Aus der Rubrik „Gesundheitspolitik“:

DER TAGESSPIEGEL am 07.02.2018: Schädlicher Baustoff – Der Berliner Westen hat ein Asbest-Problem

Mehr als 40.000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sind mit Asbest belastet, am stärksten betroffen ist Neukölln. Bis 2030 will der Senat den Schadstoff entfernen.

Asbest ist in Berlin ein West-Problem. Noch immer sind 41.000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mit Asbest belastet, mehr als 80 Prozent davon liegen im Westen der Stadt. Das geht aus einer Anfrage des Abgeordneten Andreas Otto (Grüne) hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.

Das Thema Asbest hat es immerhin in den Koalitionsvertrag geschafft. Mitte Januar haben SPD-, Linke-, und Grüne-Fraktion einen ersten Schritt getan und einen entsprechenden Antrag zu asbestfreiem Wohnen in Berlin eingereicht. Bereits im Dezember hatte das Abgeordnetenhaus für den Aufbau einer Asbestberatungsstelle 120.000 Euro für 2018 und 180.000 Euro für 2019 beschlossen.

Die Berliner Regierung will bis 2030 den Asbest aus der Stadt entfernt haben. Andreas Otto wünscht sich, dass diese Bemühungen schon früher passiert wären. „Wenn bereits die letzten zehn Jahre für diese Aufgabe intensiv genutzt worden wären, könnte Asbest im landeseigenen Wohnungsbestand schon weitgehend Geschichte sein“, sagt Otto. Zumal es damals reibungsloser hätte verlaufen können.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/schaedlicher-baustoff-der-berliner-westen-hat-ein-asbest-problem/20934192.html