Aus der Rubrik „Verbraucherinformationen“:

 

Berliner Morgenpost am 22.01.2019: Berlin altert: So entstehen auch neue Probleme

Im Westen Berlins bekommt ein Rentner im Schnitt 902 Euro. Doch die Mieten steigen. Das stellt Senioren vor eine Herausforderung.

Berlin altert. Laut Landesamt für Statistik sind 19,2 Prozent der Berliner älter als 65 Jahre. Tendenz steigend.

Steigende Mieten werden zum Problem

Auch steigende Mietpreise werden für viele Rentner in Berlin zum Problem. Denn während sich bundesweit etwa 35 Prozent der Bevölkerung mit Immobilien für das Alter absichern, gelingt das nur 15 Prozent der Berliner.

Reiner Wild vom Berliner Mieterverein spricht von einer „höchstexplosiven Mischung“. Die durchschnittliche Mieterhöhung habe in den vergangenen drei Jahren 15 Prozent betragen. „In unseren Beratungszentren spielen sich dramatische Szenen ab“, sagt Wild. Viele Senioren hätten Angst, ihre Wohnungen zu verlieren.

Nach einer im Frühjahr vorgestellten Studie des Pestel-Instituts werden 35 bis 40 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die jetzt zwischen 45 und 55 Jahre alt sind, mit weniger als 800 Euro pro Monat in Rente gehen. Auftraggeber der Studie war das „Verbändebündnis Wohneigentum“. Ein weiteres Ergebnis: Künftig müssten deutlich mehr Berliner Rentner ihren Lebensstandard stark absenken oder ins preiswertere Umland ziehen – oder sogar in Altersarmut abrutschen.

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