Aus der Rubrik „Mieterinformationen“:

Berliner Zeitung am 26.11.2019 – Wohnen : Mietendeckel entlastet Berliner Mieter um 2,5 Milliarden Euro
 
Mit der jetzt vorgenommen Schätzung zur Entlastung der Mieter korrigiert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Zahlen nach oben.
Berlins Mieter werden durch den fünfjährigen Mietendeckel nach einer überschlägigen Schätzung in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro entlastet. Das geht aus den Erläuterungen zum Gesetzentwurf über den Mietendeckel aus dem Haus von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) hervor, der an diesem Dienstag im Senat beschlossen werden soll. Die Vermieter müssen dem Papier zufolge auf einen Betrag in gleicher Höhe verzichten. Die Landesregierung will sich an diesem Dienstag noch einmal mit dem Mietendeckel befassen, um ihn nach der formellen Beschlussfassung an das Abgeordnetenhaus weiterzuleiten. Dort soll er in den nächsten Wochen beraten und am Ende von einer Mehrheit der Parlamentarier beschlossen werden, um Gesetzeskraft zu erlangen.Mit der jetzt vorgenommen Schätzung zur Entlastung der Mieter korrigiert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Zahlen nach oben. Noch vor wenigen Wochen hatte sie den Betrag auf rund 2,2 Milliarden Euro angesetzt. Die Schätzung beruht auf den Angaben der städtischen Wohnungsbaugesellschaften, die ihre voraussichtlichen Einbußen für fünf Jahre auf 296 Millionen Euro beziffert haben, heißt es. Dabei sei ein Zuschlag von 50 Prozent berechnet worden, weil die Auswirkungen bei den anderen Vermietern stärker sein werden. Zu erwarten seien auch Auswirkungen auf Wirtschaftszweige, die im engen sachlichen Zusammenhang mit der Wohnungswirtschaft stehen, räumt die Stadtentwicklungsbehörde ein. Diese Auswirkungen seien aber nicht zu beziffern.