Archiv der Kategorie: AMV im Lichte der Presse

AMV im Lichte der Presse:

staaken.info am 20.11.2019: Gute Nachricht für die Mieter des ADO-Gewobag-Deals:

Mietendeckel stoppt ADO-Mieterhöhung

… und das gilt für ALLE Mieter aus den rund 3.400 Wohneinheiten des ADO-Gewobag Deals im Quartier Heerstraße, die von den im Sommer von ADO ausgesprochenen Mieterhöhungen betroffen sind – egal ob sie das Mieterhöhungsbegehren schriftlich akzeptiert haben oder nicht. Das hat gestern Abend der Mieter- und Verbraucherschutzbund AMV in einer Pressemitteilung verkündet und dabei aus einem aktuellen Schreiben der für Stadtentwicklung und Wohnen zuständigen Senatorin Katrin Lompscher an den Spandauer MdB Swen Schulz zitiert:

„Ich bin der Meinung, dass die relevanten Erhöhungen mit Inkrafttreten des Mietendeckels rückgängig gemacht werden können und müssen und das selbst dann, wenn die Mieter der Erhöhung zugestimmt hatten“.

Damit signalisiert Senatorin Lompscher der Gewobag-Geschäftsführung deutlich, dass deren bislang gezeigte Haltung – nach der Übernahme der ADO-Wohneiheiten am 1. Dezember 2019 keine Mieterhöhung zurückzunehmen, sofern diese gesetzlich zulässig ist und der Mieter zugestimmt hat – angesichts der Neufassung des als Mietendeckel bekannten Gesetzentwurfs zur Mietenbegrenzung im Berliner Wohnungswesen keinen Bestand haben wird.

Der AMV erklärt in seiner Pressemitteilung weiter: „Aus Sicht von Noch-Eigentümer AdO sind die Mieterhöhungen zulässig, da sich die Firma an den Mietspiegel 2019 gehalten hat. Der Senat dagegen meint, durch den Beschluss zur Einführung des Mietendeckels im Juni, könne das Mietendeckel-Gesetz, das im Januar beschlossen werden soll, rückwirkend ab Juni gelten.“

Denn, so Senatorin Lompscher in ihrem Schreiben an Swen Schulz, ist die Stichtagsmiete am 18. Juni 2019 deshalb wesentlicher Teil des Gesetzentwurfs, weil dadurch verhindert werden soll, dass durch „vermehrte  Mieterhöhungen im Zeitraum zwischen Ankündigung des Gesetzes und dessen Inkrafttreten ein gegenteiliger Entlastungseffekt für Mieterinnen und Mieter eintritt“.

https://www.staaken.info/2019/11/mietendeckel-stoppt-ado-mieterhoehung/

AMV im Lichte der Presse:

Spandauer Volksblatt am 06.11.2019: Mieterberatung im Seniorentreff

Hakenfelde. Im Seniorentreff Hohenzollernring sind die Bauarbeiten beendet. Der AMV bietet darum ab sofort am Hohenzollernring 105 wieder jeden Dienstag von 11 bis 13 Uhr seine offene Mieterberatung an, also kostenfrei und ohne Mitgliedschaft. Termine müssen nicht vereinbart werden. Die offene Beratung gilt als Erstberatung, eine rechtliche Vertretung in Streitfällen deckt sie nicht ab.

https://www.berliner-woche.de/hakenfelde/c-soziales/mieterberatung-im-seniorentreff_a239155

AMV im Lichte der Presse:

Berliner Zeitung am 02.11.2019: Gerichtsurteil in Berlin – Mieter erzwingt Rückzahlung von Deutsche Wohnen

Die zur Deutsche Wohnen gehörende GSW hat vor dem Amtsgericht Spandau den Rechtsstreit um eine Betriebskostenabrechnung verloren. Für das größte private Wohnungsunternehmen in Berlin könnte das teuer werden – weil möglicherweise viele weitere Mieter betroffen sind.

„Für unsere rund 82 Quadratmeter große Wohnung sollten wir im Jahr 2016 in den Betriebskosten 77,68 Euro mehr für die Versicherung zahlen – insgesamt 227,33 Euro statt 149,65 Euro, wie im Jahr zuvor“, sagt Mieter Detlef Langer aus der Westerwaldstraße. „Das hat uns stutzig gemacht“, so der 73-Jährige. Er habe sich daraufhin den Vertrag für die Versicherung vorlegen lassen.

„Dabei kam heraus, dass die Versicherung mitten in der Laufzeit umgestellt worden ist: Von einer Berechnung pro Wohneinheit auf die Berechnung nach Quadratmeter Wohnfläche“, sagt Langer. Dagegen sei er mit seiner Frau vor Gericht gezogen – und habe Recht bekommen. Das Amtsgericht entschied, dass den Mietern der Erhöhungsbetrag von 77,68 Euro zurückzuerstatten sei.

Deutsche Wohnen verurteilt: Ein „Verstoß gegen das Gebot wirtschaftlicher Geschäftsführung“

„Der in Rede stehende Versicherungsvertrag hatte eine feste Laufzeit vom 1. Januar 2014 bis zum 1. Januar 2017“, heißt es in der Gerichtsentscheidung. Es sei „nicht ersichtlich, dass der Versicherer eine vertraglich eingeräumte Befugnis hatte, die Grundlage der Prämienberechnung während der Laufzeit einseitig zu ändern“. Von sich aus habe der Versicherer den Vertrag nicht einfach ändern dürfen. Deswegen wäre die Erhöhung der Versicherungsprämie unwirksam, so das Amtsgericht.

Sei die Änderung der Berechnungsgrundlage auf eine Vereinbarung zwischen dem Versicherer und dem Wohnungsunternehmen zurückzuführen, wäre nicht ersichtlich, warum sich die GSW darauf eingelassen habe.

Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) zeigt sich zufrieden. „Das Amtsgericht Spandau hat in seinem maßgeblichen Urteil überzeugend und nachvollziehbar begründet, warum die auf der einseitigen Umstellung beruhende Prämienerhöhung unwirksam ist“, sagt der erste Vorsitzende des AMV, Marcel Eupen.

„Zwar ist die Entscheidung des Amtsgerichts Spandau nur ein kleines Puzzleteil im Betriebskostenrecht, jedoch ein positives Signal für alle betroffenen Mieterinnen und Mieter, dass es sich lohnt, sich seine Betriebs- und Heizkostenabrechnung genau anzuschauen und sie von Experten überprüfen zu lassen“, so Eupen.

Deutsche Wohnen räumt Umstellung der Versicherungsprämie ein

„Wir hoffen, dass die Deutsche Wohnen nun freiwillig Erstattungen der Kosten der Versicherung an die übrigen betroffenen Mieterinnen und Mieter leistet und sich weitere Rechtsstreitigkeiten vermeiden lassen“, sagt Eupen. Nach seinen Angaben fordert der AMV für zirka 50 weitere Mieter aus Spandau eine Rückerstattung.

Die Deutsche Wohnen räumt auf Anfrage die Umstellung bei der Berechnung der Versicherungsprämie ein. „Damit haben wir für alle Mieter eine faire und gerechte Verteilung der Kosten erreicht“, sagt Unternehmenssprecher Marko Rosteck.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/gerichtsurteil-in-berlin-mieter-erzwingt-rueckzahlung-von-deutsche-wohnen-33400962

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Berliner Abendblatt am 30.10.2019 – Berlin-Staaken: Protest gegen Mieterhöhungen
 
Gewobag will vom Voreigentümer ADO festgelegten Steigerungen beibehalten.Kurz vor dem Verkauf von rund 5.800 Wohneinheiten in Spandau und Reinickendorf durch die ADO Properties S.A. an die landeseigene Gewobag hatten Staakener Mieter einen Brief erhalten. Darin kündigte die ADO an, die Miete zum 1. November, also einen Monat vor der Übernahme durch die Gewobag, zu erhöhen. Der Vorstand des landeseigenen Wohnungsunternehmens erklärte nun, die Steigerung beizubehalten. Die Ankündigung stößt auf Kritik.

Mietendeckel missachtet„Es kann moralisch nicht sein, dass die Gewobag bei den ADO-Objekten in den Genuss von Mieten kommt, die nach dem Beschluss vom Juni über den Berliner Mietendeckel wirksam werden und diesen damit unterlaufen“, sagt Marcel Eupen, 1. Vorsitzender des AMV. Hier komme es zu einer nicht hinnehmbaren Schlechterstellung der „Gewobag-Neumieter“ im Vergleich zu den „Gewobag-Altmietern“. Eupen: „Wir erwarten von der Gewobag die unverzügliche Rücknahme aller Mieterhöhungen, damit Neumieter von Anfang an in den Genuss der Vorteile kommen, die die Altmieter wegen der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land und den sechs städtischen Wohnungsunternehmen sowie des Mietendeckelbeschlusses haben.“

Der von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) mit der Gewobag vereinbarte Kompromiss, auf Klageverfahren zu verzichten, helfe nur den Mietern, die dem Mieterhöhungsverlangen widersprochen haben“, so die Bundestagsabgeordnete Helin Evrim Sommer (Die Linke). Eine Gewobag-Sprecherin erklärte, maßgeblich seien die zum 1. Dezember „rechtswirksamen Mieten“. Verlässliche Aussagen über die Anzahl der Mieterhöhungen seien erst in den kommenden Monaten möglich, hieß es.

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Berliner Morgenpost am 24.10.2019: Streit um Mieterhöhungen an der Heerstraße Nord

Vor dem Verkauf der Ado-Wohnungen an die Gewobag wurden bei einigen Bewohnern die Mieten erhöht. Auch Asbest sorgt für Diskussionen.

Nur wenige Wochen, bevor bekannt wurde, dass das landeseigene Wohnungsbauunternehmen Gewobag rund 3400 Wohnungen im Kiez Heerstraße Nord in Spandau kauft, haben dort einige Mieter unerfreuliche Post bekommen.

Anfang August forderte der bisherige Besitzer, Ado Properties, von einem Teil der Bewohner eine höhere Miete – und das nach dem eigentlichen Mietenstopp am 18. Juni, als der Senat die Eckpunkte für den Mietendeckel beschlossen hatte.

Zudem sorgt nun ein weiteres Thema für Diskussionen: die Asbest-Belastung der gekauften Wohnungen. Auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Otto erklärte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, es sei damit zu rechnen, dass die angekauften Bestände baujahresbedingt zumindest teilweise asbestbelastet sind, genaue Informationen zum Anteil lägen dem Senat aber noch nicht vor.

Anwohner an der Heerstraße Nord wussten bereits seit 2013 von Asbest

Im Kiez Heerstraße Nord wurden die Bewohner der – damals noch zur GSW gehörenden – Wohnungen, aber schon 2013 in einem Schreiben über asbesthaltige Bodenbeläge und Kleber informiert. Freiwerdende Wohnungen sowie Wohnungen, wo Mieter es verlangen, würden seither zudem asbestsaniert.

„Dass das eine Asbest-Siedlung ist, wissen viele“, sagt Marcel Eupen, Sprecher des Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbunds (AMV). Ein Telefonat hätte genügt, um genaue Auskünfte zu erhalten.

Ado forderte im August 15 Prozent mehr Miete

Mit Unverständnis reagiert Eupen auch auf die ausgesprochenen Mieterhöhungen. Anfang August wurde einigen Anwohnern aus dem Viertel von der Ado mitgeteilt, dass ihre Miete unter der ortsüblichen liege, sodass eine Mieterhöhung gerechtfertigt sei. Der„Tagesspiegel“ hatte zuerst darüber berichtet.

In einem Schreiben, das auch der Berliner Morgenpost vorliegt, soll eine Bewohnerin aus einem Ado-Wohnhaus an der Heerstraße ab dem 1. November 15 Prozent mehr bezahlen, sofern sie nicht bis Ende Oktober widerspricht.

Da der AMV in der Großwohnsiedlung auch eine vom Bezirk beauftragte, kostenlose Mieterberatung anbietet, berichtet Eupen, dass zu ihm bislang 40 bis 50 Anwohner gekommen seien, mit ähnlichen Schreiben und Forderungen für Mieterhöhungen. Und tatsächlich würden viele ab November die höhere Miete bezahlen. „Wir haben das ganz normal anhand des Mietspiegels geprüft“, sagt Eupen. „Zwar gibt es einen Beschluss für den Mietendeckel, aber es gibt noch kein Gesetz.“

Dennoch fordert Eupen, dass die Gewobag die Mieterhöhungen – auch die, denen die Mieter nicht widersprochen haben – zurücknimmt, wenn sie im Dezember die Wohnungen übernimmt. „Ansonsten kommt es zu einer Ungleichbehandlung zwischen den ,Gewobag-Neumietern’ und den ,Gewobag-Altmietern’“, sagt er. Denn die Altmieter sind nach dem 18. Juni von Mieterhöhungen verschont geblieben.

https://www.morgenpost.de/bezirke/spandau/article227453941/Streit-um-Mieterhoehungen-an-der-Heerstrasse-Nord.html

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DER TAGESSPIEGEL am 22.10.2019: Mietenpolitik des Senats – Streit um Mieterhöhungen bei der Gewobag

SPD-Fraktionschef Saleh und Bundespolitiker fordern vom Senat, Mieterhöhungen bei künftig landeseigenen Gewobag-Wohnungen zurückzunehmen.

Die jüngst erteilten Mieterhöhungen bei Wohnungen der Ado, die von der landeseigenen Gewobag gekauft wurden, haben den Senat am 22.10.2019 beschäftigt. SPD-Fraktionschef Raed Saleh, der selbst in einer dieser Wohnungen aufwuchs, hat im Senat „Lösungen“ zugunsten der Mieter angemahnt. Wie am Montag berichtet, will die Gewobag an den Mieterhöhungen festhalten, die vor der mutmaßlichen förmlichen Übergabe am 1. Dezember ausgesprochen wurden und rechtmäßig sind. Die Firma ADO ist von der Rechtmäßigkeit der Mieterhöhungen überzeugt. Saleh dagegen meint, diese verstoßen gegen den Beschluss zum Mietendeckel des Senats, der seit Juni gilt. Besonders brisant ist der Fall, weil Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) bisher nur versicherte, rechtliche Maßnahmen gegen solche Mieter nicht durchzuführen, die der vor Wochen ausgesprochenen Mieterhöhung nicht zustimmten. Wer sich dagegen nicht wehrte, müsste die höhere Miete bezahlen.

„Wer aus Angst zustimmte, darf nicht bestraft werden“

SPD-Fraktionschef Raed Saleh brachte die Mieterhöhungen der ADO im Gewobag-Bestand, von denen er aus dem Tagesspiegel erfuhr, am Dienstag im Senat zur Sprache. Dem Vernehmen nach wurde kontrovers über das Thema diskutiert. „Für Mieter, die der Erhöhung schon zugestimmt haben, erwarte ich von der Gewobag und dem Senat eine mieterfreundliche Regelung, das kann nur eine Rücknahme der Mieterhöhung aus Kulanz oder wegen Härtefällen der Fall sein“. Im Übrigen unterstütze er „den Weg der Senatorin“. Wie berichtet hatte Lompscher auf Tagesspiegel-Anfrage die Mieter dazu aufgefordert, die Mieterhöhungen nicht zu unterschrieben. Zurücknehmen wollte die Linken-Politikerin diese aber nicht. Saleh sieht das anders: „Wer aus Angst vor den Anwälten der Vermieter schon unterschrieben hatte, darf dafür nicht bestraft werden“. Denn „am Ende sind das unsere Hütten.“. Saleh wies ferner darauf hin, dass seit 18. Juni mit dem Senats-Beschluss zum Mietendeckel-Gesetz ein Verbot für die Erhöhung von Mieten gelte. Die Erhöhung sei daher ein „Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot“.

Bundestagsabgeordneter Schulz fordert „schnelle Korrektur“

„Die Gewobag muss ihre Haltung ganz schnell korrigieren – oder zur Not vom Senat dazu angewiesen werden“, forderte auch Swen Schulz, gewählter SPD-Bundestagsabgeordnete aus Spandau. Natürlich müsse es auch in diesem Quartier eine Gleichbehandlung aller Mieter geben, erst recht bei einer bald landeseigenen Siedlung. Diejenigen, die der Mieterhöhung schnell zugestimmt haben, „weil sie nicht so wehrhaft sind oder den juristischen Kenntnisstand haben, sind eher die braven Bürger, die den meisten Schutz brauchen“. Genau das sei einer der Gründe, warum die Wohnungen in öffentlichen Besitz geholt würden. Daher „muss es natürlich eine rechtliche Lösung geben, damit die höheren Mieten nicht gezahlt werden müssen.

Linke Sommer warnt vor „Unterlaufen des Mietendeckels“

Auch aus der eigenen Partei gab es Kritik an dem von Katrin Lompscher (Linke) vorgeschlagenen Kompromiss, wonach lediglich auf Klagen verzichtet wird, aber die Mieterhöhung nicht zurückgenommen wird: Dann werde es „Mieter 1. und 2. Klasse geben. Das darf nicht sein“, sagte Helin Evrim Sommer, für die Linke im Bundestag. Sommer weiter: „Ich fordere die Geschäftsführung der Gewobag nachdrücklich dazu auf, die ausgesprochenen Mieterhöhungen für unwirksam zu erklären und zurückzunehmen. Das habe ich auch in einem Brief an den Vorstand der Gewobag verlangt.“ Von einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft, die dem Gemeinwohl verpflichtet sei, erwarte sie ein entsprechendes Handeln „und nicht, dass sie das anstehende Gesetz zum Mietendeckel unterläuft.“

„Politisch instinktlos“ nennt der AMV die Mieterhöhungen

„Politisch instinktlos“ nannte Marcel Eupen vom Alternativen Mieter und Verbraucherschutzverein „das Festhalten an den ADO-Mieterhöhungen“. An den Verein hatten sich zahlreiche Mieter gewandt, die im August Mieterhöhungen erhalten hatten, denen sie bis Ende des Monats schriftlich zustimmen sollen – unter Androhung rechtlicher Schritte im Falle von Weigerung. Eupen zufolge „wurden die Mieterhöhungen von der ADO zum 1.November 2019 ausgesprochen. Die Übernahme durch die Gewobag soll zum 1. Dezember 2019 erfolgen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/mietenpolitik-des-senats-streit-um-mieterhoehungen-bei-der-gewobag/25142528.html

AMV im Lichte der Presse:

DER TAGESSPIEGEL am 21.10.2019: Senatorin Lompscher duldet Mietsteigerung

Ado erhöhte Mieten kurz vor dem umstrittenen Immobilienverkauf an Gewobag. Senatorin Lompscher belässt es dabei.

Viel Geld bezahlt – und jetzt noch niedrigere Mieteinnahmen als geplant? Der umstrittene Deal der Gewobag, die der privaten Firma Ado knapp 6.000 Wohnungen abkaufte und dafür 920 Millionen Euro bezahlte, bringt nun die Mieter der Objekte und die Senatorin für Stadtentwicklung auf.

Kurz vor der förmlichen Übergabe der Immobilien in kommunalen Besitz treten zahlreiche Mieterhöhungen in Kraft. Erhöht wurden die Mieten trotz Mietenstopp, den der Senat per Mietendeckel-Beschluss im Juni herbeiführte.

Mehr Miete zahlen soll etwa Regina V. aus der Heerstraße 364. Sie erhielt am 2. August ein Schreiben von der Ado Immobilien Management, wonach sie „seit 15 Monaten unverändert“ dasselbe zahle und weniger als die „ortsübliche Vergleichsmiete“. Als Grundlage wird der im Mai beschlossene „Mietspiegel 2019“ genannt. Dieser rechtfertige im Fall der Wohnung an der Heerstraße eine „Mieterhöhung um 15 Prozent“.

Auch Mieter anderer Häuser im Quartier „Heerstraße Nord“, das ursprünglich der landeseigenen GSW gehörte, erhielten Mieterhöhungen. Die Heerstraße Nord gilt als sozialer Brennpunkt mit niedrigen Einkommen. Die Mieterhöhungen treten am 1. November in Kraft, bis Ende diesen Monats müssen die Mieter zustimmen.

Bei der landeseigenen Firma hieß es auf Anfrage: „Diese Mieterhöhungen waren der Gewobag nicht bekannt.“ Geplant sei die Übernahme für den 1. Dezember. Dann werde „die rechtliche Wirksamkeit vereinbarter Mieterhöhungen“ geprüft.

Gewobag-Chefin Szena Michaelis hatte sich aber in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ festgelegt: „Wenn der Mieter der Erhöhung zugestimmt hat und sie ist rechtswirksam, dann gilt diese Miete auch. Für uns ist maßgeblich, was am 1. Dezember 2019 wirksam ist.“ Sie bleibe dabei, hieß es auf Anfrage.

Auf Konfliktkurs geht sie damit zur Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher. Die Linken-Politikerin sagte auf Tagesspiegel-Anfrage: „Die von der Ado Properties ausgesprochenen Mieterhöhungsverlangen laufen den Zielen des Gesetzesvorhabens für einen Mietendeckel zuwider.“

Wer Mieterhöhung ignorierte, muss auch nicht zahlen

Lompschers Kompromiss: „Mit der Geschäftsführung der Gewobag wurde vereinbart, dass bei Mietern, die den Erhöhungen bis zur Übernahme der Bestände am 1. Dezember nicht zugestimmt haben, kein Verfahren eingeleitet und die Mieterhöhungen somit nicht wirksam werden“.

Schlechte Nachrichten sind das für die vielen Haushalte, deren Mieter aus Angst wegen der Drohung der Ado-Geschäftsführung, sie vor Gericht zu zerren, die Mieterhöhung hingenommen haben. Nur wer das Risiko des Widerspruchs auf sich nahm, wird belohnt.

Nicht mal der Berater beim Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbund, Marcel Eupen, der viele Fälle bearbeitet, riet Mietern bisher zum harten Kurs: „Wir können Mietern nicht das Risiko von Gerichts- und Anwaltskosten aussetzen, wenn diese Mieterhöhungen nach dem Mietspiegel gültig sind.“ Mit der Erklärung der Senatorin sei das nun anders, doch diese komme für die meisten Mieter zu spät.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/senatorin-lompscher-duldet-mietsteigerung-auch-gewobag-erhoeht-mieten/25139646.html

AMV im Lichte der Presse:

 

Spandauer Volksblatt am 09.10.2019: AMV erweitert seine Beratung

Falkenhagener Feld. Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) hat sein Beratungsangebot um eine Versicherungssprechstunde erweitert. Diese findet ab dem 21. Oktober immer montags von 18 bis 19 Uhr im Bürgerbüro an der Westerwaldstraße 9A statt. Ein Versicherungsexperte informiert zu allen Problemen rund um die Rechtsschutzversicherung, private Haftpflicht, Hausrats-, Unfall- und Krankenversicherungen, zur Altersvorsorge und zur Gruppenmietrechtsschutzversicherung.

https://www.berliner-woche.de/falkenhagener-feld/c-soziales/amv-erweitert-seine-beratung_a235132

AMV im Lichte der Presse:

 

Spandauer Volksblatt am 07.10.2019: Stammtisch zu stabilen Mieten

Wilhelmstadt. Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) lädt wieder zum Mieter- und Verbraucherstammtisch ein. Der findet am Mittwoch, 16. Oktober, um 19.30 Uhr im Stadtteilladen an der Adamstraße 39 statt. Diesmal geht es um „Stabile Mieten und bezahlbares Wohnen für Berlin“. Der Spandauer Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Kai Wegner, wird zum Thema referieren, den „Masterplan Wohnen“ seiner Partei für mehr Wohnungsneubau vorstellen und Fragen beantworten. Außerdem will die CDU ein Berliner Mietergeld einführen. Konkret soll das Wohngeld auf Mieter mit mittleren Einkommen wie Polizisten oder Krankenschwestern ausgeweitet werden. Ein Singlehaushalt soll dann den Zuschuss bis zu einem Monatseinkommen von 1800 Euro beziehen können. Bisher liegt die Obergrenze je nach Fall zwischen 1000 und 1400 Euro. Auch darüber wird am Stammtisch informiert.

https://www.berliner-woche.de/wilhelmstadt/c-politik/stammtisch-zu-stabilen-mieten_a234577

AMV im Lichte der Presse:

 

Spandauer Volksblatt am 27.08.2019: AMV feiert Geburtstag

28. September 2019

10:00 – 13:00 Uhr

Klubhaus Falkenhagener Feld in Spandau, Westerwaldstraße 13, 13589 Berlin 

Falkenhagener Feld. Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) wird im September fünf Jahre alt. Ein Grund zum Feiern also. Deshalb lädt der Mieterverein alle Spandauer am 28. September ins Klubhaus an der Westerwaldstraße 13 ein. Der Geburtstag steht unter dem Motto „Für sozial gerechtes Wohnen und Leben“. In diesem Sinne stellt sich der Verein näher vor, gibt Einblicke in seine Arbeit, zieht Bilanz und schaut nach vorne. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich ebenfalls angekündigt. Los geht es um 10 Uhr. Für Speis und Trank ist gesorgt.

https://www.berliner-woche.de/event/falkenhagener-feld/c-information/amv-feiert-geburtstag_e83260