Archiv der Kategorie: Mietertipps /-informationen

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

rbb24.de am 04.04.2018: Fahrstuhl defekt – Eingesperrt in der eigenen Wohnung

Jutta Reisner ist 80 Jahre alt. Sie hat ein teilamputiertes Bein und der Weg in ihre Wohnung ist eine Tortur – denn der Fahrstuhl funktioniert nicht. Seit über sechs Wochen. So kann sie kaum das Haus verlassen. Ihr Vermieter: Die Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen.

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/av7/fahrstuhl-berlin-defekt-deutsche-wohnen-wedding-kreuzberg.html

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

Berliner Morgenpost am 03.04.2018 – Siedlung Westend: Mieter haben Angst vor Asbestsanierung
Deutsche Wohnen versichert: „Arbeiten sind fachgerecht“
Mieter in der Siedlung Westend sorgen sich über Asbestsanierungen und darüber, dass ihre Gesundheit dadurch gefährdet werden könnte. Aufgrund von Informationsmangel hätten sie Zweifel, dass die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen eingehalten würden.
Zu den Asbestsanierungen versicherte Marko Rosteck, Sprecher der Deutsche Wohnen, dass sie „fachgerecht stattfinden“. Die Taschen seien verschlossen, auch wenn man das auf dem Foto nicht erkennen könne. „Die Behälter werden durch eine Art Reißverschluss innen verschlossen“, so Rosteck weiter. Die Deutsche Wohnen kontrolliere diese Arbeiten zudem.

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

Berliner Zeitung am 29.03.2018: Zweckentfremdung – Darauf müssen Berliner bei Ferienwohnungen achten

Mit Ferienwohnungen lässt sich mehr Geld verdienen als mit Mietwohnungen. Dem Wohnungsmarkt gehen dadurch dringend benötigte Unterkünfte verloren. Wie viele Ferienwohnungen es in Berlin gibt, lässt sich schwer sagen. Schätzungen gehen von mehr als 20.000 Ferienwohnungen aus, viele davon werden ungenehmigt betrieben.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/zweckentfremdung-darauf-muessen-berliner-bei-ferienwohnungen-achten-29939556

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

Berliner Zeitung am 28.03.2018: Das Leid der Studenten – Preise für WG-Zimmer steigen in Berlin am stärksten
Zwar will der Senat die Zahl der preiswerten Studentenwohnungen um 5000 erhöhen, doch geht das nicht so schnell. Die landeseigene Berlinovo, die 2500 der Wohnplätze schaffen soll, hat im vergangenen Jahr gerade die ersten 129 Apartments fertiggestellt.

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

Berliner Zeitung am 28.03.2018: Wahl zum Mieterbeirat – Der Ausschluss von Ingo Franke hat weitreichende Folgen
Eigentlich sollen die landeseigenen Wohnungsunternehmen die Mitsprache der Mieter in ihren Wohngebieten stärken. Doch nach dem Skandal um den Ausschluss kritischer Bewerber zu den Mieterratswahlen 2016 gibt es nun den nächsten Ärger.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/wahl-zum-mieterbeirat-der-ausschluss-von-ingo-franke-hat-weitreichende-folgen-29934978

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Spandauer Volksblatt am 26.03.2018: Mietpreisbremse – Offener Brief an Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Katarina Barley

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Katarina Barley, hat sich am 25.03.2018 in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ dahingehend geäußert, dass sie die Mietpreisbremse verschärfen will. „Ich habe vor, den Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause vorzulegen“, sagte Barley.

Der AMV – Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V. hat sich am 26.03.2018 per E-Mail mit einem Offenen Brief an Frau Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, gewandt und diese aufgefordert, ihren Worten Taten folgen zu lassen und für eine Verbesserung der Mietpreisbremse im Interesse der Mieterinnen und Mieter zu kämpfen und diese zu verschärfen.

http://www.berliner-woche.de/falkenhagener-feld/bauen/mietpreisbremse-offener-brief-an-bundesministerin-der-justiz-und-fuer-verbraucherschutz-dr-katarina-barley-d147087.html

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Süddeutsche Zeitung am 25.03.2018 – Mietpreisbremse: Nur wer wagt, gewinnt

Es geht also doch, wenn Mieter auf ihr Recht pochen. 1200 Euro Kaltmiete sollte die Wohnung in München-Schwabing kosten, fast 22 Euro für einen der 55 Quadratmeter. Das war im Juni 2016. Der Mieter zahlte zunächst, bis er sich September 2017 auf die Mietpreisbremse berief. Der Vermieter akzeptierte die Rüge. Seitdem beträgt die Miete nur noch 1044 Euro, das sind pro Monat 156 Euro oder jährlich 1869 Euro weniger.

Das Beispiel zeigt: Die Mietpreisbremse, von Kritikerin schon totgesagt, kann funktionieren. Aber bislang trauen sich erst wenige Mieter, gegen ihre Vermieter vorzugehen. „Das ist bislang wirklich kein Massenphänomen“, sagt der Sprecher des Deutschen Mieterbunds. Doch langsam bewegt sich etwas.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mietmarkt-nur-wer-wagt-gewinnt-1.3920147

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Berliner Morgenpost am 22.03.2018: Hilfe für Mieter – „Mietshäuser-Syndikat“ kämpft in Berlin gegen Verdrängung

Kampf gegen Verdrängung in Berlin: Das „Mietshäuser Syndikat“ hilft Mietern, gemeinsam ganze Häuser zu kaufen – auch ohne Startkapital.

Wenige Monate nach dem März 2016 schlossen sich die Bewohner dem „Mietshäuser-Syndikat“ an, einem Netzwerk selbst organisierter Wohnprojekte. Möchten Leute gemeinschaftlich ein Haus kaufen, können sie diesem Freiburger Verein beitreten: Dann gründen sie als Käufer eine Haus-GmbH, und das Mietshäuser-Syndikat wird Beteiligungsgesellschaft. Das Syndikat ist gut vernetzt und kann Direktkredite mit geringen oder gar keinen Zinsen vermitteln. Oft kommen diese von privaten Unterstützern, oder – wie im Fall der Seumestraße 14 – von einer Stiftung.

Ist genug Kapital zusammen, nehmen die Mieter in der Regel einen Bankkredit auf, kaufen das Haus – und zahlen den Kredit über ihre Miete zurück.

https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article213820853/Mietshaeuser-Syndikat-kaempft-in-Berlin-gegen-Verdraengung.html

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DER TAGESSPIEGEL am 22.03.2018: Berliner Mietpolitik – Zwangsversteigerung verärgert Bewohner

Ein Miethaus in Kreuzberg wurde in einer öffentlichen Aktion zwangsversteigert. Die Bewohner fürchten neue hohe Mieten. Der Bezirk prüft jetzt die Option des Vorkaufsrecht.

In Kreuzberg wurde am Mittwoch ein Mietshaus in einer öffentlichen Auktion im Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg zwangsversteigert. Das Mindestgebot war auf einen Verkehrswert von fünf Millionen Euro angesetzt. Es handelt sich um ein Gründerzeithaus-Ensemble (Vorder- und Hinterhaus plus Seitenflügel) mit insgesamt 27 Wohnungen. Betroffen sind auch drei Gewerbe, darunter die schon einmal aus dem Bergmannkiez verdrängte „Espresso Lounge“ und das Kneipen-Urgestein „Destille“. Das Haus gehörte noch zu einem Drittel einer Erbengemeinschaft, Teileigentümer seit 2014 waren die Salesground Invest GmbH und die K&M Conceptwert AG. Vor dem Versteigerungstermin protestierten die Mieter vor dem Gerichtsgebäude gegen Spekulation. Anfangs verlief die Auktion verhalten, nach dem Einstiegsgebot des antragsstellenden Teileigentümers (vier Millionen Euro) herrschte Stille im Saal. Doch zum Ende boten sich zwei Bieter hoch und trafen Absprachen vor der Saaltür, ein Vorgehen, das eigentlich nicht erwünscht ist, aber eine weitere Preistreiberei verhindern soll. Eine anonyme Gesellschaft erhielt den Zuschlag für das Meistgebot von 7,1 Millionen Euro. Dieser Preis gilt gleichzeitig als neuer Verkehrswert.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-mietpolitik-zwangsversteigerung-veraergert-bewohner/21104702.html

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

rbb24.de am 21.03.2018: Bezirk will Musterklageverfahren führen – Erneut Mietshaus in Kreuzberg höchstbietend versteigert 

Für 7,1 Millionen kam ein Mietshaus am Mehringdamm unter dem Hammer – gute zwei Millionen mehr als der geschätzte Verkehrswert. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg prüft nun die Möglichkeiten – und die Höhe – eines Vorkaufsrechts.

Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, hatte bereits im Vorfeld angkündigt an, auch bei diesem Objekt das Vorkaufsrecht zu prüfen.

Unklar ist allerdings, ob dies auch bei einer Zwangsversteigerung gilt:  Laut Rechtsprechung gilt der dort erzielte Preis dann als der aktuelle Verkehrswert, also 7,16 Millionen Euro. Die Gefahr ist groß, dass Spekulanten die Sonderkaufoption des Vorkaufsrechts über den Preis aushebeln können, indem sie das Haus in einer öffentlichen Auktion anbieten und dabei den Preis in die Höhe treiben.  

Baustadtrat Schmidt erwägt deswegen eine Musterklage, um zu klären, ob für das Vorkaufsrecht des Bezirks der Verkehrswert (5 Millionen) Grundlage ist oder das Höchstgebot gelten muss – selbst wenn es mehr als 20 Prozent über Verkehrswert liegt, also ein Spekulationspreis ist. Das ist hier der Fall.    

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/03/versteigerung-mietshaus-mehringdamm-bezirk-prueft-vorkaufsrecht.html