Archiv der Kategorie: Mietertipps

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

DER TAGESSPIEGEL am 09.08.2017: Mieterstadt Berlin – Energetische Sanierung als Vermietertrick

Das Dämmen von Wohnhäusern ist schlechter als sein Ruf. Häufig sinken die Nebenkosten kaum, dafür explodiert die Quadratmetermiete.

Was tun? Zunächst einmal die Regeln ändern, wonach jährlich elf Prozent der Kosten auf die Miete umgelegt werden können. Dieser Satz wirkt nämlich, wie es Reiner Wild vom Mieterverein nannte, wie ein Brandbeschleuniger. Und vor allem nur dann energetisch sanieren, wenn nachgewiesen ist, dass die Einsparungen bei der Energie die Kosten rechtfertigen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/mieterstadt-berlin-energetische-sanierung-als-vermietertrick/20167264.html

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

freitag.de am 09.08.2017: Der Chef kassiert zwei Millionen

Daseinsvorsorge Gewinne sprudeln, Mieter gehen auf die Barrikaden: ein Porträt des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen

Nur Vonovia ist größer: Die Deutsche Wohnen ist im Zuge einer vom Management betriebenen aggressiven Wachstumsstrategie zum zweitgrößten Immobilienunternehmen in Deutschland geworden. Rund 70 Prozent ihres Immobilienbestandes liegen im Großraum Berlin, wo sie eine marktbeherrschende Stellung innehat, wenn es um die Verteilung und Bepreisung knappen Wohnraums geht. Kaum ein anderer Konzern steht dabei so sehr im Kreuzfeuer der Kritik von Mieterinnen und Mietern.

Der Konzern werde, so eine ehemalige Führungskraft, vom Vorstandschef Michael Zahn „autoritär“ und „sehr hierarchisch“ geführt. Zahn bekam 2016 für seine Vorstandstätigkeit 2.082.000 Euro ausbezahlt, etwa das 70-Fache des durchschnittlichen Jahresarbeitsentgeltes eines abhängig Beschäftigten der Deutsche Wohnen.

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-chef-kassiert-zwei-millionen

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

Berliner Morgenpost am 09.08.2017: Berliner Rentner – Kampf gegen Mieterhöhung: „Ich lasse mich nicht vertreiben“

Weil der Eigentümer modernisieren will, soll Wolfgang Hoth statt 773 Euro 1216 Euro warm zahlen. Der Berliner will das nicht hinnehmen.

Die vom Mieterverein vorgelegte Liste mit 23 Fällen sehr hoher Mietsteigerungen führt die Wohnsiedlung Am Steinberg in Reinickendorf an. Dort steigt die Miete nach Modernisierung um 16,10 Euro pro Quadratmeter. Um 13,44 Euro erhöhte sich die Miete in einem Haus in der Immanuelkirchstraße in Pankow. 13,07 Euro sind es in einem Mietshaus an der Niebuhrstraße in Charlottenburg.

Der Mieterverein fordert unter anderem, dass Vermieter künftig auch bei Modernisierungsmaßnahmen die Miete nur in Bezug auf die ortsübliche Vergleichsmiete erhöhen dürfen. Bis dahin schlägt er vor, dass der Vermieter statt elf Prozent künftig nur noch vier Prozent der Modernisierungskosten auf den Mieter abwälzen dürfe. Auch das Fördersystem gehört laut Reiner Wild auf den Prüfstand: Die Strategie, Belastungen für Mieter bei energetischen Maßnahmen durch Fördermittel zu minimieren, greife nicht. „Vermieter gehen davon aus, dass sie auch sehr hohe Mietsteigerungen ohne Probleme realisieren können“, konstatiert er. Die Studie habe gezeigt, dass nur etwa fünf Prozent der Vermieter Fördermittel in Anspruch nahmen.

https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article211523093/Kampf-gegen-Mieterhoehung-Ich-lasse-mich-nicht-vertreiben.html

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

DER TAGESSPIEGEL am 08.08.2017: Gentrifizierung – Mieterverein beklagt Modernisierungs-Abzocke

Nur selten nutzten Sanierungen den Bewohnern. Das belegt nach Ansicht des Mietervereins eine aktuelle Studie.

Einer am Dienstag vorgestellten Kurzstudie des Berliner Mietervereins zufolge ist Wolfgang Hoths Geschichte kein Einzelfall. Die Auswertung der Mieten von 200 Befragten, allesamt Mitglieder des Vereins, habe gezeigt, dass die Miete nach einer Modernisierung immens steige. Um annähernd 2,50 Euro pro Quadratmeter im Zeitraum zwischen 2013 und 2016. Damit sei die durchschnittliche Nettokaltmiete, gemittelt auf alle Bezirke auf 7,14 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gentrifizierung-mieterverein-beklagt-modernisierungs-abzocke/20162500.html

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

rbb-online.de am 08.08.2017: Berliner Mieterverein schlägt Alarm – „Die Modernisierung ist aus dem Ruder gelaufen“

Die Modernisierung von Wohnungen in Berlin führt zu drastisch steigenden Mieten. Das geht aus einer Studie des Mietervereins hervor. Die Folge sei eine massive Verdrängung von Menschen aus ihren Kiezen.

Der Mieterverein untersuchte rund 200 Modernisierungsprojekte der vergangenen Jahre in Berlin. Ergebnis: Nach diversen Modernisierungsmaßnahmen stieg die Nettokaltmiete im Durchschnitt um knapp 2,50 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Viertel der Wohnungen lag die Mietsteigerung bei 3 Euro pro Quadratmeter und mehr. „Das bereitet uns besondere Sorge, denn Erhöhungen in diesem Ausmaß haben Verdrängung zur Folge“, sagte Wild.

In extremen Fällen wurden die Mieten sogar verdoppelt und verdreifacht. In Tegel/Reinickendorf schlug ein Vermieter nach der Modernisierung der Wohnanlage 16,10 Euro pro Quadratmeter auf die Miete drauf.

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/08/mieterverein-berlin-modernisierung-verdraengung.html

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

DER TAGESSPIEGEL am 31.07.2017: Immer Ärger mit Vermieter „Deutsche Wohnen AG“ – „Passen Sie auf, es riecht“

Immer wieder Deutsche Wohnen AG: In Kreuzberg klagen Bewohner einer Anlage von Berlins größtem Vermieter über Verwahrlosung.

Helmut Richter gibt eine Vorwarnung, bevor er die Tür zum Hausflur öffnet. „Passen Sie auf, es riecht“, sagt er. Dann geht er mit einem Besucher in den Flur, elfte Etage, Gitschiner Straße 38, Kreuzberg, ein nüchterner Wohnblock. Die U-Bahnstation Kottbusser Tor liegt rund 150 Meter weiter. Es riecht nach Urin, nicht beißend, aber deutlich genug. Dazu noch der Geruch eines scharfen Desinfektionsmittels. In einer Ecke liegen Papierreste, dunkle Flecken durchziehen den Boden.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/immer-aerger-mit-vermieter-deutsche-wohnen-ag-passen-sie-auf-es-riecht/20129956.html

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Spandauer Volksblatt am 31.07.2017: Deutsche Wohnen erkennt Berliner Mietspiegel 2017 nicht an

Mit Schreiben vom 19.07.2017 beharrte die Deutsche Wohnen Management GmbH auf ihrer Mieterhöhung vom 20.06.2017 und führte in ihrem vorgenannten Schreiben wie folgt aus: „Wir möchten betonen, dass wir keinesfalls das Instrument „Mietspiegel“ als Soches ablehnen. Ein Mietspiegel, welcher transparent, unter Beteiligung der entsprechenden Interessengruppen sowie wissenschaftlich bzw. statistisch fundiert erstellt wurde, kann Rechtssicherheit sowie -frieden für alle Vermieter und Mieter schaffen. Aber leider weist der Berliner Mietspiegel 2017 nach unserer Auffassung erneut wissenschaftliche und statistische Mängel auf und berücksichtigt wesentliche Kriterien nur unzureichend bis gar nicht, wie zum Beispiel die Repräsentativität der Stichprobe , die Wohnlagenzuordnung, die Ausreißerbereinigung und die nicht vorhandene Berücksichtigung von Ausstattungsmerkmalen im qualifizierten Teil. Ungeachtet dessen, dass wir den Berliner Mietspiegel 2017 als Erkenntnisquelle für die Ermittlungen der ortsüblichen Vergleichsmiete als ungeeignet ansehen, …“.

Kommentar des AMV

„Die Deutsche Wohnen spielt weiterhin mit der Angst ihrer Mieterinnen und Mieter, ignoriert auch den Berliner Mietspiegel 2017 und verlangt zumindest teilweise Mieterhöhungen oberhalb der „ortsüblichen Vergleichsmiete“, sagte der 1. Vorsitzende des AMV – Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e. V., RA Uwe Piper. „Die Deutsche Wohnen versucht, den Mietern glauben zu machen, dass ihre Mieterhöhung rechtens und Widerstand zwecklos sei“, meint Piper. „Die meisten Mieter fürchten sich vor einer Klage und akzeptieren deshalb die Mieterhöhung“, so Piper. „Dies sind nach unseren Erfahrungen ca. 80 %“, ergänzt Piper. „Mieter sollten sich zwingend gegen Mieterhöhungsverlangen oberhalb der „ortsüblichen Vergleichsmiete“ wehren und auf keinen Fall ihre Zustimmung erteilen“, rät Piper. „Wenn Mieter unsicher sind, ob ihre Mieterhöhung rechtmäßig ist oder nicht, sollten sie fachkundigen Rat bei einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht einholen“, empfiehlt Piper.

http://www.berliner-woche.de/falkenhagener-feld/bauen/deutsche-wohnen-erkennt-berliner-mietspiegel-2017-nicht-an-d130157.html

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

B.Z. am 28.07.2017: Schon wieder Deutsche Wohnen

Fahrstuhl ständig kaputt: So leiden langjährige Mieter

Ein kaputter Fahrstuhl über Monate, kein Wasser, defekte Heizungen. Die Beschwerdeliste der Mieter der Deutsche Wohnen ist lang. Wieder muss ein Anwalt ran.

Mieter der Deutsche Wohnen haben sich daran gewöhnt: Ohne Anwalt passiert nicht viel. So wie an der Jahnstraße in Britz. Wohnst du noch oder klagst du schon? 2016 fiel der Fahrstuhl in dem Hochhaus (acht Stockwerke) aus. „Zwischen Januar und Juni 2016 war er 15-mal defekt. Ende Juni wurde er stillgelegt“, sagt Mieterin Gisela Vogé (74).

„Es vergeht kein Tag ohne Beschwerden von Mietern der Deutsche Wohnen“, sagt Reiner Wild (62), Chef des Berliner Mietervereins. Doch trotz zahlreicher Klagen und Prozesse ändert sich nichts. Wild: „Es geht ihnen nur um Rendite zulasten der Mieter.“

http://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/wohnst-du-noch-oder-klagst-du-schon