Aus der Rubrik „Modernisierungen“:

DER TAGESSPIEGEL am 06.02.2018: Steigende Mieten in Gropiusstadt – Wärmedämmung bedroht Neuköllner Mieter

Tausenden Anwohnern in Gropiusstadt droht eine saftige Mieterhöhung, weil ihr Vermieter seine Häuser modernisieren und sanieren will. Das Bezirksamt ist machtlos.

Der Löwensteinring 23/25. Ein achtgeschossiger Riegel mit hundert Wohnungen mitten in der Gropiusstadt. Kurz vor Weihnachten erhielten die Bewohner einen Brief von ihrem Vermieter, der Gropiuswohnen. Das Haus solle saniert und modernisiert werden. Modernisierung – das meint vor allem Wärmedämmung. Und die müssen die Mieter mitbezahlen.

Für die Gropiuswohnen dürfte die Modernisierung ein lohnendes Geschäft sein. Denn durch die gesetzlich festgelegte Modernisierungsumlage kann der Konzern die Mietpreisbremse umgehen und die Mieten deutlich erhöhen – weit über die in der Gropiusstadt erlaubten 5,20 Euro pro Quadratmeter hinaus.

Elf Prozent der Investitionssumme wird sich der Konzern jährlich von seinen Mietern zurückholen. In Zeiten niedriger Bauzinsen bekommt Gropiuswohnen die Baukosten so in zwanzig Jahren wieder rein. Und danach werden die Hausbewohner weiter höhere Mieten zahlen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/steigende-mieten-in-gropiusstadt-waermedaemmung-bedroht-neukoellner-mieter/20929626.html

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