Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Aus der Rubrik „Modernisierungen“:

BZ am 10.11.2018: Anwohner fürchten um ihre Existenz

75 Prozent mehr Miete! Wieder Wucher, wieder die Deutsche Wohnen!

Erneut soll ein Berliner Wohnhaus so modernisiert werden, dass die Mieten extrem ansteigen. Die Anwohner fürchten um ihre Existenz. Dieses Mal ist der Häuserblock zwischen Tops- und Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg betroffen.
Und was sagt die Deutsche Wohnen? „Wir haben mit dem Bezirk eine Vereinbarung über den sozialverträglichen Ablauf der Modernisierung getroffen“, sagt Sprecherin Manuela Damianakis. „Die Mieten liegen nach der Maßnahme nicht über 30 Prozent des Einkommens.“ Wer weniger verdient, könne eine Härtefallregelung beantragen.

Aus der Rubrik „Mieterproteste“:

rbb24.de am 09.11.2018: Mietaktivist verteidigt Enteignungskampagne„Die Großkonzerne pressen die Leute aus wie Zitronen“
Wohnungspolitische Aktivisten in Kreuzberg fordern die Enteignung großer Konzerne. Wenn die Wohnungen wieder dem Land gehörten, würden weniger Menschen aus ihren Kiezen verdrängt. Im rbb erklärte Aktivisten-Sprecher Michael Prütz die drastische Maßnahme.Die Berliner Mieterinitiative „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ hat ihre Forderung verteidigt, Unternehmen, die mehr als 3.000 Wohnungen besitzen, zu enteignen. „Das sind die Wohnungen, die verschiedene Landesregierungen an internationale Raubritter verscherbelt haben“, sagte Kampagnen-Sprecher Michael Prütz am Donnerstag dem rbb.

Bei der Kampagne „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ gehe es darum, dass rund 200.000 Wohnungen wieder in die öffentliche Hand kommen sollten, so Prütz. Die „Deutsche Wohnen“ steht im Fokus der Kampagne, weil sie die größte Zahl an Wohnungen in Berlin hält. Der geplante Volksentscheid zielt aber auch auf weitere Unternehmen, die 3.000 oder mehr Wohnungen besitzen.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/11/berlin-kreuzberg-aktivisten-wollen-deutsche-wohnen-enteignen.html

Aus der Rubrik „Wohnungsbau“:

DER TAGESSPIEGEL am 09.11.2018: Wohnungsbau – Neubauzahlen in Berlin sinken

Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen im Jahr 2017 wurden dieses Jahr weniger Bauanträge genehmigt. Woran liegt das?

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres haben die Berliner Bezirke Anträge für den Bau von 17157 Wohnungen bewilligt. Das sind 3,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei den Neubauten war der Rückgang mit 5,6 Prozent sogar noch höher. Bei den anderen Anträgen handelt es sich nicht um Neubauten, sondern um Umbauten von bereits bestehenden Gebäuden.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnungsbau-neubauzahlen-in-berlin-sinken/23596940.html

Aus der Rubrik „Wohnungsbau“:

Berliner Zeitung am 08.11.2018: Neubauprojekte – Weniger neue Wohnungen in Berlin genehmigt

In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist in Berlin die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen leicht zurückgegangen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 08.11.2018 mitteilte, wurden von Januar bis Ende September 17.157 Wohnungen genehmigt – das entspricht einem Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Konkret wurden 660 Wohnungen weniger genehmigt.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/neubauprojekte-weniger-neue-wohnungen-in-berlin-genehmigt-31562206

Aus der Rubrik „Mietenentwicklung“:

Berliner Morgenpost am 09.11.2018: Preise – Teure Mieten: Menschen fliehen an den Stadtrand
Immer mehr Berliner können sich die Wohnungen in der Innenstadt wegen steigender Mieten nicht mehr leisten.

Und weil angesichts der teuren Preise in der City viele an den Stadtrand und ins Umland ausweichen, steigen nun auch dort die Preise kräftig.

Während es im vergangenen Jahr noch in Neukölln, Marzahn-Hellersdorf und Spandau mit jeweils 7,75 Euro je Quadratmeter und Monat noch drei Bezirke gab, in denen zumindest in einfachen und mittleren Lagen noch unter acht Euro verlangt wurden, liegen die günstigsten Neuvertragsmieten jetzt bei acht Euro. Und das auch nur noch in zwei Bezirken, in Spandau und Neukölln. Marzahn-Hellersdorf hat sich aus dem Kreis der günstigsten Bezirke endgültig verabschiedet. Inzwischen werden dort auch in einfachen Lagen durchschnittlich 8,25 Euro je Quadratmeter und Monat verlangt und gezahlt – 6,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

https://www.morgenpost.de/berlin/article215753365/Steigende-Mieten-Menschen-fliehen-an-den-Stadtrand.html

Aus der Rubrik „Mietenentwicklung“:

 

Berliner Morgenpost am 09.11.2018: Wohnungsmarkt – Mieten in Berlin steigen ungebremst

Ein neuer Preisvergleich zeigt: In einfachen und mittleren Wohnlagen kostet der Quadratmeter im Durchschnitt neun Euro.

Seit nunmehr zehn Jahren kennen die Preise am Berliner Wohnimmobilienmarkt nur eine Richtung: steil nach oben. Gegenüber dem Vorjahr sind die Durchschnittsmieten dabei in einfachen und mittleren Wohnlagen um 5,9 Prozent auf neun Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und in besseren Wohnlagen um 5,2 Prozent auf 10,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gestiegen. Das geht aus dem Immobilienpreisservice des IVD Berlin-Brandenburg hervor, der am 08.11.2018 veröffentlicht wurde.

Am günstigsten werden Mietwohnungen aktuell in den einfachen und mittleren Wohnlagen der Bezirke Spandau und Neukölln angeboten – mit jeweils acht Euro je Quadratmeter und Monat.

„In den IVD-Immobilienpreisservice fließen nur Mieten ein, die auch tatsächlich vertraglich vereinbart wurden“, erläutert IVD-Wertermittlerin Katja Giller.

https://www.morgenpost.de/berlin/article215752519/Mieten-in-Berlin-steigen-ungebremst.html

Aus der Rubrik „Wohnungsbau“:

Berliner Morgenpost am 08.11.2018: Wohnungsbau – „Das Neue Gartenfeld“: Abgehängt auf der Insel

Ein städtebaulicher Vertrag für „Das Neue Gartenfeld“ in Spandau ist geschlossen. Eine gute Verkehrsanbindung fehlt jedoch noch.

Berlin braucht dringend mehr Wohnungen. Und dabei spielt Spandau eine wichtige Rolle. Das hatte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) bei der Grundsteinlegung des neuen Quartiers „Waterkant Berlin“ vor zwei Monaten gesagt. Und tatsächlich: Nicht einmal zwei Kilometer Luftlinie vom Gebiet in der Wasserstadt Oberhavel entfernt, soll das nächste große Stadtquartier entstehen. Name: „Das Neue Gartenfeld“. Anzahl der geplanten Wohnungen: rund 3700. Besonderheit: Das neue Quartier ist von Wasser umgeben, es soll auf der Insel Gartenfeld entstehen.

Gesteuert wird das Projekt von der UTB Projektmanagement GmbH, beteiligt an der Realisierung sind die Wohnungsbauunternehmen Gewobag und Buwog, außerdem Genossenschaften und weitere Baugruppen.

https://www.morgenpost.de/bezirke/spandau/article215745611/Das-Neue-Gartenfeld-Abgehaengt-auf-der-Insel.html

Aus der Rubrik „Vorkaufsrecht“

Berliner Zeitung am 07.11.2018: Milieuschutzgebiete – Berlin will sich von Investoren nicht austricksen lassen
Vielen Geschäftemachern, die Häuser in Milieuschutzgebieten kaufen wollen, um sie gewinnbringend zu vermarkten, macht das Land Berlin seit Monaten einen Strich durch die Rechnung — indem die Bezirke in immer mehr Fällen von ihrem gesetzlichen Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Doch nun schlagen findige Geschäftemacher zurück und versuchen, das Vorkaufsrecht auszuhebeln.
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/milieuschutzgebiete-berlin-will-sich-von-investoren-nicht-austricksen-lassen-31550556

Aus der Rubrik „Vorkaufsrecht“:

 

DER TAGESSPIEGEL am 03.11.2018: Wohnungsmarkt in der Hauptstadt – Wie Investoren das Vorkaufsrecht in Berlin umgehen

Das Vorkaufsrecht für Berlins Bezirke soll Spekulation mit Immobilien hemmen. Doch in Neukölln erschwert eine Hauseigentümerin den Vorkauf – mit einem Trick.

Seit rund einem Jahr wenden Berliner Bezirke das Vorkaufsrecht an, um den Verkauf von Immobilien an Spekulanten in Milieuschutzgebieten zu verhindern. Nun versuchen Investoren offenbar, das Vorkaufsrecht mit Tricks zu umgehen. In Neukölln verkauft eine Eigentümerin ihr Haus in der Schillerpromenade/Ecke Allerstraße – allerdings nur zu 25 Prozent.

Dadurch wird ein möglicher Vorkauf erschwert. Denn der Bezirk muss einen Käufer finden, der das Viertelhaus als Minderheitengesellschafter übernimmt. Der Berliner Mieterverein befürchtet einen Präzedenzfall und fordert dringende Maßnahmen vom Senat.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnungsmarkt-in-der-hauptstadt-wie-investoren-das-vorkaufsrecht-in-berlin-umgehen/23352484.html

Aus der Rubrik „Shitstorm“:

Berliner Zeitung am 01.11.2018: Investorenschreck – Wohnsituation von Baustadtrat Schmidt sorgt für Debatte
Als Stadtrat hat sich Florian Schmidt (Grüne) einen Ruf erkämpft. Gegner sehen ihn als linken Investorenschreck, Unterstützer als fantasievollen Streiter für Mieterrechte in Friedrichshain-Kreuzberg.