Aus der Rubrik „Wohnungsbau“:

Berliner Morgenpost am 08.02.2019: „Keinesfalls akzeptabel“ – Streit um Wohnungsbau in Berlin eskaliert

Die landeseigenen Gesellschaften errichten nur rund 24.000 neue Wohnungen. Senatorin Katrin Lompscher (Linke) will das nicht hinnehmen.

Der Streit zwischen den sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften (WBG) und Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) spitzt sich zu: Nachdem Lompscher in der vergangenen Woche die Neubauziele des Senats in dieser Legislatur bereits von 30.000 auf 25.000 gesenkt hatte, haben die Wohnungsbaugesellschaften nun auch dieses Ziel als nicht erreichbar bezeichnet. Die sechs Gesellschaften halten höchstens 24.000 neue Wohnungen für machbar, verlautete nach einer Routinesitzung der Gesellschaften mit der Senatsverwaltung. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ darüber berichtet.

Das will Senatorin Lompscher nicht hinnehmen. Schon in der Sitzung habe Staatssekretär Sebastian Scheel „unmissverständlich klargemacht“, dass eine weitere Reduzierung der Neubauzahlen nicht infrage komme, hieß es. Das bestätigte Lompscher am Donnerstag. „Ein Absinken der Fertigstellungszahlen bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften unter die Marke von 25.000 Wohneinheiten ist keinesfalls akzeptabel“, sagte Lompscher. „Die Gesellschaften sind deshalb beauftragt, durch ein Bündel von Maßnahmen nachzusteuern.“ Dazu gehört nach Angaben der Senatorin ein verbessertes Berichtswesen, damit die Verwaltung bei Problemen schneller eingreifen kann. Auch sollen zurückgestellte, kleinere Neubauprojekte wieder aufgenommen werden. „Dabei sind vor allem die Anstrengungen zu intensivieren, Projektankäufe zu realisieren“, sagte Lompscher. Bei diesen geht es um Bauprojekte, die von privaten Entwicklern realisiert und dann von landeseigenen Firmen angekauft werden.