Archiv der Kategorie: Mietertipps /-informationen

Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

 

Berliner Zeitung am 01.03.2019: Fünfter Block an der Karl-Marx-Allee – Angeblich kein Vorkaufsrecht für Mieter

Beim Verkauf eines fünften Blocks an der KarlMarxAllee von der Predac an die Deutsche Wohnen sollen die Mieter der rund 150 Wohnungen angeblich kein Vorkaufsrecht haben. Das jedenfalls hat die Predac den Mietern des Blocks jetzt per Schreiben mitgeteilt.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/fuenfter-block-an-der-karl-marx-allee-angeblich-kein-vorkaufsrecht-fuer-mieter-32122664

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Berliner Zeitung am 01.03.2019: Teure Modernisierung – Wie Zahnärzte in Berlin die Mieten hochtreiben

Die Modernisierungsankündigung war für die Mieter ein Schock. Verdreifachen werde sich die Miete voraussichtlich, teilte die Hausverwaltung den Bewohnern einer rund 73 Quadratmeter großen Wohnung in der Lenbachstraße 7 in Friedrichshain mit – von bisher 458 Euro auf künftig 1408,75 Euro monatlich. Als Vermieterin wurde eine Firma mit dem schillernden Namen Projekt F-24 Alpha GmbH genannt. Jetzt ist klar, wer sich dahinter verbirgt. Ein Firmengeflecht, an dem unter anderem das Versorgungswerk der Zahnärztekammer aus Schleswig-Holstein beteiligt ist.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/teure-modernisierung-wie-zahnaerzte-in-berlin-die-mieten-hochtreiben–32122408

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DER TAGESSPIEGEL am 24.02.2019 : Möbel statt Mietpreisbremse 

Über das Geschäft mit möblierten Wohnungen. Und wie sich mit ihnen der Mietspiegel umgehen lässt. Immer mehr Berliner Wohnungen werden möbliert angeboten, buchbar mit wenigen Klicks auf neuen Online-Plattformen. Die Mietpreisbremse gilt dann nicht. Was steckt dahinter?

Wer jetzt glaubt: Das kenne ich doch, und an das Angebot möblierter Unterkünfte auf Plattformen wie Airbnb denkt, irrt. Diese neue Strategie zielt nicht auf Touristen ab, und sie gilt auch nicht tageweise, sondern für längere Zeiträume. Damit gilt das Modell nicht als Ferienwohnung und unterliegt nicht dem Zweckentfremdungsverbot, mit dem der Senat Teile des Wohnungsmarktes vor der Umnutzung als billige Hotelzimmer bewahren will.

Die Praxis demonstriert, wie Vermieter bewusst Schwachstellen des Gesetzes nutzen, um den Begrenzungen durch Bezirksämter zu entgehen.

Dabei ist es nicht verboten, Wohnungen befristet zu vermieten. Zeitverträge sind zulässig, wenn es einen Grund gibt. Zum Beispiel, wenn der Vermieter selbst die Wohnung beziehen will oder eine Renovierung plant. Anders sieht es aus, wenn nicht der Vermieter, sondern der Mieter einen Grund zur Befristung hat. Etwa weil er für ein Projekt in die Stadt zieht. Das Zweckentfremdungsgesetz erlaubt das ausdrücklich. Doch ob der Mieter wirklich nur einen befristeten Mietvertrag will oder diesen aus Not heraus unterschreibt, kann kaum jemand überprüfen. Und auf den Plattformen können Mieter von vorneherein nur Wohnungen auswählen, die befristet sind.

https://interaktiv.tagesspiegel.de/wem-gehoert-berlin/artikel/moebel-statt-mietpreisbremse/

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DER TAGESSPIEGEL am 21.02.2019: Mieten in Berlin Die trickreichen Investitionen der Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen gibt vergleichsweise wenig Geld für Instandhaltung aus – dafür viel für Modernisierung. Die Kosten dafür können nämlich umgelegt werden.

Sind Sie Mieter? Dann interessiert es Sie vielleicht, was öffentliche Wohnungsgesellschaften von einer privaten wie „Deutsche Wohnen“ wirklich unterscheidet. Sie werden sich wundern (oder auch nicht). Schauen wir uns mal die Instandhaltung an (nicht auf die Miete umzulegen): Da investierte die „Deutsche Wohnen“ im Schnitt von fünf Jahren (Zahlen bis 2017 recherchierbar) pro Quadratmeter 9,91 Euro. Bei den städtischen Gesellschaften sind es 17,98 Euro.

Genau andersherum verhält es sich mit den umlegbarenModernisierungskosten: Da stiegen die Investitionen der Deutsche Wohnen von 4,67 Euro pro Quadratmeter auf 22,85, bei den Städtischen fielen sie von 10,09 auf 7,68. Jetzt ahnen Sie vielleicht, warum Sie immer mehr Miete zahlen, obwohl Ihre Heizung immer noch nicht geht. (Q: Anfrage Nr. 18/17662, MdA Gottwald/Gindra)

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Berliner Zeitung am 20.02.2019: Kommentar zur Deutsche Wohnen – Bei städtischen Vermietern lebt es sich besser 

Der Vergleich zeigt, dass sich die Mieter nicht vor einer Rekommunalisierung von Wohnungen fürchten müssen. Im Gegenteil. Die Zahlen beweisen: Wer bei den landeseigenen Unternehmen in Berlin wohnt, lebt in der Regel gut und sicher.

https://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-zur-deutsche-wohnen-bei-staedtischen-vermietern-lebt-es-sich-besser-32068986

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Berliner Zeitung am 19.02.2019: Zulasten der Mieter – So funktioniert das Geschäftsmodell der Deutsche Wohnen

Die börsennotierte Deutsche Wohnen vermeldet immer wieder steigende Gewinne – doch diese werden zulasten der Mieter erwirtschaftet. So investiert das Unternehmen im Vergleich zu den sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften deutlich weniger Geld in die Instandhaltung seiner Immobilien. Die Ausgaben für Modernisierungen, die sich dagegen auf die Miete umlegen lassen, sind beim größten Privat-Vermieter Berlins sehr viel höher als bei den kommunalen Unternehmen.

Das geht aus der noch nicht veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Gaby Gottwald und Harald Gindra hervor, die der Berliner Zeitung exklusiv vorliegt. Während die sechs landeseigenen Unternehmen in den Jahren 2013 bis 2017 im Schnitt zwischen 16,90 Euro und 19,17 Euro je Quadratmeter Wohnfläche jährlich in die Instandhaltung investierten, steckte die Deutsche Wohnen laut der Senatsantwort nur zwischen 9,45 und 10,52 Euro je Quadratmeter jährlich in ihre Bestände.

https://www.berliner-zeitung.de/politik/zulasten-der-mieter-so-funktioniert-das-geschaeftsmodell-der-deutsche-wohnen-32067760

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Handelsblatt am 20.02.2019: Wohnungsnot in Deutschland – Immobilienkonzerne müssen mehr Verantwortung übernehmen

Immobilienkonzerne schieben der Politik die Schuld für den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu. Es reicht aber nicht, nur auf die Versäumnisse anderer hinzuweisen.
Die nächste Eskalation ist schon programmiert. Das Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft bestätigt nicht nur den anhaltenden Preisaufwärtstrend in deutschen Großstädten. Die Experten rechnen auch in den Ballungsräumen mit „weiteren deutlichen Kaufpreissteigerungen“. Setzt sich der Trend wie von der Branche erwartet fort, wird das die Debatte um bezahlbaren Wohnraum nur weiter befeuern.

Die Politik wird sehr wahrscheinlich mit zusätzlichen Auflagen reagieren. Investoren und große Vermieter wie Vonovia oder Deutsche Wohnen sehen sich zunehmend gegängelt. Doch sie müssten selbst mehr tun, um schärferer Regulatorik zu entgehen und den Zorn der Bürger nicht unnötig auf sich zu ziehen.

Doch statt sich der Debatte zu stellen, schieben die Wohnkonzerne der Politik die Schuld für den Mangel an bezahlbarem Wohnraumzu. Sicher hat die Politik über Jahre vieles versäumt: Sie hat es verschlafen, für genügend Bauland zu sorgen, und sie erschwert auch heute noch mit lahmenden Genehmigungsprozessen den Neubau. Es reicht aber nicht, nur auf die Versäumnisse der anderen hinzuweisen.

Statt sich aus der Schussbahn zu bringen, macht sich mancher Akteur in der erhitzten Debatte noch selbst zur Zielscheibe. Wenn Deutsche Wohnen beispielsweise gegen die Erhebungsverfahren des Berliner Mietspiegels klagt, um letztlich höhere Mietsteigerungen durchzuboxen, bringt das nicht gerade Sympathiepunkte ein. Den Prozess hat das Unternehmen übrigens jüngst vor dem Berliner Verfassungsgerichtshof verloren.

Wenn die Konzerne nicht länger Sündenbock sein wollen, müssen sie aktiver werden, zum Beispiel beim Neubau. Große Aktionäre, die schlanke Geschäftsmodelle bevorzugen, dürften zwar nicht in Begeisterung verfallen. Solche Vorhaben würden jedoch zeigen: Hier sind Unternehmen, die selbst zur Lösung der Wohnungsnot beitragen.

https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-wohnungsnot-in-deutschland-immobilienkonzerne-muessen-mehr-verantwortung-uebernehmen/24009604.html?ticket=ST-2572531-OOVRMaP6HkiZ111YRj1P-ap5

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rbb24.de am 12.02.2019: Deutsche Wohnen in Berlin – Der ganz legale Mieten-Wahnsinn

Berlins größter Privatvermieter, die Deutsche Wohnen, wird immer wieder wegen vernachlässigter Häuser und hoher Mieten kritisiert. Selbst Politiker beklagen deren Geschäftspolitik. Dabei hat die Politik den Weg für die Mietsteigerungen erst frei gemacht.

Marcus Eilers liebt seinen Job, obwohl sein Arbeitgeber in Berlin einen schlechten Ruf hat. Er ist Manager bei der Deutsche Wohnen und kümmert sich als Leiter Unternehmensentwicklung und Strategie um Zukunftsprojekte, wie zum Beispiel digitale Schlüsselsysteme, Smart Home, CO2-Einsparung.

„Wir sind 1.000 Mitarbeiter, die finden das nicht toll, wenn wir immer negativ dargestellt werden“, sagt Eilers, „wir bemühen uns sehr, damit sich das ändert.“ So werde zum Beispiel mit mehr Mieterversammlungen die Kommunikation verbessert. Und man beschäftige wieder Hausmeister in den Siedlungen als Ansprechpartner vor Ort. Laut einer eigenen Umfrage seien 80 Prozent der Mieter mit der Deutsche Wohnen zufrieden, erklärt er. Das Unternehmen sei keine Heuschrecke. Man wolle als börsennotiertes Unternehmen natürlich Gewinn machen, aber man investiere auch viel in die Gebäude. In den letzten beiden Jahren habe die Deutsche Wohnen dafür insgesamt 700 Millionen Euro ausgegeben.

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/02/miete-macht-rendite-der-ganz-legale-mietenwahnsinn-in-berlin.html

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DER TAGESSPIEGEL am 07.02.2019: Defekt in Steglitz – Weitere Deutsche-Wohnen-Mieter ohne Heizung

Nicht nur am Kottbusser Tor frieren Mieter, auch in Steglitz fiel in den vergangenen Wochen öfters die Heizung aus.

Mitten im Winter fällt die Heizung aus – nicht nur die Mieter am Kottbusser Tor kennen das schon, sondern auch in den ehemaligen Eisenbahnsiedlungen am Insulaner in Steglitz frieren die Bewohner. In beiden Fällen werden die Wohnungen von der Deutschen Wohnen vermietet.

Die ehemalige Eisenbahnersiedlung wird von Karl-Fischer-Weg, Oehlertring, Sembritzkistraße und Brinkmannstraße eingerahmt. Bisher habe es nie solche Probleme gegeben, berichtet ein Rentner, der seit vielen Jahren in seiner Wohnung in dem Gebäudekomplex lebt. Seit November streike aber nun ständig die Heizungsanlage, neun Mal sei sie seit November schon ausgefallen.

Ein Sprecher der Deutschen Wohnen bestätigte auf Tagesspiegel-Anfrage, dass die Anlage in den letzten Wochen mehrfach kurzzeitig ausgefallen sei. Sie habe jedoch immer noch am selben Tag wieder funktioniert. Was den Fehler in der 2018 erneuerten Anlage verursacht, ist mittlerweile klar: In der Kesselregelung wurde ein Defekt gefunden. Dieser soll spätestens am Freitag behoben werden.

Nach Aussage des Sprechers versorgt die betroffene Heizanlage rund 100 Wohnungen. Den letzten Ausfall hätten etwa 30 bis 40 Mieter gemeldet, sie bekämen eine Mietminderung.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/defekt-in-steglitz-weitere-deutsche-wohnen-mieter-ohne-heizung/23961144.html

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Berliner Zeitung am 05.02.2019: Heizungsausfall in Kreuzberg – Hunderte Mieter von Deutsche Wohnen werden entschädigt

Mieter der Deutsche Wohnen klagen mal wieder über massive Störungen bei der Heizung und der Warmwasserversorgung.Betroffen seien rund um das Kottbusser Tor in Kreuzberg zirka 450 Mietparteien mit mehr als 1000 Menschen, heißt es in einer Mitteilung der Bewohner.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/heizungsausfall-in-kreuzberg-hunderte-mieter-von-deutsche-wohnen-werden-entschaedigt–31993822