Neustadt fordert. „Damit Luxussanierungen und drastische Mietsteigerungen verhindert werden können.“

Die Sorge um Gentrifizierung aufgrund drastischer Mieterhöhungen und dem weiteren Verlust von Mietwohnungen treibt die Spandauer schon länger um. Zu Recht, denn selbst in einfachen Wohnlagen sind die Mieten hier laut Immobilienverband IVD Berlin-Brandenburg zuletzt um fast elf Prozent auf 7,75 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Die Linksfraktion forderte darum bereits im Februar 2017 in der BVV ein Grobscreening vom Bezirksamt zur Ermittlung potenzieller Milieuschutzgebiete in Spandau.

Runder Tisch Milieuschutz

Anfang 2018 gründete sich dann der „Runde Tisch Milieuschutz“. Das Grobscreening lässt derweil auf sich warten. Vorliegen sollten die Prüfergebnisse bis Ende dieses Jahres. Nun soll es erst im Januar einen Zwischenbericht im Stadtentwicklungsausschuss geben. „Wir rechnen damit, dass uns dann im März die Untersuchungsergebnisse vorliegen“, sagt Ausschussvorsitzende Ina Bittroff. „Zeit wird’s“.

https://www.berliner-woche.de/spandau/c-bauen/abgeordnete-fordert-erneut-milieuschutzgebiete-in-spandauer-wilhelmstadt_a192367

Aus der Rubrik „Immobilienspekulation“:

 

Berliner Morgenpost am 10.12.2018: Kampf um die Karl-Marx-Allee

Im Internet wird die erste Wohnung für knapp eine Million Euro zum Kauf angeboten. Unklar ist, wer sie verkauft. Hunderte protestieren.

Am Sonntag demonstrierten mehrere Hundert Menschen vor der SPD-Parteizentrale für die Rekommunalisierung. Gleichzeitig tauchte das erste Angebot auf. „Einmalige Paradewohnung in beliebtem Stalinbau mit beeindruckender 120 qm großer Terrasse“, lautet der Titel. Die Wohnung selbst soll 137 Quadratmeter groß sein und 988.000 Euro kosten. Hinzu kommen Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Kosten für den Notar sowie für den Grundbucheintrag. Der gesamte Kaufpreis liegt bei 1,14 Millionen Euro.

Deutsche Wohnen will nicht hinter dem Angebot stecken

Laut Exposé wurde die Wohnung im zweiten Stock der Karl-Marx-Allee 91 im vergangenen Jahr saniert und soll sofort bezugsfertig sein. Unklar ist aber, wer sie verkauft. Das Maklerbüro „Fantastic Frank“ war am Sonntag unter der angegebenen Telefonnummer nicht erreichbar. Eine Sprecherin der Deutsche Wohnen teilte hingegen mit: „Wir haben das nicht im Vertrieb.“ Auch sie wisse nicht, wer der Verkäufer sei. Entweder sei es kein ernsthaftes Angebot oder ein Mieter habe von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und verkaufe nun weiter.

https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article215978573/Kampf-um-die-Karl-Marx-Allee.html

Aus der Rubrik „Wohnungsbau“:

 

Berliner Zeitung am 26.11.2018: Neue Studie – Wohnungsbauprogramm droht an Baukräftemangel zu scheitern

Das ehrgeizige Wohnungsbauprogramm Berlins droht an fehlenden Baukapazitäten zu scheitern. Das geht aus einer Studie hervor, die die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften in Auftrag gegeben haben. Selbst wenn die Baufirmen die Zahl der Beschäftigten jährlich um fünf bis zehn Prozent erhöhen sollten, reiche das lediglich aus, um die Zahl der neu errichteten Wohnungen von rund 15.700 im vergangenen Jahr auf etwas mehr als 17.000 in diesem Jahr zu steigern, heißt es in der Untersuchung, die vom Analysehaus Bulwiengesa und dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer erarbeitet wurde.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/neue-studie-wohnungsbauprogramm-droht-an-baukraeftemangel-zu-scheitern-31652332

Aus der Rubrik „Modernisierung“:

Berliner Morgenpost am 22.11.2018: Mieten in Prenzlauer Berg
75 Prozent teurer: Deutsche Wohnen saniert Mauerpark-Häuser

Die Siedlung an der Topsstraße soll 2019 modernisiert werden. Anwohner befürchten drastisch steigende Mieten und Verdrängung.

Leben statt Luxus! Hände weg vom Hof! Wir bleiben! Die Botschaften auf den selbst gebastelten Protestplakaten sind kurz – die Ängste der Menschen, die sie nach oben halten, groß. Eine Mieterinitiative aus der Wohnanlage an der Topsstraße hat einem Sanierungsprojekt im kommenden Jahr den Kampf angesagt. Es geht um 256 Wohnungen aus den 30er-Jahren im Block zwischen Topsstraße, Schönhauser Allee und Eberswalder Straße im Besitz der Deutsche Wohnen. Ein Ensemble, das eine Modernisierung durchaus vertragen kann – da kommen die Bewohner und die Eigentümergesellschaft durchaus überein. „Aber das Ergebnis ist für die jetzigen Mieter kaum bezahlbar“, befürchtet Anwohnersprecher Rolf Gruber.

https://www.morgenpost.de/bezirke/pankow/article215843293/75-Prozent-teurer-Deutsche-Wohnen-saniert-Mauerpark-Haeuser.html

Aus der Rubrik „Wohnungsbau“:

Berliner Morgenpost am 22.11.2018: Wohnungsbau – Streit um Anzahl der geförderten Wohnungen in Lichterfelde

Verzögerung beim Bauprojekt zwischen Osdorfer Straße und den Bahngleisen in Lichterfelde Süd – Bausenatorin zieht das Projekt an sich.

Der städtebauliche Vertrag für etwa 2000 Wohnungen und 420 Reihen- und Doppelhäuser in Lichterfelde Süd ist unterschrieben. Die Groth-Gruppe, die das Grundstück zwischen Osdorfer Straße und den Bahngleisen 2012 erworben hat, wollte in die Realisierung des Bauprojekts gehen. Jetzt kommt es offenbar zu neuen Verzögerungen. Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) wolle das Bauprojekt an sich ziehen, heißt es in einer am 21.11.2018 veröffentlichten Erklärung der CDU-Abgeordneten Cornelia Seibeld und Christian Gräff.

Das habe die Senatorin in der vergangenen Parlamentssitzung in der Fragestunde angekündigt, erläutert Gräff. Hintergrund sei ein Beschluss der Bezirksverordneten, die Zahl der Eigenheime auf 650 zu erhöhen. Das wolle die Senatorin nicht. „Frau Lompscher möchte dagegen eine an die Thermometersiedlung grenzende und für die Region nicht verträgliche zweite Hochhaussiedlung mit der Brechstange durchsetzen“, erklären Seibeld und Gräff.

https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article215847157/Streit-um-Anzahl-der-gefoerderten-Wohnungen-in-Lichterfelde.html

Aus der Rubrik „Wohnungspolitik“:

 

DER TAGESSPIEGEL am 20.11.2018: Bezirk prüft erweitertes Vorkaufsrecht für die Karl-Marx-Allee

Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) schlägt ein Vorkaufsrecht für einzelne Wohnungen vor. Das neue Treuhandmodell könnte an der Karl-Marx-Allee erprobt werden.

Das Vorkaufsrecht für Häuser funktioniert schon ganz passabel, jetzt geht Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, noch einen Schritt weiter: Auch beim Verkauf einzelner Wohnungen könnte der Bezirk aktiv werden und einen „treuhänderischen Kauf“ durch eine Wohnungsbaugesellschaft vermitteln. Ob das rechtlich Bestand hat, ist umstritten, aber Schmidt möchte das Verfahren am Beispiel Karl-Marx-Allee durchexerzieren.

Dort hat die Deutsche Wohnen vier Blöcke mit 700 Mietwohnungen gekauft, ein Block steht im Milieuschutzgebiet, dort kann der Bezirk das Vorkaufsrecht ausüben. Die übrigen drei Blöcke wurden bereits in Eigentumswohnungen aufgeteilt, dort besteht nur für die einzelnen Mieter ein Vorkaufsrecht. Ein entsprechendes Kaufangebot haben sie bereits erhalten. Wenn Mieter ihre Wohnungen nicht innerhalb einer kurzen Frist kaufen können oder wollen, verfällt das Vorkaufsrecht, die Wohnungen können dann meistbietend verkauft werden – oder bleiben im Bestand der Deutsche Wohnen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-friedrichshain-bezirk-prueft-erweitertes-vorkaufsrecht-fuer-die-karl-marx-allee/23659922.html

Aus der Rubrik „Wohnungsbau“:

 

Berliner Zeitung am 19.11.2018: Modulbau – Neuer Haustyp für die Großsiedlung

Knapp sieben Monate nach der Grundsteinlegung hat die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land am Montag in Marzahn-Hellersdorf das Richtfest für 165 Mietwohnungen gefeiert. Bei dem Vorhaben an der Schkeuditzer Straße handelt es sich um den Bau einessogenannten Typenhauses.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/modulbau-neuer-haustyp-fuer-die-grosssiedlung-31616846

Aus der Rubrik „Mietenentwicklung“:

 

BZ am 20.11.2018: Mietenwahnsinn geht weiter – Berliner Mieten explodieren auch in den alten Arbeiterbezirken

Von 4,30 Euro pro Quadratmeter 1998 auf 9,70 Euro 2018 – die Mietpreise in Berlin haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.

Wie neue Zahlen des Online-Marktplatzes ImmobilienScout24 belegen, sind Friedrichshain, Mitte, Prenzlauer Berg und Grunewald Berlins teuerste Pflaster – mit durchschnittlich mehr als 12 Euro für den Quadratmeter Wohnraum.

Doch die früheren Arbeiterbezirke Neukölln, Wedding, Kreuzberg, Treptow und Tiergarten holen auf. In diesen fünf Ortsteilen stiegen die Mieten in nur einem Jahr um mehr als zehn Prozent. Rekord in der Stadt!

https://www.bz-berlin.de/berlin/berliner-mieten-explodieren-auch-in-den-alten-arbeiterbezirken

Aus der Rubrik „Mieterproteste“:

DER TAGESSPIEGEL am 16.11.2018: Mieter der Karl-Marx-Allee fürchten „Horrorszenario“

Die Deutsche Wohnen bietet den Mietern der 700 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee ihre Wohnungen zum Kauf an – gerne in bar. Der Mieterbeirat lud zum Krisengespräch.

Vor wenigen Tagen fanden etliche Mieter in der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain überraschend ein Kaufangebot für ihre Wohnungen im Briefkasten. Rund 700 Wohnungen werden von der Deutsche Wohnen übernommen. Die vier betroffenen Wohnblöcke befinden sich östlich des Strausberger Platzes. Verkäufer sind Immobilienfonds-Gesellschaften, die von der Predac Immobilien Management verwaltet werden. Der gewählte Mieterbeirat lud eilig zu einer Versammlung ein. Wer in dem Verwaltungsgebäude in der Koppenstraße am Dienstag nun allerdings wütende Proteste erwartet hatte, wurde enttäuscht. Bei der Info-Veranstaltung ging es betont sachlich zu.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/berlin-friedrichshain-kreuzberg-mieter-der-karl-marx-allee-fuerchten-horrorszenario/23641430.html

Aus der Rubrik „Modernisierungen“:

BZ am 10.11.2018: Anwohner fürchten um ihre Existenz

75 Prozent mehr Miete! Wieder Wucher, wieder die Deutsche Wohnen!

Erneut soll ein Berliner Wohnhaus so modernisiert werden, dass die Mieten extrem ansteigen. Die Anwohner fürchten um ihre Existenz. Dieses Mal ist der Häuserblock zwischen Tops- und Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg betroffen.
Und was sagt die Deutsche Wohnen? „Wir haben mit dem Bezirk eine Vereinbarung über den sozialverträglichen Ablauf der Modernisierung getroffen“, sagt Sprecherin Manuela Damianakis. „Die Mieten liegen nach der Maßnahme nicht über 30 Prozent des Einkommens.“ Wer weniger verdient, könne eine Härtefallregelung beantragen.