Aus der Rubrik: „Stadtentwicklung“:

Berliner Morgenpost am 11.03.2018: Neubauprojekt – 10.000 neue Wohnungen geplant – Blankenburg wehrt sich

In dem Pankower Stadtteil will der Senat bis zu 10.000 Wohnungen bauen. Die Anwohner organisieren Proteste.

Am Sonnabend vor einer Woche hat Katrin Lompscher, die Bausenatorin von der Linken, in die „Feste Scheune“ in Buch geladen. Es sollte der Auftakt für die Bürgerbeteiligung zu einem der größten Neubauprojekte in Berlin werden. 5000, vielleicht 6000 Wohnungen sollten im Blankenburger Süden, auf den Rieselfeldern hinter der riesigen Gartenkolonie entstehen. So weit, so konfliktschwanger.

Dann trat Lompscher in der Scheune vor 700 Bürger. Die beteiligten sich dann auch – vor allem mit Buhrufen, Hupen und Trillerpfeifen. Grund: Aus 6000 waren mit einem Mal 10.000 Neubauwohnungen geworden. Bewohnt werden die wohl erst weit nach dem Jahr 2030, aber nur zur Einordnung: Das ist in etwa so, als würde die ganze Stadt Senftenberg in den Ortsteil Blankenburg ziehen. Infrastruktur muss her: Schulen, Gewerbe, Ein-, Mehrfamilienhäuser, Hochhäuser. Die Straßenbahnlinie M2 soll verlängert werden, mitten durch die Kolonie führen. Auch eine neue Hauptstraße dürfte die Gärten durchschneiden. In allen drei Bebauungsvarianten steht: „In den Erholungsanlagen wird die derzeitige Nutzung langfristig aufgegeben zugunsten eines Wohngebiets.“ In Variante C explizit: Für die Nutzer der Kleingartenanlage werde es „nicht mehr möglich sein, ihr Grundstück in der jetzigen Form zu behalten“.

https://www.morgenpost.de/berlin/article213684083/Blankenburg-das-gallische-Dorf.html