Aus der Rubrik „Immobilienspekulation“:

 

Berliner Morgenpost am 10.12.2018: Kampf um die Karl-Marx-Allee

Im Internet wird die erste Wohnung für knapp eine Million Euro zum Kauf angeboten. Unklar ist, wer sie verkauft. Hunderte protestieren.

Am Sonntag demonstrierten mehrere Hundert Menschen vor der SPD-Parteizentrale für die Rekommunalisierung. Gleichzeitig tauchte das erste Angebot auf. „Einmalige Paradewohnung in beliebtem Stalinbau mit beeindruckender 120 qm großer Terrasse“, lautet der Titel. Die Wohnung selbst soll 137 Quadratmeter groß sein und 988.000 Euro kosten. Hinzu kommen Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Kosten für den Notar sowie für den Grundbucheintrag. Der gesamte Kaufpreis liegt bei 1,14 Millionen Euro.

Deutsche Wohnen will nicht hinter dem Angebot stecken

Laut Exposé wurde die Wohnung im zweiten Stock der Karl-Marx-Allee 91 im vergangenen Jahr saniert und soll sofort bezugsfertig sein. Unklar ist aber, wer sie verkauft. Das Maklerbüro „Fantastic Frank“ war am Sonntag unter der angegebenen Telefonnummer nicht erreichbar. Eine Sprecherin der Deutsche Wohnen teilte hingegen mit: „Wir haben das nicht im Vertrieb.“ Auch sie wisse nicht, wer der Verkäufer sei. Entweder sei es kein ernsthaftes Angebot oder ein Mieter habe von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und verkaufe nun weiter.

https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article215978573/Kampf-um-die-Karl-Marx-Allee.html