Aus der Rubrik „Mietenpolitik“:

DIE WELT am 27.05.2015: Warum der deutsche Wohnungsmarkt versagt!

Mietspiegel sind lückenhaft, Kaufpreise für keinen Marktteilnehmer ersichtlich. Deutschland hat einen der ineffizientesten Häusermärkte Europas. Davon profitieren Makler, Anwälte und Gutachter.

„Bei der Erstellung des Berliner Mietpreisspiegels waren Amateure am Werk“, schimpft der Dortmunder Professor für Statistik, Walter Krämer. „Schon die Erhebung der Daten krankt daran, dass für einen Mietspiegel für fast zwei Millionen Wohnungen in Berlin rund 100.000 Haushalte angeschrieben werden und nur ganze 10.000 den Fragebogen ausfüllen und zurückschicken. Und wer ist das? Oberlehrer, Professoren und Erbsenzähler – damit gewährleistet man keine Repräsentativität.“

Michael Voigtländer, Immobilienökonom beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW), schlägt als kostengünstigere Alternative eine Meldepflicht für Vermieter vor. „Sie müssten die Details jedes einzelnen ihrer Mietverträge an die Stadt melden, die dann auf dieser Grundlage einen soliden Mietspiegel erstellen kann.“

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article141525947/Warum-der-deutsche-Wohnungsmarkt-versagt.html