Aus der Rubrik „Wohnungspolitik“:

Berliner Morgenpost am 09.01.2019: Vorkaufsrecht – Berlin schnappt Investor 260 Wohnungen weg

Es ist der größte Kauf über das bezirkliche Vorkaufsrecht: 260 Wohnungen in Mitte und Neukölln gehen statt zu einem Investor ans Land.

Ein Mega-Deal auf dem Immobilienmarkt nimmt für Hunderte Mieter in Mitte und Neukölln ein gutes Ende. Ihre insgesamt 265 Wohnungen wandern nicht in die Hände eines internationalen Großinvestors, sondern gehören zukünftig den stadteigenen Wohnungsbaugesellschaften WBM und Stadt und Land. Zu deren Gunsten haben die Bezirke Mitte und Neukölln ihr Vorkaufsrecht ausgeübt und ganze Häuserblöcke angekauft – der größte Erwerb über das bezirkliche Vorkaufsrecht in Berlin bisher.

Die Häuser befinden sich an der Seestraße Ecke Turiner Straße in Wedding, sowie der Böhmischen Straße und Thiemannstraße in Neukölln. Der Wohnblock in Wedding umfasst 125 Wohnungen. Die WBM hat sie zu einem Preis von 19 Millionen Euro erworben. 15 Prozent davon steuerte das Land als direkten Zuschuss bei. 140 Wohnungen entfallen auf den Neuköllner Straßenzug, der an die Stadt und Land geht. Wie viel die Wohnungsbaugesellschaft dafür gezahlt, hat, wollte der Bezirk nicht mitteilen.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Ausübung des Vorkaufsrechts 140 Wohnungen dauerhaft der Immobilienspekulation entziehen können“, teilte Jochen Biedermann, Neuköllns Baustadtrat (Grüne), mit.

https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article216163283/Berlin-schnappt-Investor-260-Wohnungen-per-Vorkaufsrecht-weg.html