Archiv der Kategorie: Wohnungspolitik

Aus der Rubrik „Wohnungspolitik“:

Berliner Zeitung am 17.10.2017: Kommentar – Berlin braucht mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau

Da Bauflächen knapp und begehrt sind, wäre es heute fahrlässig, nur auf die Zahl der zu bauenden Wohnungen zu schielen, nicht aber auf deren soziale Qualität. Da etwa jeder zweite Berliner ein so niedriges Einkommen hat, dass er Anspruch auf eine Sozialwohnung hätte, sollte dies in der Neubauplanung berücksichtigt werden.

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-berlin-braucht-mehr-geld-fuer-den-sozialen-wohnungsbau-28608958

Aus der Rubrik „Wohnungspolitik“:

Berliner Zeitung am 17.10.2017: Neue Zahlen – Berlin benötigt 194.000 neue Wohnungen bis 2030

Die Zeit drängt. Bis zum nächsten Jahr muss Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) genug Flächen für den Bau von 194.000 Wohnungen bis zum Jahr 2030 nachweisen.

Im vergangenen Jahr wurden 13.659 Wohnungen in Berlin fertiggestellt, darunter aber nur 165 Sozialwohnungen. Nur sehr langsam werden es mehr. In diesem Jahr stehen Fördermittel für 3000 Sozialwohnungen zur Verfügung, im Jahr 2021 für 5000 Sozialwohnungen.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/neue-zahlen-berlin-benoetigt-194-000-neue-wohnungen-bis-2030-28608864

Aus der Rubrik „Wohnungspolitik“:

DER TAGESSPIEGEL am 16.10.2017: Wohnungsbau in Berlin – Über den Stadtrand gerät das Zentrum ins Vergessen

City West, historische Mitte am Roten Rathaus, die großen Innenstadtareale: Rot-Rot-Grün hat damit trotz Wohnungsnot keine Eile. Die CDU macht Druck.

Bei der Entwicklung von innerstädtischen Brachen und Freiflächen spielt der Senat auf Zeit – deshalb will der frühere Koalitionspartner der SPD Druck machen, und zwar mit Änderungsanträgen im Haushalt. „Die zentralen innenstädtischen Projekte werden ausgebremst“, sagt der Generalsekretär der CDU, Stefan Evers: „Dabei müssen genau dort die Prioritäten gesetzt werden“. Deshalb will Evers nun jene Vorhaben „reaktivieren“, über die mit der SPD früher einmal „Konsens“ herrschte.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnungsbau-in-berlin-ueber-den-stadtrand-geraet-das-zentrum-ins-vergessen/20463274.html

Aus der Rubrik „Mietenpolitik“:

Berliner Zeitung am 13.10.2017: „Preistreiberei“ – Michael Müller fordert Verkaufsverbot für bundeseigene Häuser

Preistreiberei, Geschäftemacherei und Spekulation – mit ungewöhnlich harten Worten hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Immobilienverkäufe des Bundes in der Hauptstadt kritisiert.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/-preistreiberei–michael-mueller-fordert-verkaufsverbot-fuer-bundeseigene-haeuser-28575562

Aus der Rubrik „Mietenpolitik“:

Berliner Morgenpost am 13.10.2017: Mieter von Bundesimmobilien schreiben Brandbrief

Mit einem Brandbrief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dessen Staatssekretär Jens Spahn sowie den Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) wollen die Mieter der im Bundesbesitz befindlichen Wohnungen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf auf die zum Teil drastischen Mieterhöhungen in ihren Wohnhäusern aufmerksam machen. Die Bima, die dem Bundesfinanzministerium untersteht, beteilige sich mit ihren kontinuierlichen Mieterhöhungen aktiv an der Preisspirale am Mietmarkt, so ihr Vorwurf.

Die Mieter in den Wohnanlagen um die Sundgauer- und Mühlenstraße und die Lissabon- und Lindenthaler Allee appellieren an den Gesetzgeber, den Bima-Auftrag so zu ändern, dass eine soziale Wohnungspolitik ermöglicht wird. „Unsere einstmals sozialen Mieten bewegen sich nun am oberen Limit des Mietspiegels“, so Claudia Schmid, Mieterin an der Sundgauer Straße. Ihre Familie bewohne eine 124 Quadratmeter große Wohnung, für die sie 130 Euro mehr zahlen sollen. Die Kaltmiete je Quadratmeter betrage nunmehr 9,03 Euro. Für viele Anwohner sei die Grenze der Belastbarkeit damit erreicht.

https://www.morgenpost.de/berlin/article212221727/Mieter-von-Bundesimmobilien-schreiben-Brandbrief.html

Aus der Rubrik „Wohnungspolitik“:

rbb24.de am 11.10.2017: Vorkaufsrecht genutzt, Investor ausgestochen – Friedrichshain-Kreuzberg kauft Cuvrystraße 44/45

Der neunte Kauf: Friedrichshain-Kreuzberg hat erneut das Vorkaufsrecht genutzt und die Cuvrystraße 44/45 kaufen lassen. Und es geht weiter: Zwei Objekte hat das Bezirksamt im Auge, ein großes Gebiet soll noch in diesem Jahr Schutzgebiet werden.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat den Wohnblock Cuvrystraße 44/45 gekauft. Wie der Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) rbb|24 am Mittwoch mitteilte, habe der Bezirk das Vorkaufsrecht für 30 Wohnungen ausgeübt. Sie gehen an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM). Der Kauf hat 1,9 Millionen Euro gekostet, sie werden von der WBM übernommen. Die Mieter zahlen dort derzeit durchschnittlich 3,46 Euro pro Quadratmeter.

„Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg macht es sich zur Aufgabe, die Zahl der Vorkäufe von Jahr zu Jahr substantiell zu erhöhen, um breite Teile der Wohnbevölkerung vor Verdrängung zu schützen.“ Der Bezirk habe dem potentieller Käufer angeboten, „mit der Unterzeichnung eines Vertrags die Ausübung des Vorkaufsrechts zu verhindern, in dem dieser sich dazu verpflichtet, 20 Jahre lang auf Umwandlung und kostenintensive Modernisierungsmaßnahmen zu verzichten“. Das habe der Käufer ausgeschlagen, er habe nur zehn Jahre zusichern wollen.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2017/10/friedrichshain-kreuzberg-kauft-cuvrystrasse-vorkaufsrecht.html

Aus der Rubrik „Mietenpolitik“:

Berliner Woche am 08.10.2017: Mieten in Südende steigen um fast 50 Prozent

Von drastischen Mieterhöhungen sind zunehmend auch Steglitz-Zehlendorfer betroffen. Jüngstes Beispiel: Für Mieter der börsenorientierten Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen SE in Südende steigt die Miete um fast 50 Prozent.

Betroffen sind die Wohnanlagen Liebenowzeile, Borstellstraße, Denkstraße, Stephanstraße, Benzmannstraße und Steglitzer Damm. Sebastian Serowy, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung spricht von einer Mietenexplosion. Bereits Anfang des Jahres habe es reguläre Mieterhöhungen von 15 Prozent gegeben. Mit Austausch der Fenster drohe nun die Umlage der „Modernisierung“ auf die Mieter. Serowy: „Das bedeutet eine Erhöhung der Nettokaltmiete um weitere 34 Prozent. Auch für das nächste Jahr sind Modernisierungen angekündigt.“

http://www.berliner-woche.de/steglitz/soziales/mieten-in-suedende-steigen-um-fast-50-prozent-d134607.html

Aus der Rubrik „Mietenpolitik“:

DER TAGESSPIEGEL am 09.10.2017: Immobiliengesellschaft „Deutsche Wohnen“ – Erst aufwendig sanieren, dann die Miete drastisch erhöhen

Lange verfielen tausende Sozialwohnungen. Nun werden sie groß saniert. Das lässt die Mieten sprunghaft steigen – besonders bei der „Deutsche Wohnen“. Die Berliner Politik will dem entgegentreten.

Gerade die „Deutsche Wohnen“ setzt laut Wibke Werner vom Mieterverein „alle Tricks und Kniffe ein, um den Mietspiegel zu umgehen“. Darunter seien nicht nur ungerechtfertigte Mieterhöhungen und überhöhte Betriebskostenabrechnungen, gegen die sich Mieter zumindest vor Gericht wehren können. Mit Vehemenz setze die Firma auf die effektivste legale Mietsteigerungsstrategie: Modernisierung und energetische Sanierung.

Mieterverein und Bürgerinitiativen werfen dem Unternehmen vor, dass es Gebäude zunächst jahrelang verfallen lässt. Defekte Heizungen, Aufzüge, Türen und Sanitäranlagen würden trotz Meldungen wochenlang nicht repariert. So werde künstlich ein Instandhaltungsstau erzeugt, den man schließlich mit umfassender Modernisierung behebe. „So verkauft man uns die Instandhaltung als teure Modernisierung“, klagt Michaela Pietrzik aus der Eisenbahnersiedlung in Treptow.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/immobiliengesellschaft-deutsche-wohnen-erst-aufwendig-sanieren-dann-die-miete-drastisch-erhoehen/20425802.html