Aus der Rubrik „Mietenpolitik“:

 

Berliner Zeitung am 25.06.2019: Mietendeckel – „Stadt und Land“ verschickt keine Mieterhöhungen mehr

Für Mieter der kommunalen „Stadt und Land“ greift der Mietendeckel schon heute. Der Geschäftsführer Malter erklärt, warum das so ist.

Der vom rot-rot-grünen Senat geplante landesweite Mietendeckel hat auch erhebliche Auswirkungen auf die kommunalen Wohnungsunternehmen. Und das schon bereits in diesem Jahr, obwohl der Mietendeckel, der die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen in der Stadt für fünf Jahre einfrieren soll, erst ab Januar 2020 greifen soll.

Deutlich wurde das am Dienstag, als die landeseigene „Stadt und Land“ ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2018 veröffentlichte.

Darin enthalten sind auch Erwartungen für die Entwicklung der Soll-Mieten. Diese sehen gemäß des vorgelegten Geschäftsberichts für das laufende Jahr 2019 eine Mieterhöhung um 17 Cent pro Quadratmeter von durchschnittlich sechs auf 6,17 Euro je Quadratmeter und Monat (kalt) vor.

„Diese Berechnung ist durch den Mietendeckel nun Makulatur“, sagte „Stadt und Land“-Geschäftsführer Ingo Malter bei der Vorstellung des Berichts. „Wir haben einfach das Pech, dass wir das erste kommunale Wohnungsunternehmen sind, das nach der Verkündung der Eckpunkte für einen landeseigenen Mietendeckel seine Bilanzen vorlegt“, kommentierte der Geschäftsführer. Als der Senat die Eckpunkte beschlossen habe, sei der Bericht bereits gedruckt gewesen.

Mieterhöhungen von durchschnittlich 13 Euro je Wohnung ausgesetztInsgesamt hatte die „Stadt und Land“, deren Wohnungsbestände überwiegend in Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf sowie in Neukölln liegen, in diesem Jahr die Versendung von knapp 4000 Mieterhöhungen an ihre Mieter geplant. In den letzten Jahren betrugen die Mieterhöhungen durchschnittlich 13 Euro pro Wohnung, je nach Wohnungsgröße reichte die Spanne von fünf bis 30 Euro, erläuterte Malter. Insgesamt hat das Unternehmen 47.000 Wohnungen im Bestand.

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